Wärmedämmung - für Haus, Fassade und Dach

Wärmedämmung und Dämmstoffe

Ein Haus verliert Wärme durch Dach, Außenwände und Böden. Eine gute Wärmedämmung mit effizienten Dämmstoffen minimiert die Verluste.

von Frank Kemter

Dämmstoffe für Haus, Fassade und Dach

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Polyurethandämmplatte, Steildachdämmung
Foto: IVPU  
Reetdämmung, Schilfrohrdämmung, Schilfdämmung
Foto: Hiss Reet  
Hanfplatte, Hanfdämmung, Thermohanf
Foto: Hock  
Holzfaserplatten. Holzfaserdämmplatten
Foto: "PAVATEX"  
Holzfaserdämmplatte
Foto: Steico  
Terrasse dämmen, Flachdachdämmung, Polyurethan
Foto: IVPU  
Zellulose Dämmung, Zellulosedämmung
Foto: Thermofloc  
Kalziumsilikatplatte, Klimaplatte, Dämmplatte
Foto: Getifix  
Mineralwolle, Mineralwolledämmung, Mineralwolldämmung
Foto: Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.  
Perimeterdämmung, Polyurethan
Foto: IVPU  
Flachsdämmung, Flachsdämmplatten
Foto: Flachshaus  
Kalziumsilikatplatten, Dämmplatte
Foto: Getifix  
Holzfaserdämmplatte
Foto: „HOMATHERM GmbH“  
Geschossdecke dämmen, Dämmung oberste Geschossdecke
Foto: IVPU  
Zellulosedämmung, Dämmschüttung, Zelluloseflocken
Foto: Thermofloc  
Holzfaserdämmplatte, Geschossdecke dämmen
Foto: Steico  
Flachshaus, Flachsdämmung, Flachsdämmplatte
Foto: Flachshaus  
Mineralwolle, Mineralwolledämmung, Leitungen dämmen
Foto: Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.  
Stopfwolle, Hanfwolle, Hanfdämmung
Foto: Steico  
Schilfrohrdämmung, Schilfrohrdämmplatten, Reetdämmung
Foto: Hiss Reet  
Mineralwolle Dämmfilz, Fassadendämmung, Dämmung Außenwand
Foto: Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.  
Dämmplatten aus Polyurethan sind aufgrund ihres leichten Gewichts sehr einfach zu verarbeiten und können problemlos bei der Aufsparrendämmung eines Steildachs verbaut werden.
Gerade bei der Sanierung und nachträglichen Wandämmung von Altbauten, trägt es zum Erhalt des historischen Charmes bei, wenn bei der Modernisierung natürliche Baustoffe wie Schilf verwendet werden. Nach der Montage der Dämmplatten, können diese mit Lehm verputzt werden.
Hanfdämmplatten verfügen über eine gute Wärmeleitfähigkeit. Die Platten können zudem sauber und staubarm eingebaut werden, sodass Atemprobleme und Hautunverträglichkeiten bei diesem Naturprodukt in der Regel kein Thema sind.
Holzfaserplatten sind sowohl für die Flachdach- als auch für die Steildachdämmung geeignet, da das Material sehr druckfest ist. Schneelasten auf dem Dach sind daher im Winter kein Grund zur Sorge.
Holzfaserdämmplatten können mit gängigen Holzbearbeitungswerkzeugen zugeschnitten und bearbeitet werden, zum Beispiel mit einem elektrischen Fuchsschwanz oder Dämmstoffsägen, sodass die Platten individuell auf Maß gestutzt werden können.
Auch eine Dachterrasse sollte angemessen gedämmt werden, damit möglichst wenig Wärme aus den darunter liegenden Räumen verloren geht. Das Dämmmaterial sollte dabei besonders druck- und trittfest sein.
Zellulose wird bei der Dämmung des Fußbodens manuell aufgeschüttet, gleichmäßig verteilt und anschließend plan abgezogen. Über die Dämmschicht wird danach eine begehbare Abdeckung verlegt.
