Do-it-yourself Zwischensparrendämmung: Nachträgliche Dachdämmung selbst gemacht

Sei es um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung zu erfüllen, oder um unter dem Dach neuen Wohnraum zu schaffen: Wer sein Dachgeschoss nachträglich dämmen will, entscheidet sich üblicherweise für die Zwischensparrendämmung. Vom Aufdoppeln der Dachsparren über das Einziehen der Unterspannfolie bis hin zur tatsächlichen Dämmung – vieles kann der Heimwerker selbst erledigen.

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Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net
Sorgfältiges Arbeiten ist bei Zwischensparrendämmung Pflicht – und zu zweit arbeitet es sich leichter. Foto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net Foto: KfW/photothek.net

Mit dem Ausbau des Dachgeschosses kann zusätzlicher Wohnraum gewonnen werden. Dabei können geübte Heimwerker eine Menge Geld sparen, wenn sie beispielsweise die Dachdämmung selbst vornehmen. Hier gilt: Die Arbeiten an sich sind nicht allzu schwer, müssen aber ausgesprochen sorgfältig ausgeführt werden, um spätere Bauschäden zu verhindern.

Do-it-yourself: Aufdopplung der Dachsparren

Sollen die vom Gesetzgeber vorgegebenen Dämmwerte erfüllt werden, müssen bei der nachträglichen Dachdämmung von innen für gewöhnlich die Dachsparren aufgedoppelt werden.

Die meisten Dachsparren sind nur etwa 14 bis 16 Zentimeter dick, in Altbauten wie zum Beispiel auch in Fachwerkhäusern gelegentlich sogar nur 10 oder 12 Zentimeter. Da viele Dämmstoffe der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 bis 040 angehören, müssen sie jedoch mit einer Dicke von 20 bis 24 Zentimetern verbaut werden, um die geforderte Dämmwirkung zu erreichen. Mit einer Aufdopplung der Dachsparren lässt sich die nötige Tiefe erreichen.


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Info

Abhängig von ihrer Wärmeleitfähigkeit und ihrem Wärmedurchgangskoeffizienten werden Dämmstoffe in verschiedene Gruppen klassifiziert. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung.

Heimwerkern kann der Wert als Kaufhilfe dienen: Die meisten Produkte sind damit gekennzeichnet.

Dabei können sich Heimwerker zwischen zwei Varianten entscheiden:

  • Die einfache Lösung ist, direkt auf den Sparren ein Kantholz (6 mal 8 Zentimeter) aufzuschrauben und so die nötige Sparrentiefe zu erreichen.
  • Die aufwendigere Variante ist es, links und rechts neben dem Sparren jeweils ein Brett zu befestigen und dieses sorgfältig auszurichten.

Experten-Tipp

Dämmdicke lieber größer dimensionieren: Wenn nicht nur 24 Zentimeter sondern 30 möglich sind, bauen Sie lieber die 30 Zentimeter ein – oder entscheiden Sie sich gleich für eine bessere WLG/WLS.

Schematischer Aufbau der Zwischensparrendämmung

Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Grafik: I. Haag
Grafik: I. Haag

Von außen nach innen ist eine Zwischensparrendämmung wie folgt aufgebaut:

1. Dacheindeckung
2. Dachlatten und Konterlatten
3. diffusionsoffene Unterspannbahn – bei nachträglicher Dämmung meist nicht vorhanden
4. Dämmstoffe
5. Dachsparren und gegebenenfalls aufgedoppelte Kanthölzer
6. diffusionsoffene Dampfbremsfolie
7. Installationsebene – oder bei gewünschter Dämmkombination Untersparrendämmung
8. Innenverkleidung zum Beispiel mit OSB- oder Gipskartonplatten

Unterspannbahn – ja oder nein?

Eine diffusionsoffene Unterspannfolie verhindert, dass Feuchtigkeit zum Beispiel durch Flugschnee von außen nach innen gelangt und die Dämmung durchfeuchtet. Gleichzeitig transportiert sie feuchte Luft aus dem Inneren und der Dämmung nach außen. Die Folie liegt über den Dachsparren und unter den Ziegeln – und ist bei Altbauten häufig nicht vorhanden.

