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Heimwerker: Türen streichen

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Die leidigen Griffspuren neben der Klinke, aber auch Kratzer, Dellen und sonstige Wundmale zeichnen eine Tür im Laufe der Zeit. Deswegen brauchen auch Türen nach einigen Jahren einen neuen Anstrich.

Eine Kassettentür wird weiß lackiert. Foto: photo 5000 / stock.adobe.com

Alte, mittlerweile unansehnliche Türen müssen nicht zwangsläufig durch neue ersetzt werden, ein neuer Anstrich reicht möglicherweise. Je nach dem, aus welchem Material die Tür ist, müssen Heimwerker anders vorgehen. Drei grundlegende Schritte sind in allen Fällen gleich:

  1. Die Tür sollte ausgehängt, Scharniere und Türgriffe abgebaut werden. Arbeiten lässt es sich am besten auf zwei Böcken.
  2. Der Untergrund muss gereinigt und zumindest angeraut werden.
  3. Der neue Anstrich muss fachgerecht aufgetragen werden.

Als Türen noch vom nächstgelegenen Tischler oder Schreiner in Handarbeit aus massivem Holz gefertigt wurden, schien Renovieren einfach: alte Farbe mit einer Lötlampe herunterbrennen, von Hand nachschleifen, neu lackieren – fertig war das gute Stück. Sofern moderne Türen noch aus massivem Holz bestehen oder wenigstens ein stabiles Echtholzfurnier tragen, kann diese herkömmliche Arbeitsweise angewandt werden. Ist die Tür jedoch mit reichlich Zierprofilen versehen, bleibt meist nur das Abbeizen oder zumindest das Anlaugen. Bei Türen mit Kunststoffoberfläche oder aus Metall sieht es nochmal etwas anders aus.

Türen mit Holzoberfläche

Diese Holztür hätte einen neuen Anstrich bitter nötig. Zuvor muss allerdings die alte Farbe runter. Foto: yan Viveros / unsplash.com

Da die Tür nur oberflächlich renoviert werden soll, spielt auch nur die Oberfläche einer Tür eine Rolle. Türen aus Vollholz, mit Holzfurnier oder mit lackierten Spanplatten unterscheiden sich nicht massiv. Um den Untergrund vorzubereiten, gibt es vier Methoden:

  1. Abbrennen
  2. Abbeizen
  3. Anlaugen
  4. Abschleifen

1. Abbrennen

die radikalste Methode, alte Anstriche zu entfernen, ist, sie einfach abzubrennen. Sie ist aber nur anwendbar, wenn die Tür lackiert war. Bei starker Erhitzung wirft der Lack Blasen und blättert ab. Mit einem breiten Spachtel muss meist nachgeholfen werden, die Deckschicht zu entfernen. Dabei ist sehr große Vorsicht geboten, insbesondere, wenn die Tür anschließend nur lasiert werden soll. Eine Lasur deckt nämlich nicht ab und versteckt also auch keine Kratzer, die mit dem Spachtel verursacht wurden – und erst recht keine Brandstellen: Lacke entzünden sich leicht, brennen ab und auch das Holz darunter kann verkohlen. Nach dem Abbrennen müssen alle verbleibenden Farb- und Brandreste gründlich weggeschliffen werden.

2.    Abbeizen

Ähnlich radikal ist es, alte Farbe wegzubeizen. Dabei wird meist mit ätzenden chemischen Stoffen, beispielsweise mit starken Laugen oder mit Lösungsmitteln gearbeitet. Die Farbe wird dabei entweder aufgeweicht oder regelrecht „weggefressen“. Die Beize ist in Packungsgrößen ab 500 ml erhältlich. Sie wird mit einem resistenten Pinsel, am besten Naturhaar, aufgetragen und muss dann einwirken. Die Mindestzeit bei Schnellbeizern beträgt etwa eine Stunde, entsprechende Angaben finden sich aber auf der Verpackung. Anschließend entfernt man die nun entstandene breiige, schleimartige Masse mit einem Spachtel. Das Zeug gehört in eine fest verschließbare Dose und muss als Sondermüll entsorgt werden. Vor dem neuen Anstrich muss die Tür mit reichlich Wasser abgewaschen werden, um den Untergrund gründlich zu neutralisieren und zu reinigen.

