Heizungsarten - Heizen mit Holz, Gas und Solar
Das eigene Haus und keine Heizung im Keller? Gut möglich, wenn mit Fernwärme geheizt wird. Eine Fernheizung hat Vor-, aber auch Nachteile.
In manchen Häusern braucht man keine eigene Heizung: Das ist dann der Fall, wenn der örtliche Energieversorger Fernwärme anbietet und der Stadtteil, in dem sich das eigene Haus befindet, bereits erschlossen ist. Der klare Vorteil der Fernwärme: Man benötigt keine eigene Heizungsanlage, die, soll sie heutigen Effizienz- und Umweltkriterien entsprechen, leicht einen fünfstelligen Betrag kosten kann.
Da bei einer Fernheizung die Wärme mittels eines Rohrsystems ins Haus geliefert wird, benötigt man lediglich eine Übergabestation. Das bedeutet: Keine Gasleitungen oder Erdöltanks und keine klobige Zentralheizung, die im Keller Platz wegnimmt. Ein Kamin wird auch nicht benötigt, da im Haus keine Verbrennungsvorgänge zu Heizzwecken stattfinden.
Fernwärme wird überwiegend als ökologisch sinnvoll erachtet, da es sich oft um die überschüssige Wärme aus Fabriken und Kraftwerken handelt, die ansonsten sinnlos verpuffen würde. Erzeugt wird sie demzufolge mittels Kraft-Wärme-Kopplung. Bisweilen wird auch die Wärme von Müllverbrennungsanlagen genutzt. Unter Umständen kann auch dem Erdreich Wärme entzogen werden - also Geothermie.
Da der Ausbau der Fernwärme mit hohen Investitionen verbunden ist, besteht mancherorts ein Anschlusszwang: Wer dann in einer bestimmten Gegend baut, muss Fernwärme beziehen und darf keine andere Heizungsart einbauen. Auch gibt es keinen wirklichen Wettbewerb: Vor Ort gibt es einen Platzhirsch, der die Preise bestimmt.
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