Material - Fenster aus Alu, Holz und Kunststoff

Sprossenfenster als Stilmittel

Das Sprossenfenster ist der beste Beleg dafür, dass Fenster nicht nur rein praktische, sondern auch stilistische Funktionen erfüllen. Beim Sprossenfenster muss man zwischen dem echten und dem unechten unterscheiden.

von Jörg Wellbrock
Sprossenfenster
Mit Sprossenfenster lassen sich gestalterische Highlights setzen. Foto: Rekord

Moderne Fenster bieten einen guten Schall- und Wärmeschutz. Sie sollen zudem dafür sorgen, dass viel Licht in die Räume gelangt. So gesehen fallen Sprossenfenster etwas aus dem Rahmen, denn sie bestehen aus einer Vielzahl kleiner Quadrate, die durch Leisten - also die Sprossen - voneinander getrennt werden. Der Lichteinfall wird dadurch reduziert. Aber wer Fenster mit einem ganz bestimmten Stil will, nimmt das in Kauf.

Das echte Sprossenfenster

Viele kleine Glasscheiben werden bei dieser Variante des Sprossenfensters eingesetzt, die Sprossen teilen sie. Neben dem Sprossenfenster gibt es übrigens auch die französischen Sprossentüren, also Glastüren mit eingesetzten Sprossen.

Das unechte Sprossenfenster

Wem echte Sprossenfenster zu teuer sind oder wer sich unter Umständen später wieder umentscheiden will, kann auf unechte Sprossenfenster zurückgreifen. Die Sprossen sind bei dieser Variante lediglich auf das Fenster geklebte Leisten, die aus Holz, Kunststoff oder Metall sein können. Kritiker bemängeln gern, dass man sofort sieht, dass es sich um eine Fälschung handelt. Hier bieten sich so genannte Wiener Sprossen an. Sie werden von innen und außen am Fenster angebracht, zusätzlich wird eine Leiste zwischen den Scheiben eingefügt. So entsteht die perfekte Illusion eines Sprossenfensters.

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