Gaube - die Alternative zum Dachfenster
Wer seinen Dachboden ausbaut, gewinnt bisher ungenutzten Wohnraum. Um für ausreichend Lichteinfall zu sorgen, bieten sich Dacherker an.
von Astrid Albrecht-SierlejaVorbei sind die Zeiten, in denen Gauben und Dacherker lediglich der Lüftung von Dachböden dienten. Heute werden diese Alternativen zu Dachfenstern eingesetzt, wenn die Dachkonstruktion den Einbau dieses architektonischen und platzschaffenden Details fordert oder anbietet.
Ein Dacherker zeichnet sich dadurch aus, dass seine Frontseite senkrecht über der Außenwand steht. Da es sich beim nachträglichen Einbau von Dacherkern um eine durchgreifende Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes handelt, muss geklärt werden, ob entsprechende Genehmigungen bei der zuständigen Baubehörde eingeholt werden müssen.
Bei der Eindeckung von Dacherkern stehen unterschiedliche Varianten zur Verfügung, die mit dem Fachmann besprochen werden müssen: Zur Verfügung steht ein breit gefächertes Sortiment an unterschiedlichen Dachpfannen, aber auch witterungsbeständiges Titanzink oder edler Schiefer. Doch nicht nur der individuelle Geschmack des Eigenheimbesitzers spielt eine Rolle, sondern auch die Verarbeitung der Eindeckung des Hauptdaches mit dem Übergang zum Dacherker.
Gern werden klassische Schleppgauben als Dacherker eingesetzt. Vielfältig sind auch hier die Materialien, die verwendet werden können. Kupfer erweist sich als form- und witterungsbeständiges Material, das sich problemlos an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten anpassen kann. Die Patina dieses edlen Werkstoffes gibt dem Dacherker ein extravagantes Aussehen und noch nach Jahrzehnten verliert Kupfer nicht an Reiz.
Bei Walm-, Sattel- oder Giebelgauben kommen in der Regel die gleichen Materialien zum Einsatz wie beim übrigen Dach. Um den Dacherker optisch in das Gesamtbild einzufügen, werden an den seitlichen Flächen in der Regel kleinformatige Eindeckmaterialien verwendet. Um für eine entsprechende Dichtigkeit an den Übergängen zu sorgen, ist hier der Handwerker besonders gefordert. In der Regel ist der Einbau dieses besonderen gestalterischen Elementes auch teurer als der Einbau eines herkömmlichen Dachfensters.
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