Praxis-Tipp
  • Manche Abbeizer enthalten giftige Stoffe wie beispielsweise Dichlormethan oder N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP). Das muss nicht sein. Es gibt ausreichend Alternativen.
  • Lösungsmittelhaltige Abbeizmittel geben zwar schädliche Dämpfe ab, wirken aber deutlich stärker als alkalische Farbentferner (Laugen).
  • Moderne Acryllacke, also wassergebundene Anstriche, lassen sich mit Laugen nur schwer lösen. Dann ist viel Wartezeit nötig, bisweilen auch ein zweiter Auftrag.

Sowohl das Abbrennen als auch das Abbeizen sollten im Freien vorgenommen werden. Schutzhandschuhe zu tragen ist dringend zu empfehlen, ebenso wie das Abdecken der Tür mit einer Plane während der Einweichzeit.

3. Anlaugen

Die sogenannten Anlauger sind nichts anderes als starke Reinigungsmittel, die vor allem Fett und Schmutz auf einer intakten Farbschicht entfernen.
Experimentierfreudige Heimwerker verwenden zum Anlaugen bisweilen Universalverdünnung. Mit einem fusselfreien Tuch wird über die alte, noch feste Farbe gewischt. Deren Oberfläche ist danach minimal gelöst. Würde man immer wieder darüberwischen, könnte man die Farbe ablösen. Beim Anlaugen geht es aber eher darum, die Farbschicht anzurauen, ähnlich wie man es auch mit Sandpapier machen kann. Die raue Oberfläche verbessert die Haftung des neuen Anstrichs.

Mit einem Vibrationsschleifer und dreieckigem Teller kommt man auch in die Winkel entlang von Zierleisten. Die leisten selbst kann man mit Schleifpapier abschleifen. Foto: Visivasnc / iStock

4. Abschleifen

Wer Flammen und Chemie nicht an seine Zimmertüren lassen will, dem bleibt als letzte Möglichkeit noch das mechanische Entfernen von alter Farbe mittels Sandpapier oder Schleifleinen. Bei glatten Oberflächen sind Schleifmaschinen sehr praktisch und ermöglichen ein zügiges Arbeiten. Bei Türen mit Zierleisten nimmt man am besten einen Vibrationsschleifer mit dreieckigem Teller. Wer mit der Hand arbeiten will oder muss hat viel Arbeit vor sich – zumindest dann, wenn die Farbe komplett entfernt werden soll. Man verwendet meist drei verschiedene Körnungen und beginnt mit grobem Sandpapier. Die Korngröße ist jeweils auf der Rückseite aufgedruckt. Als grob gelten bei Holz Größen von etwa 40 bis 80, mittlere Werte liegen zwischen 80 und 150, alle Zahlen darüber geben feine und sehr feine Körnungen an. Für gespachtelte Flächen und zur abschließenden Bearbeitung von Holz eignen sich Größen um 100. Geschliffen wird übrigens immer in Richtung der Fasern.

Experten-Tipp

Wenn man prüfen will, ob ein Schliff ausreicht, besprüht man die Holzoberfläche leicht mit Wasser. Dann richten sich angeraute Fasern auf; nach dem Abtrocknen lassen sie sich gut wegschleifen.

Benötigtes Werkzeug

  • Abbrennen: Heißluftpistole oder Propangasbrenner (mit Kartusche oder Gasflasche).
  • Abbeizen: ein breiter Spachtel und ein großer, am besten flacher, Pinsel.
  • Anlaugen: fusselfreies Tuch
  • Abschleifen: Tellerschleifer zum Einspannen in die Bohrmaschine oder Bandschleifmaschine oder Vibrationsschleifer. Schleifpapier grob, mittel und fein. Beim Schleifen von Hand ist ein Schleifklotz oder ein Schleifschwamm hilfreich, der weich ist und sich Türprofilen gut anpasst.
  • Außerdem: Klebeband, wenn Glasflächen abgeklebt werden sollen. Weiterhin werden ein Eimer mit klarem Wasser und Reinigungstücher gebraucht. Bei Schlagspuren, Unebenheiten und kleinen Rissen im Holz sollte feine Spachtelmasse zur Hand sein, um die Oberfläche zu glätten.

