Instandhaltung - Dach schützen, erhalten und sanieren
Nicht nur wenn Google Maps einen Blick auf das eigene Dach wirft, machen verschmutzte Ziegel einen schlechten Eindruck. Eine Dachbeschichtung kann eine preiswerte Maßnahme sein, das Dach im neuen Glanz erscheinen zu lassen.
von Jörg WellbrockMoos und Schmutz tragen dazu bei, dass der Gesamteindruck der eigenen vier Wände leidet. Verschmutzung tut ihr Übriges, dass die Lebensdauer der Dachpfannen verkürzt wird. Eine Dachbeschichtung ist zwar oft die Lösung, aber nicht immer sinnvoll. Ist die Schädigung schon zu weit fortgeschritten, kann manchmal nur noch eine komplette Dachsanierung helfen. Doch wer sich die erspart, merkt das auch im Portemonnaie. So können die Dachpfannen oft erhalten bleiben und durch den Gebrauch von Farbe auch optisch aufgewertet werden.
Neben den Bestandteilen wie Dachsparren oder Unterspannbahnen muss auch der Dachstuhl weitgehend intakt sein, um eine Dachbeschichtung erfolgreich durchführen zu können. Dem Dachstuhl kommt eine wichtige Bedeutung zu, und er ist mehr als nur die Ansammlung von Stützbalken. Während beim Neubau der Dachstuhl meist von Profis gebaut wird, können bei einem bestehenden Dachstuhl kleinere Reparaturarbeiten auch vom geübten Heimwerker vorgenommen werden. Dabei gilt aber immer: Sicherheit sollte an erster Stelle stehen.
Nach der Überprüfung der Frage, ob eine Neueindeckung des Daches vermieden werden kann, kann die Dachbeschichtung beginnen. Dabei muss man wissen, dass Materialien wie Betonpfannen oder Faserzementplatten meist leicht zu versiegeln sind. Tonziegel dürfen keinesfalls Abplatzungen haben, dann sind sie unbrauchbar. Und noch ein interessanter Punkt: Ein Ziegeldach darf nicht zu neu sein. Da junge Ziegel anteilig Schwefel enthalten, sind sie für die Dachbeschichtung ungeeignet. Sinnvoll ist sie deshalb nur bei älteren Dächern.
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