Wärmedämmung - für Haus, Fassade und Dach
Die Firma Bauer Bauelemente bietet eine Aluminium-Fassade mit PUR-Schaum-Dämmung an. Das Dämmaterial ist auf die Rückseite des Alublechs geklebt. Die zugehörige Hinterlüftung ist daher nicht zwischen Dämmung und Alu-Fassadenblech, sondern zwischen Dämmung und Hauswand, wo die Fassadenplatten auf Holzleisten montiert werden. Stellt dieses Prinzip eine sinnvolle Dämmung und Hinterlüftung dar?
Hallo Herr Dr. Valentin Kloeppel,
Ich gehe davon aus, dass es sich um vorgefertigte Elemente handelt.
Sinn der Fassadenhinterlüftung in der gängigen Weise bei zweischaligem Mauerwerk, ist entstehende Feuchte abzuführen. Gängigeweise heißt hier von innen nach aussen aufgeführt: Mauerwerk, Dämmung auf Mauerwerk, Luftschicht, und Vormauerschale oder sonstige Verkleidung. Raumfeuchte bei dampfdiffusionsoffenen Wandaufbauten wird somit nach der Dämmschicht abgeführt. Witterungsbedingte Feuchtigkeit zwischen Aussenschale und Dämmung konnte durch die Hinterlüftung abgeführt werden. In Ihrem Falle entsteht zwischen Aussenschale und Dämmung keine Feuchtigkeit. Zumindest wenn es sich um ein geschlossenes vorgefertigtes Element handelt. Evtl. raumseitig ausdiffundierende Feuchte könnte zwischen den Luftraum von Hauswand und Dämmung abgeführt werden. Diese Schichtenaufbauten setzten eine Detailplanung voraus, denn Luftzirkulation muss ermöglicht werden. Da es leitzendlich ein bauphysikalisches Anliegen ist, sollte die Aussenwand als ganzes Bauelement ohnehin eine Tauwassernachweis im Zusammenhang mit der energetischen Berechnung erhalten.
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