Holztüren streichen

Es gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten, eine Holztür neu zu streichen:

  • ein deckender Farbanstrich, matt oder glänzend
  • eine Lasur, also ein nicht deckender, Anstrich)
  • ein Anstrich mit Holzöl, also eine einsickernde, langsam trocknende Imprägnierung

Eine frisch lackierte weiße Holztür. An der Unterseite erkennt man die Farbe des Holzes. Foto: photo 5000 / stock.adobe.com

1. mit einem deckenden Farbanstrich versehen

Ist das Holz noch unbehandelt, benötigt es eine Grundierung. Acryl-Multigrund ist dafür ein gängiges Mittel. Ist das Holz sehr aufnahmefähig, muss bis zu dreimal grundiert werden. Man streicht den deckenden Lack erst, nachdem Grundierung getrocknet ist. Für kräftige Farben und sehr starke Beanspruchungen empfiehlt sich ein PU Acryllack, der sich auch zu Pastelltönen mischen lässt. Man benötigt im Schnitt etwa 100 ml Farbe pro Quadratmeter. Dabei ist zu beachten, dass manche Produkte erst nach dem zweiten Anstrich befriedigend decken.

Will man die Holzmaserung betonen und einen starken Schutzanstrich erzeugen, verwendet man am besten einen Acryl-Klarlack oder einen farblosen 2-Komponenten-Anstrich. Er ist auch in Sprühdosen erhältlich, die im Boden eine Art Bolzen haben, der gezogen werden muss, um den Härter frei zu setzen. Nach ausgiebigem Schütteln ist die Farbe einsatzfähig.

Ein Mann lasiert eine abgeschliffene Holztür. Foto: Gangis_Khan / iStock

2. Lasieren

Eine Lasur ist nichts anderes als ein nicht-deckender, also durchsichtiger Anstrich. Er kann farblos oder in einem Holzton ausgeführt werden. Lasuren sind meist sehr dünnflüssig, es gibt sie aber auch mit Gelee-artiger Konsistenz. Dann ist die Lasur tropffest und verflüssigt sich erst beim Streichen. Während Lacke auf der Oberfläche einen festen Film bilden, sickern Lasuren ins Holz ein. Man kann sie zwar kreuz und quer auftragen, sollte sie allerdings anschließend zügig mit Pinsel oder Rolle in Faserrichtung verstreichen. Man benötigt im Innenbereich keine Grundierung oder Vorbehandlung. Außentüren sollten allerdings mit einem Holzschutzmittel gegen Pilze - besonders Bläuepilz - und Insektenbefall imprägniert werden. Alte Lasuren werden entweder weitgehend abgeschliffen oder zumindest angeschliffen, bevor sie überstrichen werden. Unbedingt erst an einer kleinen Stelle testen.

3. Ölen

Öl zieht ebenso wie eine Lasur ins Holz ein. Dabei trägt man es beim ersten Arbeitsschritt großzügig auf und lässt es langsam ins Holz eindringen. Mit einem Tuch oder Schwamm muss man überschüssiges Öl dabei stets an die Stellen wischen, die stärker saugen. Dieser Vorgang muss mehrfach wiederholt werden, bis das Holz gleichmäßig durchtränkt ist. Das klassische Mittel ist reines Leinöl.

Wird der alte Anstrich nicht entfernt, nur erneuert, gilt die Regel: Farbe auf Farbe, Lasur auf Lasur. Außerdem streicht man bei einem Wechsel des Farbtons stets den dunkleren auf den helleren.

