Muskelhypothek: Eigene Kraft nicht überschätzen

Bauen in Eigenregie: die Möglichkeiten sollten wohl bedacht werden. Foto: djd/Bauherren-Schutzbund
(bauen.de) - Die sogenannte Muskelhypothek macht für viele den Wunsch nach dem Eigenheim erst realistisch, heißt es. Doch sind massive Einsparungen durch Eigenleistungen überhaupt realistisch? Oft nicht, gibt der Bauherren-Schutzbund zu bedenken. Denn wer bei den meisten Gewerken selbst Hand anlegen will, kann ohne Weiteres mit einem Arbeitsaufwand von 1.000 oder mehr Stunden rechnen. 1.000 Stunden bedeuten: ein Jahr lang jede Woche rund 20 bis 25 Stunden malochen. Wer seinen familiären und beruflichen Verpflichtungen weiter nachkommen will, könnte damit etwas überfordert sein.
Einfache Gewerke sind für Selbermacher gut geeignet
Auch besteht das Risiko, dass es wegen Krankheit zu Verzögerungen kommt. Die Miete muss während der Bauzeit trotzdem weitergezahlt werden, damit schrumpft der finanzielle Vorteil, wenn sich der Einzug ins Eigenheim verzögert. Dennoch ist gegen ein sinnvolles Maß an Eigenarbeit nichts einzuwenden: Malerarbeiten, das Verlegen von Laminat oder Parkett und das Gestalten der Außenanlage sind überschaubare Gewerke. Letzteres kann zudem auch noch nach dem Einzug erledigt werden.
Kostenlose Hilfe von Freunden muss versichert werden
Wer Verwandte oder Freunde als Helfer einspannt, muss diese zudem bei der Bau-Berufsgenossenschaft anmelden. Die ersten 39 Stunden sind diese kostenlos versichert. Ab der 40. Fremd-Arbeitsstunde fallen Kosten für die Versicherung gegen Arbeitsunfälle an. Der Versicherungsschutz ist auch notwendig: denn im schlimmsten Fall bedeutet ein schwerer Arbeitsunfall den finanziellen Ruin des Bauherrn.
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