Bewegungsmelder: Einbrecher scheuen das Licht

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Ob Weg-, Sockel- oder Wandleuchten: Strategisch ausgerichtete Lampen mit Bewegungsmeldern erhellen den nächtlichen Garten – und können zugleich Einbrecher abschrecken.

Bewegungsmelder, Foto: Licht.de
Mit Außenleuchten mit Bewegungsmelder muss man im Dunkeln nicht lange nach dem Schlüssel suchen. Foto: Licht.de Foto: Licht.de

Je nach Ausführung reagieren die Melder auf Bewegung oder Wärme. Die Leuchtdauer lässt sich individuell steuern: Der Bewegungsmelder kann zum Beispiel via Zeitsteuerung so eingestellt werden, dass er ausschließlich von der Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden bereit ist. Das Licht brennt also nur, wenn es gebraucht wird – so werden Energiekosten eingespart.

Radar-, Ultraschall- und Infrarot-Bewegungsmelder

Unterschieden werden Radar-, Ultraschall- und Infrarot-Bewegungsmelder. Am häufigsten werden Modelle mit Infrarot-Sensor eingesetzt, die auf Körperwärme reagieren. Ultraschall-Geräte verwenden ein anderes Prinzip: Werden die vom Gerät ausgesendeten mechanischen Schallwellen unterbrochen, geht das Licht an. Auch Radar-Bewegungsmelder funktionieren mittels reflektierter Wellen. Besonderheit: Radargeräte arbeiten mit elektromagnetischen Schwingungen, die Bewegung sogar durch Holz, Glas oder Gips erfassen können und so eine verdeckte Montage ermöglichen.

Positionierung: Das richtige Exemplar für jede Stelle

Die Position der Meldeeinheit ist sehr wichtig: Der Winkel des Sensorfelds muss der zu überwachenden Stelle entsprechen. Zudem sollte der Sensor ausreichend hoch angebracht werden, damit sich kein Einbrecher daran zu schaffen machen kann. Hier ist ein verdeckt montiertes Radargerät im Vorteil, das für den Dieb schwer zu entdecken ist.
Ähnlich zur Innenbeleuchtung können mehrere Lampen verwendet werden, um ein stimmiges Beleuchtungskonzept für jedes Bedürfnis zu erzielen. Der Klassiker ist die Außenleuchte, die an Haus- oder Garagenwand angebracht wird. Doch auch für ungewöhnlichere Stellen findet sich ein passendes Exemplar. Um dunkle Gartenwege zu beleuchten, eignen sich sogenannte Poller- oder Wegleuchten. Für Treppen hingegen sind Einbaustrahler ein praktischer Blickfang. Als weitere Variante können auch Sockelleuchten eingesetzt werden. Wessen Ziel hingegen ausschließlich die rabiate Abschreckung von Einbrechern ist, sollte vor allem auf helle Scheinwerfer setzen, die rund ums Haus positioniert werden.

Nicht alle Lampen eignen sich

Ob Schnee, Regen oder Hagel: Außenlampen sind ganzjährig der Witterung ausgesetzt und sollten mindestens der Schutzklasse IP 44 entsprechen. Damit werden Elektrogeräte beschrieben, die nicht nur gegen Spritzwasser geschützt sind, sondern in die auch keine festen Fremdkörper eindringen können, die größer als ein Millimeter sind. Bei der Wahl des Leuchten gilt: Energiesparlampen sind eher für einen Dauereinsatz geeignet, da sie zwar im Unterhalt ökonomisch sind, jedoch Zeit brauchen, bis sie richtig hell werden. Geeigneter sind Halogenlampen, die selten ausgetauscht werden müssen und zudem auch sofort in voller Leuchtkraft strahlen.

Temperatur, Wind und die Nachbarskatze

Kaum rennt eine Katze durch den Garten, geht das Licht an. Die Lösung: Bewegungsmelder können so eingestellt werden, dass sie nicht reagieren, wenn sich nur am Boden etwas regt. Zudem gibt es spezielle, sogenannte tierresistente Anlagen, die selbst bei größeren Hunden nicht anschlagen. Ein anderes Problem ist die Witterung: Viele Bewegungsmelder reagieren stark auf Umwelt- und Temperatureinflüsse. Abhilfe schaffen duale Bewegungsmelder, in denen die Infrarottechnik mit dem Einsatz von mechanischen oder elektromagnetischen Wellen kombiniert wird. Sie reagieren nur, wenn sowohl Körperwärme als auch Bewegung erfasst wird.


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