Dachformen - die richtige Dachform finden

Mansarddach: Mehr Wohnraum unterm Dach

Der größte Vorteil eines Mansarddachs: Viel Platz im Obergeschoss. Allerdings sind Mansarddächer in ihrer Konstruktion aufwendiger als zum Beispiel Satteldächer.

von Frank Kemter
Mansarddach, Dachform
Das Mansarddach steht repräsentativen Villen gut. Foto: Hanse-Haus

Ein Mansarddach ist ein zweigeteiltes Dach, dessen unterer Teil abgeknickt ist und dadurch sehr steil verläuft, während die obere Dachhälfte wesentlich stärker angewinkelt ist. Wegen der wesentlich steileren Neigung im unteren Bereich verfügt dieser Teil des Dachs über fast genauso viel Wohnfläche wie die Stockwerke darunter. Übrigens: Sind alle vier Seiten des Dachs so gebaut, spricht man von einem Mansardwalmdach.

Villa mit Mansarddach: Exklusiver Touch

Viele alte Stadthäuser und Villen haben ein Mansarddach und auch heute noch wird es manchmal ebaut, um einem Haus einen eleganten und exklusiven Touch zu geben. Dabei waren es vor allem praktische Erwägungen, die zur Entwicklung dieser Dachform führten: Neben dem größeren Platzangebot war es in der Vergangenheit auch steuerlich interessant: Denn früher wurde die Grundsteuer von Häusern nach der Zahl der Vollgeschosse berechnet. Und ein Mansarddach zählte damals nicht als Vollgeschoss. Deshalb wurden viele große Mehrfamilienhäuser um die vorletzte Jahrhundertwende, aber auch noch später, mit dieser Dachform errichtet.

Dass man heute nur noch selten Mansardendächer baut, hat auch mit dem höheren Aufwand zu tun: Denn solche Dächer sind wesentlich komplexer und damit teurer als zum Beispiel ein Satteldach. Und auch baurechtlich dürfen Häuser mit dieser Dachform nicht überall errichtet werden. Wer aber das Außergewöhnliche sucht und bereit ist, die höheren Kosten zu tragen, kann mit einem Mansarddach richtig liegen.

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