Verglasung von Fenstern: einfach, zweifach oder dreifach
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt Auskunft über den Wärmeverlust eines Gebäudes.
von Jörg WellbrockModerne Fenster verfügen zum Teil über außergewöhnliche Dämmwerte. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede beim Verlust der Wärme. Mithilfe des Wärmedurchgangskoeffizienten erhält man genaue Auskunft darüber, wie gut das eigene Fenster tatsächlich dämmt.
Jede Wertermittlung braucht eine Maßeinheit: Beim Wärmedurchgangskoeffizient ist das der U-Wert. Basis für diesen Wert ist die Innen- und die Außenseite des Fensters. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeenergie in einer Stunde durch eine ein Quadratmeter große Fläche fließt, wenn eine Temperaturdifferenz von einem Kelvin besteht. Um den U-Wert zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Man kann spezielle Messanlagen verwenden oder sich an der DIN EN 674 orientieren. Das ermittelte Ergebnis wird dann in W/m2 K dargestellt. Dabei steht das „W“ für Watt und das „K“ für Kelvin.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ein niedriger U-Wert für eine gute Wärmedämmung steht. Je niedriger also der Wert, desto besser der Wärmedurchgangskoeffizient. Allerdings muss man sich die Details ein wenig genauer ansehen, denn von Bedeutung ist eben auch, wofür genau der U-Wert errechnet wurde. Wird der Wärmedurchgangskoeffizient für das ganze Fenster berechnet, spricht man vom Uw-Wert. Nur auf die Fensterrahmen bezieht sich der Uf-Wert. Und der Ug-Wert befasst sich ausschließlich mit der Verglasung.
Auch beim Fensterglas gibt es Unterschiede. Zudem kann auch der Wärmedurchgangskoeffizient von Rollläden, Fensterläden und Jalousien errechnet werden. Bei den Gläsern wird unterschieden zwischen Einfachglas (U-Wert etwa 5,8 W/m2 K), älteren Isolierglasfenstern (U-Wert rund 3,0 W/m2 K), Wärmedämmglas (U-Wert etwa 1,1 W/m2 K) und Spezialverglasung (U-Wert unter 1 W/m2 K).
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