Baubetreuung: Mit dem Fachmann zum Eigenheim

Bei der Baubetreuung kümmert sich der Baubetreuer im Namen und auf Rechnung des Bauherrn um den Hausbau.

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Wer ein Haus bauen möchte, der beauftragt meist einen Bauträger, einen Architekten oder einen Fertighausanbieter. Es gibt aber noch eine weitere Alternative: die Baubetreuung. Ein Baubetreuer kümmert sich um die wirtschaftliche Organisation, Koordination und die Überwachung beim Hausbau. Er ist damit sozusagen Stellvertreter des Bauherrn. Bei der Baubetreuung werden Bauvorhaben im Namen und auf Rechnung des Bauherrn vorbereitet und durchgeführt. Dadurch unterscheidet er sich vom Bauträger, der zunächst im eigenen Namen baut, vom Bauherrn aber in aller Regel Teilzahlungen nach Baufortschritt verlangt.

Baubetreuung unterscheidet sich von Architektenvertrag

Anders als ein Architekt hat der Baubetreuer die Vollmacht, selbst Verträge mit Handwerkern abzuschließen. Die wirtschaftlichen Risiken trägt allerdings der Bauherr. Der Baubetreuer muss allerdings die einschlägigen Vorschriften der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) erfüllen. Hierzu gehört, dass er Sicherheiten - etwa in Form von Bürgschaften - leisten muss über die ihm für den Bau anvertrauten Gelder des Bauherrn.

Arten der Baubetreuung

Bei der Baubetreuung wird ferner zwischen Teil- und Vollbetreuung unterschieden. Bei der Teilbetreuung ist der Baubetreuer entweder nur für die wirtschaftlichen oder die technischen Aspekte des Bauvorhabens verantwortlich, bei der Vollbetreuung für beides.Baubetreuer benötigen für ihre Tätigkeit eine Erlaubnis der örtlichen Behörde (§ 34c GewO). Heute ist die Baubetreuung relativ selten vorzufinden. Die überwiegende Mehrzahl der Wohnhäuser wird von Bauträgern, Generalüber- beziehungsweise unternehmern, Fertighausherstellern oder in Zusammenarbeit mit einem Architekten errichtet.


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