Hausbau, Haus bauen
Die Fassade des Hauses übernimmt zahlreiche Funktionen: Statische, regulierende, schützende sowie optische. Oftmals werden diese unterschätzt. Dabei ist die Fassade eines Hauses gleich in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Dementsprechend sollten Bauherren bei der Planung eines Neubaus aber auch der Sanierung eines Hauses entsprechende Aufmerksamkeit auf die Fassadengestaltung legen und eine passende Fassadenvariante wählen. Schließlich bedarf die Fassade kontinuierlicher Pflege beziehungsweise Instandhaltung. Nur so kann sie ihre vielfältigen Funktionen langfristig erfüllen.
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Fassade – ein wahrer Tausendsassa

Wie die menschliche Haut, übernimmt auch die Fassade eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Dabei kommen ihr sowohl gestalterische als auch funktionale Aufgaben zu: Zunächst einmal handelt es sich bei der Fassade oftmals um ein tragendes Bauteil. Zugleich ist sie die Begrenzung zwischen Innenraum und Umwelt. Der Fassade kommt also eine regulierende und schützende Funktion zu. Von Außen ist die Fassade den unterschiedlichsten Wetterverhältnissen ausgesetzt. Sie schützt das Innere des Hauses vor zu großer Kälte im Winter, vor zu großem Aufheizen im Sommer und vor Nässe bei Regen oder Schnee. Neben dieser Schutzfunktion für den Innenraum des Hauses sollte die Fassade so gestaltet sein, dass Regen, Sonnenlicht und Kälte möglichst keine Spuren hinterlassen.

Fassadenkonstruktion – tragend oder nichttragend

Neben den bereits dargestellten Funktionen, kann eine Fassade auch tragende Funktionen übernehmen. Dies ist dann der Fall, wenn die Außenwand selbst eine statische Funktion im Gebäude übernimmt, wenn es sich also um eine tragende Außenwand handelt. Hier lasten enorme Kräfte auf der Fassade, vom Dach über Decken bis hin zu Windlasten. Anders verhält es sich bei nichttragenden Fassaden. Diese müssen lediglich ihre eigenen Lasten tragen oder aber auf das innenliegende Tragwerk ableiten.

Fassadenvarianten – ein Überblick

Natürlich sind die eher technischen Anforderungen an eine Fassade von enormer Wichtigkeit. Allerdings geht es bei der Entscheidung für einen Fassadentyp auch um gestalterische Prinzipien. Denn die Auswahl ist riesig und umfasst Holz, Klinker, Putz, Riemchen, Gas, Natur- und Kunststeine aber auch alternative Konstruktionen wie Solarpanels. Die Auswahl der passenden Fassadenmaterialen hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig ist, dass die Fassadengestaltung zu Nutzungsart und Architektur des Hauses passt. Denn ein moderner Industriebau verlangt nach einer ganz anderen Fassadengestaltung als ein behutsam saniertes älteres Haus. Neben gestalterischen Aspekten und dem eigenen, subjektiven Geschmack spielen zudem baurechtliche Aspekte eine Rolle. Nicht überall und bei jedem Gebäude sind alle Fassadentypen verwendbar.

Lang lebe die Fassade – Instandhaltung

Um nicht nur ihr Aussehen, sondern auch ihre Funktion zu erhalten, bedarf die Außenhaut des Hauses in regelmäßigen Abständen einer entsprechenden Pflege. Hierbei sollte beachtet werden, dass eine entsprechende Instandhaltung nicht zu lange hinausgezögert wird. Denn eine schadhafte Fassade kann das Haus nicht mehr optimal schützen und es kann dadurch zu gravierenden Folgeschäden kommen. Eine Fassadensanierung bietet zudem immer auch die Möglichkeit, über eine Neugestaltung und auch die Ausweitung eines Wärmeschutzes nachzudenken. Eine Instandhaltung mit zusätzlicher Wärmedämmung kann zudem auch unter finanziellen Gesichtspunkten interessant sein: Zum einen mindern Sie so Ihre Energiekosten dauerhaft. Zum zweiten gibt es attraktive Fördergelder für energetische Fassadensanierungen. Und schließlich erhöhen Sie den Wert Ihrer Immobilie durch eine solche Sanierung.

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