Dachformen - die richtige Dachform finden

Pultdach: Individuelle Dachlandschaften für moderne Häuser

Durch seine vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ist das Pultdach vor allem für moderne Häuser beliebt. Ein Vorteil der einfach geneigten Form: Sie verhilft zu großzügigem Wohnraum unter dem Dach.

von Katrin Hausmann
Pultdach, Haus, Pultdächer
Das Pultdach ist nunmehr auch bei Wohnhäusern beliebt. Werden mehrere Flächen miteinander kombiniert, entstehen individuelle Dachlandschaften. Foto: www.dach.de

Das Pultdach gehört nicht zu den klassischen Dachformen für Wohnhäuser. Lange Zeit wurde es ausschließlich für Nebengebäude, Garagen und Fabrikhallen genutzt. Doch immer häufiger ist das einseitig geneigte Dach auch auf Wohnhäusern zu finden. 

Dachform und Varianten

Ein Pultdach besteht aus einer einseitig geneigten Dachfläche, deren untere Kante als Dachtraufe bezeichnet wird. Der Dachfirst bildet den oberen Abschluss des Dachs. Die Dachfläche, meist zur Wetterseite gerichtet, schützt das Haus vor Witterungseinflüssen wie Wind, Regen und Schnee.

Designer und Architekten kombinieren ein Pultdach meist mit einem modernen Baustil. Neben der einfachen Konstruktion gibt es auch das Doppel-Pultdach, das über zwei zusammengesetzte Dachflächen verfügt. Dieses eignet sich besonders, wenn es im Haus mehrere, zueinander versetzte Wohnebenen gibt. Außerdem kann mit mehreren, ineinander verschachtelten Pultdächern eine ganz individuelle Dachlandschaft angelegt werden.

Vorteil: Wenig Wohnraum geht verloren

Die größten Vorteile birgt das Pultdach bei geringer Neigung:

  • Je nach Neigung des Dachs ist das Obergeschoss nahezu frei von Dachschrägen, die Räume können so vollwertig genutzt werden. Auf der Firstseite ist die Raumhöhe am größten. Hier gibt es Platz für architektonische Spielereien, etwa eine offene Galerie.
  • Durch die nur einseitig geneigte Fläche eignen sich vor allem für die Giebelwand standardisierte Fenster. Hersteller planen hier meist große Fensterflächen, um auch im Obergeschoss sonnendurchflutete Räume zu schaffen. Indem ein Lichtband am Giebelstreifen eines Doppel-Pultdachs eingebaut wird, können Bauherren die Lichtverhältnisse zusätzlich verbessern. Bei Dächern, die nach zwei Seiten geneigt sind, müssen Bauherren hingegen auf Dachfenster zurückgreifen, um den Wohnraum heller zu machen.
  • Aufgrund der einfachen Dachneigung kann eine Solaranlage gut betrieben werden. Voraussetzung: Das Dach verfügt über den erforderlichen leichten Neigungswinkel.
  • Regenwasser und Schnee können über ein einseitig geneigtes Dach einfach aufgefangen und weiterverwendet werden. Aber: Gerade bei geringer Dachneigung trocknet die Dachfläche eines Pultdachs langsamer als beispielsweise die eines Satteldachs mit steiler Neigung. Daher sollte fachgerecht abgedichtet werden.

Pultdach: Materialien für die Dacheindeckung

Für die Eindeckung können fast alle Materialien verwendet werden: Ziegel und Schieferplatten eignen sich fürs Pultdach genauso wie eine Bitumenschicht oder Metall. Gerade für gering geneigte Flächen ist eine Dachbegrünung zu empfehlen, denn sie kann die Abdichtung deutlich verbessern.

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