Dachfenster - Einbau und Kosten

Isolierverglasung

Zweischeiben-Isolierverglasung ist heute Standard beim Neubau oder beim Fenstertausch im Altbau. Solche Fenster halten die Wärme besser in der Wohnung als veraltete Einfach-Fenster.

von Frank Kemter

Umgangssprachlich wird oft der Begriff Doppelverglasung verwendet, wenn Isolierverglasung gemeint ist. Bei einer Doppelverglasung handelt es sich aber nur um zwei einfach verglaste, miteinander verbundene Fensterflügel, die zwar durch die (nicht völlig abgedichtete) Luftschicht zwischen den Scheiben bessere Wärmedämmwerte aufweisen als Einfachverglasungen, jedoch nicht an die Dämmwerte einer Isolierverglasung herankommen.

Zweischeiben-Isolierverglasung verfügt über nur einen Fensterflügel mit zwei Scheiben. Bei einer modernen Isolierverglasung, die bei den heute guten Dämmwerten auch Wärmeschutzverglasung genannt wird, befindet sich zwischen den beiden Gläsern Edelgas mit geringer Wärmeleitfähigkeit und entsprechend höheren Werten bei der Wärmedämmung. Wärmeschutzfenster werden hermetisch abgedichtet, so dass dieses Gas auch dauerhaft nicht entweichen kann. Außerdem können Beschichtungen der Gläser (Metalldampfbeschichtung) spezielle Effekte haben: Das ungewollte Aufheizen im Sommer wird verhindert, es gibt solare Zugewinne im Winter.

Heizkosten sparen mit Isolierverglasung

Ein Anhaltspunkt dafür, ob ein Fenster für niedrige Heizkosten sorgt oder nicht, ist der so genannte U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient U). Er ist ein Maß dafür, wie schnell die Wärme von der einen Seite (beheizter Wohnraum) zur anderen Seite (kalte Außenluft) gelangt. Alte Einfachfenster haben einen U-Wert von meist über fünf, Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung hat heute eine U-Wert von 1,1. Noch bessere Werte von 0,8 erreicht die auch in Passivhäusern verwendeten Dreischeiben-Isolierverglasung.

Zum Thema auf bauen.de
Fragen zum Thema
577 von 723 Ratgeber
 

© Immowelt AG 2012   ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!

Feedback abgeben