Die Unterspannbahn nachträglich anzubringen, ist durchaus möglich. Dies ist allerdings mit etwas Aufwand verbunden. Dafür die Folie passgenau zuschneiden und einen Überstand von circa zehn Zentimetern einplanen. Mithilfe schmaler Leisten wird dieser Überstand dann am Sparren befestigt.

Eine Unterspannfolie ist ein Kann, aber kein Muss: Wer auf sie verzichtet, sollte jedoch zwei bis drei Zentimeter Raum zwischen Dämmstoff und Dach lassen. Nur so kann die Luft zirkulieren und das Dach wird hinterlüftet.

Experten-Tipp

Ohne Unterspannbahn immer einen Spalt für die Hinterlüftung lassen und die Dämmung nie bis an die Eindeckung drücken.

Do-it-yourself: nachträgliche Zwischensparrendämmung einbauen

Bei der folgenden Dämmanleitung wird eine vorhandene Unterspannfolie vorausgesetzt.

  • Bei Bedarf Dachsparren wie oben beschrieben aufdoppeln.
  • Dämmmatten oder -keile zuschneiden: Um zu gewährleisten, dass der Dämmstoff fest zwischen den Sparren sitzt, das Material etwa ein bis zwei Zentimeter breiter zuschneiden als der Zwischenraum zwischen den Sparren. Sauber arbeiten: Vor allem bei Anschlüssen und Ecken ist Sorgfalt gefragt, nirgends dürfen Lücken oder Schlitze bleiben.
    Wer keine Unterspannfolie angebracht hat, sollte zwischen Dämmung und Dach zwei bis drei Zentimeter Luft lassen.

Experten-Tipp

Zwischensparrendämmung in zwei Lagen mit versetzten Fugen einbringen. So lassen sich Unregelmäßigkeiten zum Beispiel bei ungleichen Dachsparren ausgleichen.

Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Dämmstoff immer mit ein paar Zentimetern Überstandzuschneiden. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Dämmmatten dicht zwischen die Sparren klemmen. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Was nicht passt, wird passend gemacht. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL

  • Auf die Sparren und unter die Dampfbremsfolie kann nun ein Dichtband aufgeklebt werden. Dieses verbindet sich mit der Folie und verhindert, dass sie undicht wird, falls sie doch durch eine Schraube beschädigt wird.
  • Dampfbremsfolie anbringen: Die diffusionsoffene Folie wird einfach auf die Sparren getackert. Dabei sollte die untere Bahne die obere circa zehn Zentimeter überlappen. Auch an Wand und Boden sollten zehn Zentimeter überstehen. Anschließend alle Kanten, Überlappungen und Anschlüsse luftdicht mit Spezialklebeband verkleben. An Wand und Boden – also auf Putz oder Beton – wird die Dampfbremse mit speziellem Dichtkleber befestigt. Achtung: Die Folie darf nicht unter Spannung stehen. Sorgfältiges Arbeiten ist Pflicht: Ist die Dampfbremse zum Beispiel an den Steckdosenöffnungen undicht, kann das zu Schimmel und Bauschäden führen.
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Auf den Sparren Dichtband anbringen. Das Band verhindert, dass die Folie beim Verschrauben beschädigt wird. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Die Dampfbremsfolie kann entweder festgetackert werden. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Allerdings lässt sich die Dampfbremse auch mit Klettband montieren. Dabei wird die Membran nicht beschädigt. Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Ist die Folie spannungsfrei befestigt, müssen alle Übergänge abgedichtet werden. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL

Praxis-Tipp

Lichtspots anbringen:

Wer Lampen oder Lichtspots in der Dachschräge einbauen möchte, muss besonders sorgfältig arbeiten und darauf achten, dass er Lampen einbaut, die nicht heiß werden! Die Dampfbremsfolie darf nicht beschädigt werden.

