Dachdämmung - Dach dämmen und isolieren
Besitzer von Häusern mit zu hohem Energieverbrauch sollten das Steildach dämmen. Je nach Gegebenheiten bietet sich eine Auf-, Zwischen- oder Untersparrendämmung an.
von Frank KemterDie meisten Häuser verfügen hierzulande über ein so genanntes Steildach, etwa in Form eines Sattel- oder Waldmachs. Ein gutes Wohnklima, das sich durch ein angenehmes Klima sowohl im Winter als auch im Sommer auszeichnet, lässt sich allerdings nur durch Dämmen erreichen. Denn die nackte Konstruktion ist ohne Dämmung nicht in der Lage, Wärmeverluste zu vermeiden oder das Aufheizen der Wohnräume bei sommerlichen Temperaturen zu verhindern.
Bei der Frage, wie ein Steildach zu dämmen ist, stehen Bauherren und Sanierer vor mehreren Alternativen. Prinzipiell gibt es drei Varianten, dem Dach eine Dämmung angedeihen zu lassen: Die Auf-, die Zwischen- und die Untersparrendämmung. Welche Dämmung die optimale ist, hängt vor allem von den baulichen Gegebenheiten ab.
Soll beispielsweise das ausgebaute Dachgeschoss eines bestehenden Hauses nachträglich gedämmt werden, kommt oft nur eine Aufsparrendämmung in Frage. Würde die Dämmung von Innen erfolgen, müssten die Räume unterm Dach komplett entkernt werden, um an die Sparren zu gelangen. Wirtschaftlich ist in solchen Fällen die Aufsparrendämmung: Hierbei werden spezielle Dämmplatten außen auf dem Dachstuhl verlegt. Diese dienen auch gleichzeitig auch als Träger für die Dachziegel. Eine solche Aufsparrendämmung ist auch unter bauphysikalischen Gesichtspunkten optimal, denn es gibt keine Wärmebrücken. Verbunden mit der Aufsparrendämmung ist allerdings immer auch eine Neueindeckung des Dachs.
Die Zwischensparrendämmung kann die wirtschaftlichste Lösung sein, wenn es um den nachträglichen Ausbau eines bisher ungenutzten Dachgeschosses geht. Weit verbreitet sind bei der Dämmung zwischen den Sparren Matten aus Mineralwolle, die geübte Heimwerker selbst einbauen können. Die Abdichtung mit einer Dampfbremsfolie muss allerdings äußerst sorgfältig erfolgen, um spätere Schäden durch kondensierende Feuchtigkeit zu vermeiden. Bei einer Zwischensparrendämmung kann es unter Umständen allerdings Wärmebrücken geben, denn das Dämmmaterial und die Dachbalken verfügen in der Regel über unterschiedliche Dämmwerte.
Die Dämmung unter den Sparren stellt sich auf den ersten Blick nachteilig dar, weil dadurch Wohnraum verloren geht. Sie kann jedoch eine gute Lösung sein, wenn beim nachträglichen Dachausbau die Sparrendicke des Dachstuhls nicht ausreicht, um eine zeitgemäße Dämmung zu erreichen. Dann bietet es sich an, Zwischen- und Untersparrendämmung zu kombinieren.
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