Insbesondere bei Altbauten kommt eine Fassadendämmung oft nicht infrage, sodass Bauherren nur die Dämmung der Innenwand bleibt. Kalziumsilikatplatten weisen gute Dämmwerte auf und tragen durch ihre Diffusionsfähigkeit zudem zu einer Verbesserung des Raumklimas bei.
Um den Energiebedarf möglichst gering zu halten, sollten Hausherren bei der Dämmung nachrüsten. Innenwände können beispielsweise durch Mineralwolleplatten gedämmt werden.
Außenwände, die mit Erdreich in Berührung kommen, sollten mit robusten Dämmstoffen versehen werden. Polyurethanplatten bei der Perimeterdämmung sind hier ideal, da das Material druckfest ist und wenig Feuchtigkeit aufnimmt.
Dämmplatten aus Flachs werden einfach zwischen die Sparren, Konstruktionshölzer, Metall- oder Holzständer eingeklemmt. Dicht an dicht verlegt, verfilzen sich die Fasern an den Kanten und bilden so eine lückenlose Dämmschicht.
Kalziumsilikatplatten werden mit einem Spezialkleber auf die Wand aufgebracht. Nach dem Trocknen können die Dämmplatten problemlos grundiert, gestrichen, verputzt und tapeziert werden.
Dämmplatten aus Holzfasern können vielseitig eingesetzt werden. Im Dachbereich können die flexiblen Platten einfach zwischen die Sparren geklemmt werden und benötigen so keine zusätzliche Halterung.
Über ein ungedämmtes Dach können bis zu 30 Prozent der Heizenergie verloren gehen, sodass hier eine gute Dämmung besonders notwendig ist. Bei einem unausgebauten Dachgeschoss bietet sich eine Dämmung der obersten Geschossdecke an. Mit Dämmplatten aus Polyurethan ist dies ohne großen Aufwand in Eigenleistung möglich.
Vor allem bei Altbauten, die über keinen ausreichenden Wärmeschutz verfügen, sind Zellulosedämmstoffe eine gute Wahl: die Flocken werden einfach in die bestehende Konstruktion eingeblasen, sodass eine durchgängige Dämmung ohne Wärmebrücken entsteht.
Holzfaserdämmplatten können schnell und einfach auf einer begehbaren oberen Geschossdecke verlegt werden. Da sich das Material leicht bearbeiten und zurechtschneiden lässt, können auch Bereiche um Balken lückenfrei gedämmt werden.
Flachsdämmplatten werden fugenfrei zwischen den Sparren eingebaut. Durch die faserige Struktur und hohe Elastizität passen sie sich hervorragend den seitlichen Konturen an und klemmen dauerhaft im Gefach. Ein hervorragender Wärme- und Schallschutz sind hierdurch gewährleistet.
Zusätzlich zur Dämmung von Wänden, Decken und Böden sollten Hausherren auch über eine Dämmung von Rohrleitungen nachdenken. Mit Rohrschalen aus Mineralwolle lassen sich Warmwasserleitungen schnell und einfach in Eigenregie dämmen.
Stopfwolle aus natürlichen Hanffasern wird einfach mit den Händen in Hohlräume gedrückt und kann so schwer zugängliche Stellen und kleinere Öffnungen ausfüllen, die nicht mit festen Dämmplatten bedeckt werden können.
Luft sowie Luftschichten zwischen den einzelnen Schilfrohrhalmen sorgen für die guten Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften von Reet. Dämmplatten aus diesem Naturstoff haben zudem den Vorteil, dass sie direkt verputzt werden können.
Bei zweischaligen Mauern ist das Dämmen besonders einfach. Die Dämmfilze aus Mineralwolle werden in den Hohlraum eingearbeitet und schützen so das Haus vor Wärmeverlust.
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