  • Gegebenenfalls nun Lattung für die Untersparrendämmung beziehungsweise die Installationsebene montieren. Entsprechende Leitungen verlegen und die zusätzliche Dämmung einbringen.
  • Abschließend die Innenverkleidung montieren: Querlatten auf die Dachsparren schrauben und darauf Gipskartonplatten oder OSB-Platten befestigen. Dabei unbedingt darauf achten, dass nur auf die Sparren geschraubt und die Dampfbremsfolie nicht beschädigt wird. Vor dem Befestigen der Platten sollten Heimwerker Aussparungen für Rohre und Steckdosen sägen. Schlussendlich die Gipskartonplatten verkleben oder verfugen.
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Anschließend auf der Folie Querlatten montieren. Dabei immer nur auf den Sparren schrauben. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL
Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG
Auf den Querlatten werden OSB- oder Rigipsplatten angebracht und verputzt. Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwoll GmbH & Co. OHG Foto: DEUTSCHE ROCKWOOL

Praxis-Tipp

Gipskartonplatten zuschneiden:

Platten aufeinander stapeln. Schnittlinie markieren, mit Cutter oder Stichsäge einschneiden. Platte über Kante schieben und am Schnitt abknicken. Umdrehen und am Knick auftrennen. Kanten mit Schleifpapier glätten und anschrägen.

Kombination aus Zwischen- und Untersparrendämmung

Zwischensparrendämmung, Dachdämmung, Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG
Zwiebelprinzip: Wer zwischen den Sparren gedämmt hat, kann auch noch ergänzend eine Untersparrendämmung anbringen. Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG Foto: SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG

Eine vom Dachdecker angebrachte Aufsparrendämmung hält Wärme zwar besser im Hausinneren, jedoch kann eine Zwischensparrendämmung vom Heimwerker selbst montiert werden. Um dabei tatsächlich ein luftdichtes Dach zu bekommen, wird diese Dämmart häufig mit der Untersparrendämmung kombiniert.

Vorteil dieser Kombination ist, dass die Dampfbremse nicht verletzt wird. Schließlich können alle elektrischen Leitungen innerhalb der Untersparrendämmung verlegt werden. Dadurch sind keine Leitungsauslässe in der Folie nötig und das Befestigungsmaterial der Innenverkleidung hat keinen direkten Kontakt mit der Dampfbremse.

Der Aufwand hält sich dabei in Grenzen: Meist muss für die Zwischensparrendämmung eh aufgedoppelt werden.

Link-Tipp

Hier erfahren Sie, wie Heimwerker selbst eine Untersparrendämmung anbringen: Do-it-yourself: Untersparrendämmung

Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Wer sein Dach nachträglich dämmt, muss die Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zwingend einhalten. Für Außenwände von Wohngebäuden sowie alle Dachflächen ohne Abdichtung schreibt sie einen U-Wert von 0,24 W/(m²K) vor. Dieser Wärmedurchgangskoeffizient wird zum Beispiel durch das Einbringen eines passenden Dämmstoffs in der entsprechenden Dämmstoffdicke erreicht.

Dabei berücksichtigt das Gesetz den begrenzten Platz bei der Zwischensparrendämmung: „Ist die Dämmschichtdicke wegen einer innenseitigen Bekleidung oder der Sparrenhöhe begrenzt, so gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ = 0,035 W/(m•K)) eingebaut wird.“ (EnEV §9 Anlage 3)

Für denkmalgeschützte Häuser gelten dabei stets Ausnahmeregelungen.

Ökologische Dämmstoffe oder Dachdämmung aus Mineralwolle?

Heimwerker können sich einerseits für eine Dämmung mit organischen Materialien wie Hanf, Schafwolle oder Kokosfaser entscheiden; andererseits stehen ihnen aber zum Beispiel auch Glaswolle, EPS oder Steinwolle zur Verfügung. Welcher Dämmstoff letzten Endes verbaut werden kann, hängt nicht nur von persönlichen Vorlieben, sondern auch von baulichen Gegebenheiten ab.

Link-Tipp

Hier finden Renovierer einen Überblick über die verschiedenen Dämmstoffe: Trittschall- und Wärmedämmung: Verschiedene Dämmstoffe in der Übersicht

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Kommentare (27)

Thomas | 15.02.2015 18:57

Hello,

I'm interested in your property offer,

Please contact me if it's still available.

Warm greetings


Marcel | 05.01.2016 13:32

Hallo,

ich habe ein altes EFH, wo ich nun die Dachdämmung vornehmen möchte.

