Solarstrom: Die drei besten Tipps

Lesermeinungen:  

(8)

Sicher wie das Sparbuch und oft sogar mehr Rendite als Aktienfonds: Das ist die bisherige Bilanz der Solarförderung. Trotz Förderungs-Kürzungen lässt sich mit Solarstrom allerdings immer noch Rendite erwirtschaften.

Solarstrom, Photovoltaik, Tipps, Foto: Aleo Solar
Die Erzeugung von Solarstrom wird in Zukunft immer weniger gefördert, lohnt sich aber dennoch. Foto: Aleo Solar Foto: Aleo Solar

„Der Strom kommt aus der Steckdose“ war einer der zentralen, provokativen Sätze der grauen Anfangszeit dessen, was heute unter Energiewende zu verstehen ist. Damals ging es darum auf Umweltaspekte aufmerksam zu machen. Heute wird kaum ein Mensch die umweltschädlichen Einflüsse der herkömmlichen, fossilen Stromerzeugung mehr leugnen. Daher ist nun eher die Frage: Wie kommt der Strom in die Steckdose – und das besonders günstig und grün. Solarstrom, erzeugt durch Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Hausdach, bietet eine Möglichkeit, seinen Strom „selbst“ zu erzeugen und so zum Selbstversorger oder sogar zum kleinen Energieversorger zu werden.

Solarstrom – einige Grundlagen

Solarstrom wird durch Photovoltaikanlagen produziert. Dabei wird Sonnenlicht in Gleichstrom umgewandelt. Dieser Strom kann entweder für den Eigenbedarf genutzt oder aber in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Im letzteren Fall zahlt der Betreiber dem Inhaber der Photovoltaikanlage eine Einspeisevergütung. Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten: Die Solarzelle ist das Teil, das aus Sonnenenergie Solarstrom gewinnt. Mehrere Solarzellen sind in einem Solarmodul zusammengefasst und zum Schutz vor äußeren Einflüssen in ein Kunststoffbett eingefügt und mit einem Spezialglas abgedeckt. In der Regel kommen mehrere Solarmodule zum Einsatz, die zusammen den so genannten Solargenerator bilden. Der Wechselrichter schließlich ist dafür notwendig, den erzeugten Solarstrom nutzbar zu machen oder für die Einspeisung in das Netz aufzubereiten.

Tipp 1: Auf die Ausrichtung kommt es an

Sonnenenergie ist gratis – so die Idee hinter der Erzeugung von Solarstrom mit Hilfe von Photovoltaikanlagen. Wie viel Energie Hausbesitzer der Sonne mit einer solchen Anlage entlocken können, hängt jedoch ganz maßgeblich von den folgenden Faktoren ab: 

  • Zunächst einmal kommt  es auf die Größe der Photovoltaikanlage an. Die Größe des Daches ist hierbei eine natürliche Grenze. Daher gilt: je größer die vorhandene Dachfläche, desto größer die potentielle Ausbeute an Solarstrom.
  • Auch Ausrichtung und Neigung des Daches spielen eine entscheidende Rolle: Je länger die genutzte Dachfläche und damit die Photovoltaikanlage im Tagesverlauf der Sonne ausgesetzt ist, desto mehr Solarstrom kann gewonnen werden.
  • Schließlich kommt es auch auf die geografische Lage an. Denn die Globalstrahlung ist im Süden höher als im Norden.

Tipp 2: Förderung und Ertrag von Photovoltaikanlagen

Die Kosten für eine Photovoltaikanlage bewegen sich in aller Regel im fünfstelligen Bereich. Für die Finanzierung bieten zahlreiche Banken spezielle Photovoltaik-Kredite an. Diese zeichnen sich durch besondere Konditionen und Laufzeiten aus. Daneben besteht die Möglichkeit, eines der Programme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zu nutzen. Hier sind die tilgungsfreien Anfangsjahre besonders reizvoll. Wer seine Photovoltaikanlage nicht ausschließlich zur Deckung des Eigenbedarfs nutzt, spart nicht nur Energiekosten, sondern verdient sogar noch Geld. Zugegeben sind die absoluten Boomzeiten hier vorüber. Reizvoll kann die Rendite trotzdem sein. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt neben der maximalen Leistung der Photovoltaikanlage auch davon ab, wo diese installiert wurde.

Tipp 3: Nicht am Wechselrichter sparen

Die Solarzellen der Photovoltaikmodule erzeugen ausschließlich Gleichstrom. Damit dieser ins Netz eingespeist werden kann, muss eine Umwandlung in Wechselstrom erfolgen. Diese Aufgabe übernimmt der Wechselrichter. Damit ist dieser eine zentrale Komponente einer jeden Photovoltaikanlage. Entsprechend hoch ist auch der Preis von Wechselrichtern. Die Kosten betragen zwischen zehn und 15 Prozent der Gesamtkosten für eine Photovoltaikanlage, die Lebensdauer hingegen ist mit rund zehn Jahren geringer als die der Gesamtanlage. Trotzdem sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen, denn ein suboptimaler Wechselrichter führt zu hohen Energieverlusten bei der Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom und damit zu Renditeverlusten.

Mit dem kostenlosen Photovoltaikrechner auf bauen.de schnell und einfach berechnen, ob sich die Investition in eine Solaranlage lohnt. Geben Sie einfach Form, Neigung und Ausrichtung Ihres Daches sowie die nutzbare Fläche ein, schon liefert Ihnen der Rechner ein Ergebnis.

Jetzt berechnen

Ihre Meinung zählt

(8)
3.6 von 5 Sternen
5 Sterne
 
2
4 Sterne
 
3
3 Sterne
 
1
2 Sterne
 
2
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Photovoltaik

Energiewende für Hausbesitzer: Solarstromspeicher

Selbst erzeugter Solarstrom ist billiger als gekaufter Kohlestrom. Um ersteren jedoch besser nutzen zu können, ist ein üppiger Solar-Akku nötig. weiterlesen

Solarmodule: Indachmontage

Die Indachmontage von Solarmodulen spart Dachziegel und bietet vor allem ästhetische Vorteile. weiterlesen

Fotovoltaik, Wärmepumpe, Speicher

Wärmepumpe und Fotovoltaik kombinieren

Eine Fotovoltaikanlage mit einer Wärmepumpe zu kombinieren kann sinnvoll sein – auch wenn die Sonne im Winter selten scheint. weiterlesen

Neuen Kommentar schreiben

1 Kommentar

Michi Sellem am 15.07.2016 11:06

Solaranlagen sind etwas so Tolles. Super Beitrag, laut solarleuchten-test.de/ muss man aber auch die Pflege und die ausreichende Belichtung beachten, damit die Solaranlagen (egal ob auf dem Dach oder im Garten) arbeiten können. Oft... mehr

auf Kommentar antworten