Kennzahlen - Infos zu Baustoffklassen, U-Wert, Wärmeleitwert

Baustoffe

Baustoffklassen - Beurteilung des Brandverhaltens

Das Brandverhalten von Baustoffen wird in verschiedene Baustoffklassen unterteilt. Man unterscheidet zwischen nicht brennbaren und normal beziehungsweise schwer entflammbaren Stoffen. Leicht entflammbare Baustoffe stehen im Bereich Hausbau erst gar nicht zur Verfügung.

von Tobias Müller
Baustoffklassen, Brandverhalten, Baustoffe, Brennbarkeit
Zu wissen, dass im Brandfall die richtigen Materialien verbaut wurden, sorgt für Sicherheit. Baustoffklassen geben Auskunft, wie verschiedene Baustoffe im Brandfall reagieren. Foto: LBS

Als Baustoffe werden alle Werkstoffe bezeichnet, die im Hausbau Anwendung finden, beispielsweise auch Dämmstoffe. Hierzu zählen unter anderem Beton, Holz und Stahl, aber auch Schafwolle, Schaumkunststoffe und Glasfaserdämmstoffe. Das Brandverhalten wird in verschiedene Baustoffklassen unterteilt. 

Nicht brennbare Baustoffe

Der Großteil der angebotenen Baustoffe ist nicht entflammbar: Beton, Mauerwerk, Zement, Mörtel, Baukeramik, Glas, Gipsdielen, Stahl und Aluminium.

Entflammbare Baustoffe

Demgegenüber steht eine eher kleine Anzahl von Baustoffen, die theoretisch entflammbar sind: Holzwerkstoffe (obwohl brandstoffbehandelt), Hartschaumkunststoffe und andere, die gar nicht erst verwendet werden dürfen.

Baustoffklassen: Von nicht brennbar bis leicht entflammbar

In Deutschland kennzeichnen verschiedene Einstufungsklassen - so genannte Baustoffklassen - das Verhalten des Baustoffs im Brandfall: A1 und A2 (nicht brennbar), B1 (schwer entflammbar), B2 (normal entflammbar) und B3 (leicht entflammbar). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der verwendete Baustoff mindestens die Brennbarkeitsklasse B2 haben muss, um verbaut werden zu dürfen. B3-Baustoffe - wie zum Beispiel unbehandelte Schafwolle oder Stroh - dürfen aufgrund des hohen Brandrisikos meist nicht beim Hausbau verwendet werden.

Erkennen kann man die jeweilige Baustoffklassen durch eine Kennzeichnung direkt am Baustoff selbst oder aber an der Verpackung. Es gibt jedoch auch Baustoffe ohne besondere Kennzeichnung. Diese werden im Sinne der Euroklassen (A1 bis F) einer bestimmten Baustoffklasse zugeordnet. Ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind beispielsweise die Baustoffe der Klasse A1 (nicht brennbar) sowie Holz- und Holzwerkstoffe mit einer Rohdichte von mindestens 400 Kilogramm pro Kubikmeter und einer Dicke von mindestens zwei Millimetern.

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