Wärmebrücken vermeiden
Innendämmung: Nachträglicher Wärmeschutz
Dämmarten (6 Artikel):

Bei der Innendämmung sollte der Planungs- und Ausführungsaufwand nicht unterschätzt werden. Foto: Hase
Wenn es in der Wohnung zieht oder sie einfach nicht warm wird, liebäugelt so mancher Bewohner mit einer Innendämmung. Im Gegensatz zur herkömmlichen Fassadendämmung sind Planung und Ausführung allerdings komplizierter.
Die Innendämmung muss fachgerecht ausgeführt werden, daher gilt es, ein paar Dinge zu beachten. So muss eine so genannte Dampfsperre eingebaut werden, damit die Bildung von Schwitzwasser verhindert wird. Denn die Innendämmung der Wand führt bei unsachgemäßer Handhabung sehr schnell zu Schimmel. Ein weiterer Nachteil: Die zusätzliche Dämmschicht macht die Räume kleiner.
Vorsicht: Wärmebrücken
Generell ist die Innendämmung mit mehr Detailproblemen verbunden als die Außendämmung und gilt daher eher als zweite Wahl. Denn an den Kontaktstellen von Außen- und Innenwänden sowie den Außenwänden und Geschossdecken entstehen Wärmebrücken, die sich nur schwer wegdämmen lassen. Diesen sollte zusätzlich mit Dämmkeilen, zum Beispiel aus Styropor, zuleibe gerückt werden. Aber auch an Tür- oder Fensternischen verschärft sich das Schimmelrisiko durch starke Temperaturunterschiede zwischen außen und innen. Sie sollten möglichst in gleicher Dämmstoffstärke bis auf die Rahmen mitgedämmt werden. Nicht zuletzt dürfen auch Heizkörpernischen nicht ausgespart werden.
Innendämmung selbst in die Hand nehmen
Bei selten genutzten Räumen kann sich die Innendämmung allerdings auszahlen. Das Schimmelrisiko ist dann entsprechend gering. Und da die Außenwand durch die vorgelagerte Isolierung nicht mit erwärmt werden muss, wird der Raum schneller und energiesparender aufgeheizt. Und noch einen Vorteil hat die Innendämmung: Baugerüste sind überflüssig. Die Arbeiten können also nach und nach, witterungsunabhängig und oft auch in Eigenleistung durchgeführt werden.
- Weitere Informationen:
- Initiative Wärme+

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