Terrassenboden im Einklang mit der Natur

Eine Terrasse mit Holzboden wirkt warm, natürlich und einladend. Bei der Auswahl des richtigen Holzes für den Terrassenboden kommt es jedoch nicht nur auf den individuellen Geschmack, sondern auch auf die Eignung der Holzart an. Diese sollte besonders robust sein, um wechselnden Wetterbedingungen und Schädlingen standhalten zu können.

Den ersten warmen Sommermorgen bei einem Frühstück auf der Terrasse zu genießen, gehört zu den schönsten Seiten der heißen Jahreszeit. Allerdings sollte man sich dafür auch auf der Terrasse wohl fühlen. Ein Terrassenboden aus Holz fügt sich nicht nur nahtlos in die natürliche Umgebung des Gartens ein, der ökologische Baustoff hat auch nur eine geringe thermische Leitfähigkeit und heizt sich aufgrund dessen auch in der prallen Mittagssonne nur wenig auf. Doch nicht jede Holzart eignet sich als Baumaterial für den Außenbereich.

Geeignete Holzarten für den Terrassenboden

Um als Terrassenboden infrage zu kommen, muss die Holzart spezielle Eigenschaften mitbringen: Sie sollte nicht nur wetterbeständig, unempfindlich gegen Schädlinge wie Pilze und Insekten und strapazierfähig sein, sondern auch pflegeleicht. Diese Vorzüge bringen vor allem Tropenhölzer wie Bangkirai, Teak oder Mahagoni mit. Da der Kauf dieser Hölzer jedoch eine vermehrte Abholzung des tropischen Regenwaldes nach sich zieht, entscheiden sich viele Terrassenbesitzer aus ökologischen Gründen für einheimische Harthölzer. Für den Einsatz im Außenbereich eignen sich hier am ehesten Douglasie, Eiche, Edelkastanie, Lärche und Robinie.

Resistenzklassen von Hölzern

Hölzer sind in verschiedene Resistenzklassen eingeteilt. Diese definieren ihre Widerstandsfähigkeit gegen schädliche Mikroorganismen und reichen von der höchsten Resistenzklasse eins für sehr dauerhaft bis zur niedrigsten Resistenzklasse fünf für nicht dauerhaft. Während die meisten Tropenhölzer der Klasse eins angehören, findet man als widerstandsfähigstes einheimisches Hartholz die Robinie in der Resistenzklasse eins bis zwei. Der zweiten Klasse „dauerhaft“ gehören hingegen die Eiche und die Edelkastanie an. Lärche und Douglasie fallen zwar nur in die Resistenzklasse drei bis vier für wenig dauerhaft bis mäßig dauerhaft, allerdings kann ihre Widerstandsfähigkeit mit einer Thermobehandlung, bei der sie durch kontrolliertes Erhitzen beständiger gegen Fäulnis und Verwitterung gemacht werden, und den richtigen Pflegemaßnahmen erheblich verbessert werden.

Pflege des Bodens durch Holzschutzmaßnahmen

Unbehandelte Hölzer, die jahrzehntelang regelmäßig Sonne, Wind und Regen ausgesetzt sind, verwittern nicht nur schnell und nehmen eine silbergraue Färbung an, es nisten sich auch vermehrt Schädlinge ein. Um ein Verfärben der Hölzer oder einen Fäulnisprozess zu verhindern, sind spezielle Holzpflegemaßnahmen für Terrassenböden nötig. Zuerst sollten die Bretter mit einem Terrassenreiniger und einer Bürste von Moos und Verschmutzungen befreit werden. Danach folgt die Pflege mit einem umweltfreundlichen Terrassenöl. Dieses dringt tief in das Holz ein und bildet einen Wasser und UV-Licht abweisenden Schutzfilm. Diese Maßnahme muss etwa alle ein bis zwei Jahre wiederholt werden, um den Schutz durchgehend aufrecht zu erhalten. Wichtig ist zudem darauf zu achten, dass das Öl für die spezielle Holzart geeignet ist. Andernfalls kann es zu unerwünschten Verfärbungen des Terrassenbodens kommen.


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