Türen mit Kunststoffoberfläche

Kunststofftüren sind oft mit Holzfurnier oder Folie beklebt, weshalb sie nur schwer von Holztüren zu unterscheiden sind. Foto: schulzfoto / stock.adobe.com

Heute sind einfache Türen oft mit Kunststofffolien versehen, die eine Holzmaserung nachahmen. Sie sind preisgünstig und pflegeleicht, doch schlecht zu renovieren. Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Eine neue Folie im gewünschten Design aufkleben. Wer sich mit selbstklebender Türtapete begnügt, kann einen Bogen der Größe 88 mal 200 cm schon für etwa 30 Euro kaufen und selbst anbringen. Baumärkte bieten darüber hinaus Möbelfolien an, mit denen man glatte Türen selbst renovieren kann. Finden sich jedoch Zierleisten oder Ornamente auf dem Türblatt, ist ein Heimwerker mit seiner Kunst schnell am Ende. Kurz gesagt: diese Fälle sollten einem Profi überlassen werden.
  2. Die Folie auf der Tür überstreichen. Dabei muss lediglich darauf geachtet werden, dass ein Anstrich verwendet wird, der auf Kunststoff hält. Da heute die meisten Farben mit Wasser verdünnbar sind, sollte vorher probiert werden, ob die Oberfläche der Tür damit überstreichbar ist. Besser ist es jedoch, einen lösungsmittelhaltigen Anstrich zu verwenden. Hier empfiehlt sich allerdings der Test, ob das Dekor angegriffen wird. Die Kunststoffoberfläche kann mit feinem Sandpapier leicht angeschliffen werden, um die Tragfähigkeit zu erhöhen.
  3. Die angeschlagene Folie komplett wegschleifen und auch alle Schleifreste entfernen. Die zum Vorschein kommende Sperrholz- oder Spanplatte muss mit Tiefengrund imprägniert, dann mit verdünnter Farbe ein- bis zweimal gestrichen werden. Anschließend kann der Deckanstrich aufgebracht werden.

Eisentüren

Eine solche Eisentür wird in Garagen, Kellern oder als Feuerschutztür eingebaut. Foto: naphtalina / iStock

Eisentüren dienen meist als Garagentür oder als Feuerschutz zu Kellern, Dachböden oder Werkstätten. Auch sie brauchen ab und an einen neuen Anstrich. Manchmal reicht das Anlaugen, doch in den meisten Fällen muss die Farbe komplett entfernt werden. Man bevorzugt vorsichtiges Abbrennen, wenn die Tür verzinkt ist, oder das Abbeizen mit nicht allzu aggressiven Laugen. Mit Säuren und Schleifmitteln darf bei verzinktem Stahl auf keinen Fall gearbeitet werden.

Bei unbehandelten Stahltüren wird meist geschliffen, insbesondere dann, wenn Roststellen vorhanden sind. Dafür nimmt man kein grobes Sandpapier oder Schleifleinen, sondern beginnt mit einer mittleren Größe, damit keinesfalls Riefen im Metall entstehen. Hat man dennoch eine Scharte verursacht, schließt man sie mit feinem Spachtel und wartet, bis die Masse ausgehärtet ist.

Finden sich Rostspuren oder sogar ganze Rostnester, müssen sie vollständig weggeschliffen werden. Danach kann man sie ebenfalls verspachteln.

Bei Eisen- oder Stahltüren empfehlen sich immer mindestens zwei Anstriche: zuerst eine Grundierung, dann eine deckende Lackschicht. Einige Hersteller bieten Anstriche für Metalle an, die drei Zwecken gleichzeitig dienen sollen: sie bilden ihren eigenen Haftgrund, schützen gegen Rost und sind auch noch der deckende Schlussanstrich. Eine große Dose mit 750 ml Inhalt gibt’s ab etwa 15 Euro. Drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, klingt verheißungsvoll; allerdings muss jeder Anwender für sich entscheiden, ob ihm das Produkt zusagt. Im Zweifelsfall muss der traditionelle Weg gegangen werden: erst grundieren, dann lackieren.

Wer es nicht mit Roststellen, sondern nur mit den üblichen Verwitterungserscheinungen zu tun hat, kann zur 2-in-1-Farbe greifen. Sie ist Grundierung und Decklack in einem. Allerdings ist es dennoch ratsam, zweimal zu streichen. Wer verzinkte Bauteile streichen will, muss konsequent darauf achten, dass der Anstrich dafür geeignet ist. Das lässt sich meist schon auf der Verpackung erkennen; dort werden die geeigneten Untergründe genannt.

