Dämmarten - Wand und Fußboden dämmen
Gerade Altbauten müssen, um künftigen Anforderungen an die Energieeinsparung nachzukommen, nachträglich gedämmt werden. Hier bietet sich eine Innenwanddämmung an, die bei unsachgerechter Planung aber auch viele Probleme bereiten kann.
von Frank KemterAußendämmungen kommen bei vielen Altbauten, insbesondere aus dem Bereich des Denkmalschutzes, nicht in Frage. Die mangelhafte Dämmung vieler historischer Gebäude lässt aber angesichts des Energieproblems oft keine andere Wahl, als nach einer Lösung für eine energetischen Sanierung zu suchen. Vielfach wird dann die Möglichkeit einer Innenwanddämmung in den Raum gestellt.
Eine Innenwanddämmung kann zwar einerseits den Energiebedarf eines Altbaus kräftig senken. Sie ist aber auch mit vielen Problemen verbunden. Insbesondere bei einer wenig sorgfältigen Planung und Ausführung kann eine Innenwanddämmung zu Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel führen.
Hochdämmende Materialien wie Platten aus Styropor oder Polyurethanschaum trennen die Außenhaut vom Inneren ab. Im Winter wird das Außenmauerwerk sehr kalt, da die Heizwärme nicht mehr nach draußen entweichen kann. Bei Altbauten gibt es aber oft keine thermische Trennung zwischen Außenmauern und Innenmauern, die bei einer Innenwanddämmung in der Regel so belassen werden, wie sie sind. An den Übergangsstellen zwischen Außen- und Innenwänden kann es deshalb zu Kältebrücken kommen. Das Problem dabei ist, dass sich an diesen Übergangsstellen Tauwasser absetzen kann. Denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte. An diesen Stellen kann die Wand unter Umständen so feucht werden, dass sich Schimmel bildet.
Eine Möglichkeit dies zu vermeiden liegt darin, einen Teil der Innenwände ebenfalls zu isolieren. Eine weitere Möglichkeit, solche Probleme zu umgehen, kann auch darin liegen, statt Dämmplatten Dämmputze zu verwenden. Dann muss im Vorfeld gut geplant werden, wo und wie dieser in welcher Stärke aufzutragen ist.
Ein weiterer Nachteil einer Innenwanddämmung ist der Umstand, dass zwangsläufig Wohnfläche verloren geht. Dies liegt daran, dass eine Dämmung eine bestimmte Stärke aufweisen muss, um die gewünschte Dämmwirkung zu erzielen. Angesichts der immer strenger werdenden energetischen Anforderungen werden auch die benötigten Dämmstoffdicken immer mächtiger, so dass unter Umständen gar mehrere Quadratmeter Raum verloren gehen können. Zu beachten ist auch, dass manche Innenwanddämmungen im Brandfall toxische Stoffe produzieren können.
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