Dacheindeckung - Dach eindecken und decken

Schiefer - edel, aber nicht ganz billig

Dächer aus Schiefer sind oft aufwändig und teuer. Allerdings sind sie haltbar und die Optik des Naturmaterials ist edel.

von Frank Kemter
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Auch modern gestalteten Häusern steht die edle Optik von Schiefer gut.
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Der Blick von oben offenbart die ruhige und edle Wirkung der Dachlandschaft aus Schiefer.
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Schiefer ist eines der ältesten Materialen, mit denen ein Dach gedeckt wird. Fotos: Rathscheck Schiefer

Schiefer ist ein Naturstein, der sich innerhalb von Millionen von Jahren durch Hitze und Druck aus tonhaltigem Gestein gebildet hat. Er besteht aus parallel ausgerichteten Schichten, deshalb ist Schiefer spaltbar. Diese abgespaltenen Schichten bilden das Ausgangsmaterial für Schieferschindeln für die Dacheindeckung, welche noch in Form geschlagen werden müssen.

Aufwendige Verlegung und hoher Preis

Schiefer ist eines der ältesten Materialen, mit denen ein Dach gedeckt wird. Im Mittelalter war es gerade bei repräsentativen Gebäuden und Fachwerkhäusern weit verbreitet. Heutzutage sind Dächer aus Schiefer zumindest bei Neubauten eher selten anzutreffen, vor allem weil sie wegen der aufwendigen Verlegung und des Materials teurer sind als Dachdeckungen aus Ziegel oder Betondachsteinen. So müssen die Schindeln aus Schiefer zum Beispiel mit feuerverzinkten Schiefernägeln befestigt werden. Seit einiger Zeit erlebt das Material eine kleine Renaissance: Manche Hersteller haben neue Formen und einfachere Deckarten entwickelt, um wettbewerbsfähige Preise anbieten zu können.

Decktechnik bestimmt den Preis

Denn vor allem die Decktechnik bestimmt den Preis eines Dachs aus Schiefer: Die klassische Altdeutsche Deckung mit unterschiedlich großen Steinen ist etwa doppelt so teuer wie die Universaldeckung, die aus quadratischen Steinen besteht, die an einer Ecke abgerundet sind. Besonders aufwendig ist die so genannte wilde Deckung: Bei dieser wird jeder einzelne Schieferstein individuell vom Dachdecker vor Ort in Form geschlagen.

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