Dachfenster - Einbau und Kosten

Einfachverglasung

Alt, charmant aber energetisch bedenklich. Großflächige Einfachverglasung kann für enorm hohe Heizkosten sorgen.

von Frank Kemter

In uralten, unsanierten Häusern sieht man sie bisweilen noch, alte, einfach verglaste Fenster. Die Wärmeisolierung der Einfachverglasung hält heutigen Anforderungen in keiner Weise stand - der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), der den Wärmeverlust angibt, ist bei Einfachverglasung etwa fünfmal höher als bei modernen Wärmeschutzverglasungen. Einfach-Fenster waren allerdings schon lange vor der Nachkriegszeit keineswegs Standard. Aus Wärmeschutzgründen wurden bereits vor über 100 Jahren oft Kastenfenster eingebaut.

Einfachverglasung: hohe Heizkosten

Man sieht sie noch heute an vielen Gründerzeit- und Jugendstilhäusern. Einscheibenverglaste Fenster findet man hingegen manchmal noch an historischen Bauernhäusern - oft sind diese Fenster in ihren Abmessungen klein, denn auch unsere Ahnen mussten Energie sparen. Falsche Sparsamkeit dagegen gab es bisweilen an alten Mehrfamilienhäusern, die einst für eher arme Bevölkerungsschichten errichtet wurden - dort mussten manchmal preiswerte Einfachverglasung reichen, die oft viel größer in ihren Abmessungen waren als die von alten Bauernhäusern. Die allermeisten Fenster wurden inzwischen zwar ersetzt. Doch dort, wo sie noch eingebaut sind, müssen die Bewohner hohe Heizkosten zahlen.

Nicht immer wollen Besitzer alter Häuser mit Einfachverglasung die historische Bausubstanz gegen moderne Iso-Fenster ersetzen. Eine Lösung: Der nachträgliche Einbau von Energiespar-Vorsatzscheiben, die die isolierende Wirkung erheblich verbessern, wenngleich aber nicht das Niveau von modernen Fenstern erreicht wird. Dafür kann der Einbau solcher Vorsatzscheiben günstiger sein als der Komplettaustausch.

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von Hans | am 10-02-2011 | 1 Antwort
von bac100 | am 12-04-2010 | 1 Antwort
von posi1104 | am 13-02-2010 | Keine Antwort
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