Dämmstoffe - für Haus, Fassade und Dach

Polyurethan

Polyurethan ist ein weit verbreiteter Dämmstoff für den Hausbau. Er zeichnet sich durch gute Dämmwerte, Druck- und Hitzebeständigkeit aus.

von Frank Kemter
Polyurethan, PUR
Polyurethan ist ein weit verbreiteter Wärmedämmstoff, der zum Beispiel für eine Fassadendämmung eingesetzt wird. Foto: Puren

Dämmstoffe aus Polyurethan, auch PUR genannt, sind heute sowohl im Neubaubereich als auch bei der Altbausanierung weit verbreitet. Sie haben eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit und verfügen damit über sehr gute Dämmeigenschaften. Dabei gibt es verschiedene Bauteile eines Hauses, die mit Polyurethan gedämmt werden können.

Die Außenfassade bildet meist die größte Außenfläche eines Gebäudes. Die Wirkungen einer Fassadendämmung sind demzufolge groß. Im Neubaubereich wird eine Fassadendämmung aus Polyurethan häufig in Form eines Wärmedämmverbundsystems, oft auch als Vollwärmeschutz bezeichnet, angebracht. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Rohbau aus Material besteht, das selbst über keine überragenden Dämmeigenschaften verfügt. Dies ist zum Beispiel bei Mauern aus Beton oder Kalksandstein der Fall. Der Vorteil solcher schwerer Materialien ist jedoch deren statische Stabilität, weshalb das Mauerwerk sehr dünn ausfallen kann. Gängige Dämmungen aus Polyurethan sind allerdings Erdölprodukte. Um also fossile Energieträger einzusparen, muss zunächst ein fossiler Rohstoff eingesetzt werden. Inzwischen gibt es aber auch Bestrebungen, Polyurethan aus nachwachsenden Rohstoffen wie etwa Rizinusöl herzustellen.

Polyurethan: Altbau dämmen

Nicht nur im Neubaubereich, auch bei der energetischen Sanierung von Altbauten sind Wärmedämmungen aus Polyurethan weit verbreitet. Insbesondere Gebäude, die vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 errichtet wurden, sind energetisch oft ausgesprochen mäßig. Eine Außenwanddämmung kann den Energieverbrauch demzufolge beträchtlich senken.

Auch für andere Bauteile gibt es Dämmelemente aus Polyurethan: etwa die Dachdämmung, Fußboden- oder Kellerdeckendämmung oder Kellerdämmung. Allen Polyurethan-Dämmstoffen sind niedrige Wärmeleitfähigkeitsstufen (WLS) gemein. In der Praxis bedeutet das, dass sich schon mit Dämmstoffdicken ab zwölf Zentimetern zeitgemäße Dämmwerte erreichen lassen. Poyurethan zeichnet sich ferner durch eine hohe Druckfestigkeit aus. Es ist hitze- sowie chemikalienbeständig und wasserfest.

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