Ich habe inzwischen alles entfernt, so das ich direkt die Dachziegel sehe (welche wie früher üblich mit Zement miteinander verbunden sind).

Da ich das Dach zunächst nicht neu eindecken möchte, hab ich mich nun für die Zwischensparrendämmung entschieden und hab folgende Fragen/Probleme...

 

Meine Dachlatten (worauf die Ziegel liegen) sind direkt mit dem dicken Dachsparren befestigt. Das bedeudeut, ich bekommen eine Unterspannbahn gar nicht dazwischen.

Außerdem werden die Ziegel teilweise von innen feucht, so das auch auch Dachsparren feucht werden.

 

Nun meine Überlegungen:

1) soll ich die die Unterspannbahn einfach zwischen den Balken legen, so das zumündistens die zukünftige Dämmung geschützt ist und die Balken können weiterhin feucht bleiben/werden ?

ODER

2) Mein Vater "schwört" auf OSB Platten anstelle der Unterspannbahn - er meint das würde dem Dach Stabilität geben und aufgrund der Luftzirkulation wird das auch alles trocknen und somit kein Problem darstellen. Ist das richtig ? Ich hab bei den OSB platten unter den Dachziegel angst, dass diese feucht werden und schimmeln?

 


bauen.de-Redaktion | 08.01.2016 17:13

Hallo Marcel,

werden die Sparren nur von innen feucht, können Sie eine Unterspannbahn verlegen, indem Sie die Folie passgenau zuschneiden und einen Überstand von ca. 10 cm einplanen. Diesen befestigen Sie dann mithilfe schmaler Leisten an den trockenen Sparren. Kommt die Feuchtigkeit hingegen von außen, ist Ihre Dachhaut nicht dicht.

Eine Unterspannbahn ist aber kein Muss: Sie können auch direkt dämmen. Dazu lassen Sie zwei bis drei Zentimeter Raum zwischen Dämmstoff und Dach. Nur so kann die Luft zirkulieren und das Dach wird hinterlüftet. Darauf kommen dann die OSB-Platten.

Bedenken Sie dabei bitte: Eindringende Feuchtigkeit kann immer zum Problem werden. Nur der Fachmann vor Ort kann eine vernünftige Einschätzung liefern.

Viel Spaß bei Ihrem Vorhaben!

die Redaktion von bauen.de


Marcel | 11.01.2016 12:20

Hallo,

 

kann man Baufolie, statt Unterspannbahn nehmen?


bauen.de-Redaktion | 11.01.2016 15:06

Hallo Marcel,

normale Baufolie ist im Gegensatz zur Unterspannbahn für gewöhnlich nicht diffusionsoffen und daher nicht wirklich für die Dämmung geeignet. Wenn Sie etwas Platz zwischen Dämmstoff und Dach lassen, könnten Sie jedoch auf die Unterspannfolie verzichten. Sofern das Dach hinterlüftet ist und die Luft zirkulieren kann, ist eine Unterspannfolie kein Muss.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de


Andreas | 07.02.2016 08:09

Hallo,

muss in einen Neubau zwischen der Unterspannbahn und der Zwischsparrendämmung ein Luftspalt gelassen werden oder kann die volle Sparrendämmung gedämmt werden?

Falls Nein, wie stark sollte die Dämmung bei 20cm Sparren sein?

 

Vielen Dank.


bauen.de-Redaktion | 08.02.2016 17:42

Hallo Andreas,

wenn Sie eine diffusionsoffene Unterspannbahn haben, brauchen Sie keinen Luftspalt lassen. Wie stark Ihre Dämmung sein soll, könnt auf die Wärmeleitfähigkeit Ihres Dämmstoffes an. Wenn Ihre Dämmung 20 Zentimeter dick sein kann, sollten Sie einen Dämmstoff der Wärmeleitgruppe 035 bis 040 verbauen, um die geforderte Dämmwirkung zu erreichen.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion


Michael | 12.02.2016 23:14

Hallo bauen.de-Redeaktion,

 

ich habe eine ähnliche Frage wie Andreas vor mir. Mein Neubau ist allerdings ohne Unterspannbahn ausgeführt, dafür mit 60er Holzfaserplatten auf den Sparren. Für die Zwischensparrendämmung stehen mir 200 mm zur Verfügung. Ich plane einen Dämmstoff der WLG 035 einzusetzen. Kann ich hier die vollen 200 mm ausnutzen oder muss ich Platz lassen und z.B. nur 180er Dämmstoff nehmen?