Farbauftrag: streichen, spritzen oder rollen?

Bei allen Türen und bei fast allen Farbarten gibt es verschiedene Techniken des Farbauftrags: Streichen, Spritzen, Rollen und Sprühen.

Wer eine Farbspritzpistole hat oder sie sich leihen kann, kann damit recht fix Türen neu einfärben. Foto: photovs / iStock

Spritzen

Wer größere Flächen zu lackieren hat, fährt mit Spritzen am besten. Es geht sehr schnell und bietet – richtig ausgeführt – das beste Ergebnis. Allerdings benötigt man eine elektrische oder mit Kompressor betriebene Spritzpistole. Um gelegentlich die eine oder andere Tür zu streichen, lohnt sich die Anschaffung eher nicht. Außerdem ist es nicht immer einfach, die Spritzdüse richtig einzustellen, denn die Farbe darf weder zu dick noch zu dünn aufgetragen werden. Die meisten Farben sind heute wasserverdünnbar, so dass sich der Farbbecher und die Spritzpistole leicht reinigen lassen – vorausgesetzt, man erledigt das sofort. Wenn das nicht geht, können beide in einen Eimer Wasser aufgeweicht werden, bevor sie später gründlich gereinigt werden.

Sprühen

Wer über Erfahrungen mit dem Sprühen verfügt und nichts gegen geringe Mengen an Lösungsmitteln hat, kann Sprühdosen verwenden. Sie müssen vor der Verwendung wenigstens eine Minute geschüttelt werden. Hochglanzlacke aufzutragen, ist dabei nicht immer einfach: man sollte unbedingt den richtigen Abstand einhalten, nämlich 25 bis 30 Zentimeter. Gesprüht wird immer in mehreren Arbeitsgängen, kontinuierlich und in geraden Zügen. Die Türen sollten dabei am besten flach liegen, denn Sprühfarbe ist verhältnismäßig dünnflüssig. Das hießt, dass die Farbe schnell an der Tür runterläuft und so Unebenheiten bildet. Vorsicht ist geboten, wenn eine Dose zur Neige geht: Dann können bei zu geringem Druck statt des Nebels auch Tröpfchen abgesprüht werden.

Rollen

Türen können auch mit dem Farbroller neu gestrichen werden. Foto: Heiko Küverling / stock.adobe.com

Gerade bei Hochglanzlacken lässt sich mit feinen Rollen aus Polyamidgarn oder Schaumstoff gut arbeiten und das Ergebnis stimmt auch. Für gröbere Strukturen oder dicke Schichten nimmt man Velourrollen oder so genannte Lammfellrollen. Anders als beim Pinseln wird die Farbe beim Walzen besser verschlichtet, beziehungsweise ineinander verwischt. Dennoch muss auch hier zügig gearbeitet werden, damit man später nicht erkennt, wo die Rolle erneut angesetzt wurde. Lackierwalzen, die an den Seiten abgerundet sind, hinterlassen keine harten Übergänge. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist auch eine Farbwanne mit schräger, geriffelter Abrollfläche. Nur so kann überschüssige Farbe von der Rolle abgestreift, aber gleichzeitig rundum gleichmäßig benetzt werden.

Streichen ist die klassische Technik, um einer Tür einen neuen Anstrich zu verpassen. Foto: BanksPhotos / iStock

Streichen

Als klassische Technik ist sie jedem geläufig. Ein häufiger Fehler besteht darin, billige Pinsel zu verwenden. Wer erst beim Streichen bemerkt, dass sie oft unter Haarausfall leiden, ist schnell genervt. Generell gilt: je feiner das Pinselhaar, desto besser lässt sich die Farbe verstreichen. Neben Tierhaaren werden heute oft Kunststoff-Borsten verwendet. Die Pinsel sind zwar meist recht preiswert, streichen aber recht grob, wenn die Borsten zu dick sind. Bei glatten Türen streicht man am besten und schnellsten mit feinen Flachpinseln. Ringpinsel dagegen eignen sich besonders für Türen mit Glaseinsätzen und Verzierungen sowie für die Zarge.