Badreparatur selber machen: Fünf Tipps für Heimwerker

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Ob tropfender Wasserhahn oder verstopfte Toilette: Bei kleineren Schäden oder Badreparaturen können Heimwerker selbst Hand anlegen.

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Eine Badreparatur ist nicht unbedingt Handwerkersache. Kleine Schäden wie Kratzer in der Badewanne können Heimwerker selbst ausbessern. Foto: Cramer GmbH Foto: Cramer GmbH

Das Badezimmer ist einer der am häufigsten genutzten Räume im Haus. Entsprechend schnell machen sich hier Gebrauchsspuren breit und kleine Schäden entstehen. Aber was tun, wenn der Wasserhahn tropft, die Fugen schimmelgrau statt weiß sind und in der Badewanne ein hässlicher Kratzer prangt? Bauen.de gibt Tipps für die Badreparatur und erklärt, wie Heimwerker kleine Schäden selbst beheben können.

Badreparatur selbst vornehmen: Silikonfugen austauschen

Schimmelflecken auf Silikonfugen sind hartnäckig und allein durch Putzen nicht zu entfernen. Oft hilft hier nur, die Fugen auszutauschen. Dafür wird die alte Fugenmasse mit Hilfe eines scharfen Messers oder Fugenhais herausgeschnitten. Um auch die letzten Silikonreste zu entfernen, können Silikonentferner verwendet und die Fugen mit einem feuchten Tuch gesäubert werden. Anschließend kleben Heimwerker die anstoßenden Fliesen mit Klebeband ab und spritzen die leeren Fugen mit Sanitär-Silikon aus dem Baumarkt aus. Dabei sollten sie auf eine gleichmäßige Verteilung achten und die Masse schnell mit einem Fugenglätter nachbearbeiten.

Wasserhahn tropft: Dichtungen wechseln

Wenn der Wasserhahn tropft, sind dafür oft verkalkte oder poröse Dichtungen verantwortlich. Bevor Heimwerker die Dichtung austauschen, sollten sie unbedingt das Wasser an den Eckventilen unter dem Waschbecken abdrehen und die Armaturengriffe entfernen. Bei Zweigriffarmaturen kann das Ventil anschließend mit dem Schraubenschlüssel herausgedreht werden. An der Unterseite des Ventils befindet sich die Dichtung, die nun ausgetauscht werden muss. Ist gerade kein neues Exemplar zur Hand, kann das alte mit Essig oder Kalkentferner gesäubert werden. Bei Einhebelmischern muss statt der Dichtung die Kartusche mit Keramikscheiben gelöst und gewechselt werden. Bei schwachen Verschleißerscheinungen reicht es aus, die alte Kartusche zu säubern und wieder einzusetzen. Anschließend den Wasserhahn wieder zusammenbauen, Wasser anstellen und fertig.

Kratzer in der Badewanne ausbessern

Gibt es in der Badewanne schadhafte Stellen, sollten Heimwerker die Badreparatur nicht auf die lange Bank schieben. Emaillierte Wannen können dort, wo die Oberfläche beschädigt ist, rosten. Bei Acrylwannen können um die beschädigte Stelle Verfärbungen entstehen. Reparatursets mit Spachtelmasse und Zubehör gibt es im Baumarkt. Diese sind auf das Material der Badewanne abgestimmt und für Keramik, Acryl oder Email erhältlich. Bevor es ans Reparieren geht, wird die schadhafte Stelle geputzt und trocken gemacht. Danach die Spachtelmasse auftragen und warten, bis sie ausgehärtet ist. Zum Abschluss wird der Überschuss mit Spezial-Schleifpapier abgeschliffen, Staub abgewischt und Siegellack aufgesprüht. Beim Putzen mit Scheuermitteln sollte die erneuerte Stelle künftig ausgespart werden. Kleineren Kratzern in Acrylwannen kann man mit Autopolitur zu Leibe rücken.

Kaputte Fliesen selbst ersetzen

Ist im Badezimmer eine einzelne Fliese gesprungen, kann sie meist separat ausgetauscht werden. Zunächst müssen die Anschlussfugen um die Fliese ausgefräst und ausgekratzt werden. Heimwerker können sich für diesen Zweck im Baumarkt einen Fugenfräser ausleihen. Mit einem Meißel lässt sich die Fliese anschließend herausschlagen. Sind etwaige Klebereste vom Untergrund gelöst, ist einfach der neue Fliesenkleber aufzutragen, die neue Fliese an der gewünschten Stelle einzusetzen und der Bereich um die Ersatzfliese neu zu verfugen.

Toilette: Spülkasten reparieren

Auch der Spülkasten der Toilette ist mit der Zeit von Verschleißerscheinungen betroffen. Läuft das Wasser durch die Toilette, muss zunächst der Kasten geöffnet werden. Wenn das Wasser stetig durch die Toilette läuft, hilft oft schon eine ordentliche Reinigung. Hierfür wird der Schwimmer herausgenommen und dessen Führung mit Essig oder Kalkreiniger und einem Tuch gereinigt. Läuft das Wasser weiter, kann die Zulaufdichtung der Übeltäter sein. Sie sitzt seitlich am Spülkasten und regelt den Wasserzulauf. Vor dem Wechsel der Dichtung sollte dieser am Eckventil abgedreht werden. Danach werden alle Teile aus dem Spülkasten gebaut, die neue Dichtung eingesetzt und alle Bestandteile wieder zusammengepuzzelt.


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