 

Vielen Dank und beste Grüße

 

 


bauen.de-Redaktion | 16.02.2016 08:35

Hallo Michael,

wenn keine Unterspannbahn vorhanden ist, sollten Sie immer einen Spalt für die Hinterlüftung lassen. In Ihrem Fall sollten Sie dann am besten mit zwei bis drei Zentimeter Zwischenraum planen.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion


B.Sygulla | 28.02.2016 18:21

Hallo

Ich möchte Zwischensparren Dämmen der Dachaufbau ist.

1 Ziegelsteine

2 Dachlatten

3 Teerbahn Dachpappe

4 Komplett Holzverschalung

5 Sparren

Kann ich die Dämmung ( Hanf ) an das Holz drücken oder Luft zirkulierung lassen ?

Den Innenausbau habe ich vor zumachen.

Unterspannfolie anbringen, dann Dachlatten, dann OSB Platten 12mm

und Gipsplatten 12mm.

Muss ich noch was beachteten?

Vielen Dank.

 

 

 


bauen.de-Redaktion | 29.02.2016 17:11

Hallo,

wenn Sie eine Unterspannfolie verwenden, müssen Sie in der Regel keinen Raum zwischen Dämmstoff und Dach lassen. Da uns jedoch unklar ist, was Sie mit Verschalung meinen, lässt sich das aus der Ferne jedoch kaum abschätzen. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie einen Bausachverständigen. Er kann die Lage vor Ort genauer beurteilen.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion


Mike | 11.03.2016 00:52

Hallo,

 

Irgendwie komme ich mit der Diffosionsoffenheit durcheinander.

Sollte die Dampfbremse nicht absolut dicht, also ähnlich Glas oder einer PE-Folie sein?

Wenn die Dampfbremse offen ist, kann ich mir doch gleich die Folie sparen, da der Wasserdampf ja so oder so in die Dämung eindringt!

Ich hatte vor eine Coex-Folie 80my mit einer Diffusionsoffenheit von 100.000y als Dampfsperre zu verwenden um eine absolute Dichtheit zwischen Dämmschicht und Installationsebene zu erreichen.

 

VG

Mike


bauen.de-Redaktion | 11.03.2016 10:35

Hallo Mike,

in der Regel unterscheidet man zwischen der diffusionsdichten Dampfsperre und einer diffusionsoffenen Dampfbremse. Der Vorteil einer Dampfbremse ist folgender: Ist Feuchtigkeit von innen oder außen in die Konstruktion eingedrungen, kann sie wieder verdunsten. Bei einer Dampfsperre ist dies nicht möglich. Weitere Informationen zur Dampfsperre finden Sie im angehängten Link.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion


Boris | 21.03.2016 16:25

Hallo,ich will mein Dach dämmen (zwischensparren) der Aufbau ist Ziegel Latten teerbahn. Meine Frage ist kann ich die daemmwolle direkt auf der teerbahn und zwischen den Sparren klemmen? Danke schon mal für die Antwort


peter | 21.03.2016 17:50

dämmen am besten gestalte?

Lg peter


bauen.de-Redaktion | 22.03.2016 08:50

Hallo Boris,

aus der Ferne lässt sich Ihre Situation leider nicht genau beurteilen. Grundsätzlich sollte zwischen Teerbahn und Dämmung auf jeden Fall ein Luftraum vorhanden sein. Vor allem ältere Teerpappen sind häufig nicht ganz dicht – die Hinterlüftung sorgt dafür, dass Luft so zirkulieren kann. Eventuell müssen Sie die Sparren vorher aufdoppeln, um ausreichend Platz für die Hinterlüftung und eine ausreichen dicke Dämmung zu haben. Zusätzlich benötigen Sie für Ihre Konstruktion dann noch eine Dampfsperre, die den Dämmstoff nach innen abdichtet. Näheres zum Anbringen einer Dampfsperre finden Sie im angehängten Link.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de


bauen.de-Redaktion | 22.03.2016 09:11

Hallo Peter,

welche Dämmart Sie wählen sollten, hängt stark von der Konstruktion Ihres Hauses ab. Wenn Sie beispielsweise Ihr Dach nachträglich dämmen wollen, ist im obigen Artikel der schematische Aufbau eineer Zwischensparrendämmung genannt.

Wenn Sie sich jedoch unsicher sind, welche Dämmung die Richtige für Ihr Haus ist, wäre es am besten, sich fachmännischen Rat zu holen.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de


peter | 22.03.2016 14:33

liebe bauen.de-Redaktion,

Mein EFH ist baujahr 1954 und ist folglich aufgebaut.

1. Dachpfannen

2. Dachlattung

3. Dachpappe ( teerpappe)

Das dach hat auch keine Lüftungspfannen oder Lüftungslöcher in der Außenwand. Ich wollte in eigenregie das dach dämmen,da dort viel Wärme verloren geht. Ist eine zwischensparrendämmung von vorteil, mit einer unterspannfolie und einer hinterluftung?

Lg peter


bauen.de-Redaktion | 23.03.2016 12:07

Hallo Peter,

aus der Ferne können wir die konkrete Situation leider nur bedingt beurteilen. In der Regel sind ältere Teerpappen meistens nicht ganz dicht, weswegen eine Hinterlüftung von Vorteil ist. Gleichzeitig sollten dann aber auch Lüftungsziegel oder andere Lüftungsmöglichkeiten vorhanden sein, so dass ein Luftaustausch stattfinden kann.

Wenn Sie mit einer Unterspannbahn statt der Teerpappe arbeiten wollen, können Sie diese zwischen Dachlattung und Dämmmaterial einbauen. Dann ist eine Hinterlüftung kein Muss. Um eine Unterspannbahn anzubringen, müssten Sie aber zunächst das Dach abdecken.

Fragen Sie bei Unsicherheiten am besten einen Experten, der die Situation vor Ort beurteilen kann.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de


Frank | 23.03.2016 13:08

Mein Dach ist unter den Ziegeln mit einer Gewebefolie abgedeckt. Muss ich diese wirklich herausschneiden wenn ich eine Zwischensparrendämmung vornehmen möchte oder kann ich sie drin lassen ???


bauen.de-Redaktion | 24.03.2016 11:25

Hallo Frank,

aus der Ferne lässt sich die Situation leider nicht genau beurteilen. Entscheidend ist, ob die Folie diffusionsoffen ist oder ob sie dazu führt, dass sich Feuchtigkeit anstaut. Genaueres sollten Sie einen Experten vor Ort beurteilen lassen.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de


Dieter | 12.04.2016 11:52

Liebe Experten, je mehr man fragt und liest, desto verwirrter wird man. Ich versuche gerade ein Dach eines ca. 100 jährigen Hauses zu dämmen. Die Aufdoppelung (besser Aufdrittelung) ist fertig, die diffusionsoffene Folie ist angebracht.

Jetzt habe ich zwei Fragen:

1. Muss die Folie gerade gespannt sein oder oder darf sie leicht wellig angebracht sein?

2. Darf das Dämmmaterial direkt an diese Folie gedrückt werden oder entsteht dadurch ein Feuchteproblem, da die Folie durchaus auch innen feucht werden kann und damit mit der Zeit die Dämmung angreift. Das erzählte mir ein Handwerker, für mich hieß das dann

Baustopp.

Danke für die Hilfe


bauen.de-Redaktion | 14.04.2016 08:56

Lieber Dieter,

 

aus der Ferne lässt sich Ihr Bau nur schwer beurteilen. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie einen Fachmann, etwa einen Bausachverständigen zu Rate ziehen.

 

Eine Unterspannbahn trägt generell zum Feuchteschutz bei, ist aber je nach Bausituation und Dämmmaterial nicht zwingend notwendig. Wird die Unterspannbahn nachträglich zwischen den Sparren befestigt, hängt sie üblicherweise etwas durch, damit auftretendes Wasser von den Balken weg über die Mitte der Bahn abfließen kann. Wenn Sie das Dämmmaterial von innen gegen die Folie pressen, tritt unter Umständen das Gegenteil auf und die Folie wird nach außen gewölbt. Ob der Zelteffekt überhaupt auftreten kann, hängt auch mit Ihrer Folie zusammen. Es gibt durchaus diffusionsoffene Unterspannfolien, die den Zelteffekt nach Herstellerangaben verhindern sollen.

 

Viele Grüße und viel Erfolg mit Ihrem Projekt,

die Redaktion von bauen.de


Maren | 27.04.2016 12:37

Liebes bauen.de-Team,

 

bei uns steht demnächst auch die Dachdämmung an.

Beim Dach sieht man von innen direkt die Ziegeln, also es ist keine Unterspannfolie vorhanden.

Wenn wir also ohne Folie dämmen und den nötigen Belüftungsschlitz lassen, könnten wir bei einer Sparrentiefe von 13,5cm nur mit einem 10cm starken Dämmmaterial arbeiten.

Wir fragen uns daher, ob sich der Aufwand lohnt, nachträglich eine Unterspannfolie einzuziehen, um dann mit 12cm starken Dämmmaterial arbeiten zu können.

Wir wollen das Dach nicht ausbauen und nicht als Wohnraum nutzen, es geht "lediglich" um die Dämmung/Einsparung von Heizkosten.

 

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße


Redaktion bauen.de | 28.04.2016 14:18

Liebe Maren,

diese Frage sollten Sie mit einem Energieberater besprechen. Wenn Sie das Dach nicht ausbauen, gäbe es auch noch die Möglichkeit, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Also nicht das Dach an sich, sondern den Dachboden. Zwei Zentimeter mehr oder weniger Dämmmaterial machen keinen übermäßig großen Unterschied aus und ob sich eine Maßnahme finanziell rentiert, hängt stark mit der Bauweise des Hauses, den Lebensgewohnheiten der Bewohner, den Heizkosten zusammen. Der finanzielle und arbeitstechnische Mehraufwand, zunächst eine Unterspannfolie anzubringen, hält sich ebenfalls in Grenzen, lässt sich aber nur vor Ort genauer einschätzen.

Viele Grüße,

die Redaktion von bauen.de

 


Marc | 03.05.2016 23:20

Hallo,

Wie muss ich bei dem Dämmen vorgehen?

1.

Aufbau wie folgt:

-Frankfurter Pfanne

-Dachlatten

-14cm Sparren, Anfang von der Dachschräge, nach ca. 30cm ist der Sparren 16cm.

-Sparreabstand ist unterschiedlich, zwischen 50 und 54cm.

Wie muss ich am besten vorgehen, welche Dammdicke muss ich verwenden?

Welche Material,Hersteller,Dämmung, Dampfbremse und passende Klebeband, muss ich verwenden?

 

Lg

 


Redaktion bauen.de | 06.05.2016 10:21

Hallo Marc,

da sind Sie mit Ihrer Frage ja genau beim richtigen Text gelandet. Welchen Dämmstoff Sie verwenden, hängt von Ihren Ansprüchen ab: Wollen Sie den besten U-Wert, soll es möglichst günstig sein, haben Sie Ansprüche an Nachhaltigkeit und Umweltschutz? Mineralwolle ist ein gängiger Dämmmstoff, EPS-Platten sind eine Option, es gibt aber auch organische Dämmstoffe wie Hanf, Schafwolle oder Kokosfaser. Da haben Sie die Qual der Wahl.

Bei Ihrem Dachaufbau ist eine nachträgliche Zwischensparrendämmung eine Option, lesen Sie sich dazu den entsprechenden Abschnitt im Artikel durch. Wir haben außerdem einen Text speziell zum Thema Untersparrendämmung: www.bauen.de/ratgeber/ausbau-renovierung/daemmung/dachdaemmung/artikel/artikel/do-it-yourself-untersparrendaemmung.html

Wenn Sie Detailfragen haben, können Sie diese gerne stellen. Ansonsten können wir Ihnen auch empfehlen, einen Fachmann vor Ort zu Rate zu ziehen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

 


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