Flächenheizung: Wohlfühlwärme von Wand und Boden

Wer in seinem Haus keine Heizkörper haben möchte, entscheidet sich heute oft für eine Fußbodenheizung. Doch es gibt weitere Alternativen, die unsichtbar für angenehme Wärme im Haus sorgen: Wandheizungen und Heizleisten, die beide als Flächenheizungen zusätzlich für besonders hohen Wohnkomfort sorgen.

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Flächenheizungen, Wandheizung, Fußbodenheizung, Foto: Viega
Eine Flächenheizung sorgt für behagliche Wärme und spart dabei auch noch Energie. Die angenehme Strahlungswärme von Wand- und Fußbodenheizung kann auch kombiniert werden. Foto: Viega Foto: Viega

Flächenheizungen haben sehr viele Vorteile. Zum einen wird ihre Wärmeübertragung durch Strahlungswärme vom menschlichen Organismus als sehr angenehm empfunden, zum anderen lässt sich durch eine großflächige Wärmeübertragung und damit verbundene niedrigere Vorlauftemperaturen zusätzlich Geld sparen. Wer beispielsweise den Raum mit einer großflächigen Fußboden- oder Wandheizung beheizt, kann die Raumtemperatur bei gleicher Behaglichkeit um zwei bis drei Grad absenken. Das bewirkt eine Heizkostenreduzierung um  zwölf bis 18 Prozent. Durch ihre geringen Vorlauftemperaturen sind Flächenheizungen ideal für die Kombination mit Wärmepumpen oder thermischen Solaranlagen geeignet.

Flächenheizungen erzeugen Strahlungswärme

Während Radiatoren die Wärme über aufgewärmte Luft an den Menschen weitergeben (Konvektion), arbeiten Flächenheizungen mit Strahlungswärme. Sie verteilen die Wärme sehr gleichmäßig. Dabei entstehen keine unangenehmen Luftzirkulationen mit Zugerscheinungen und Staubaufwirbelungen. Auch bauphysikalisch bringt die Flächenheizung Vorteile gegenüber Konvektionsheizungen, die mit ihrer Art der Wärmeabgabe (Konvektionswalzen) häufig gar nicht die Raumecken erreichen.


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Beliebter Klassiker: die Fußbodenheizung

Flächenheizung, Fußbodenheizung, Foto: djd/Bauherren-Schutzbund
Richtig geplant und installiert kann mit einer Fußbodenheizung Energie gespart werden. Foto djd/Bauherren-Schutzbund Foto djd/Bauherren-Schutzbund

Heutzutage gibt es kaum einen Neubau, in dem nicht wenigstens in Wohn- und Badezimmer eine Fußbodenheizung installiert wird. Es gibt aber auch im Altbau kaum noch eine Einbausituation, für die es nicht möglich wäre, eine Fußbodenheizung nachzurüsten. Nach wie vor ist sie die beliebteste Flächenheizung. Entsprechend vielfältig ist das Angebot der Hersteller. Allein die Möglichkeiten für das Rohrmaterial reichen hier von flexiblen, leicht zu verlegenden Kunststoffrohren über Verbundrohre aus Kunststoff und Aluminium bis hin zu Kupferrohren mit sehr hoher Wärmeleitfähigkeit. Ein weiteres Merkmal ist die Art der Verlegung (im Nassestrich vergossen oder in Trockenestrichplatten verlegt) und die Methode zur Fixierung der Heizschlangen auf dem Untergrund. 

Link-Tipp

Alle Infos zur Fußbodenheizung haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Tolle Wirkung: Wandheizungen

Flächenheizung, Wandheizung, Fußbodenheizung, Foto: Danfoss
Wandheizungen sorgen für ein optimales Raumklima. Foto: Danfoss Foto: Danfoss

Die Wandheizung bietet gegenüber der Fußbodenheizung den Vorteil, dass die Abstrahlung über die senkrechten Wände als besonders angenehm empfunden wird und sich zudem durch die warmen Wandoberflächen kein Schimmel bilden kann. Zudem lassen sich Wandheizungen schneller regulieren als im Estrich verlegte Fußbodenrohre. Ein Nachteil der Wandheizungen ist, dass die beheizten Flächen nicht zugestellt werden dürfen und beim Bohren natürlich auf den Verlauf der Heizungsrohre geachtet werden muss.

Eine Wandheizung hat neben der angenehmen Strahlungswärme noch einen weiteren Vorteil: Sie stellt gleichzeitig eine gute Schimmelprophylaxe dar. Denn Feuchtigkeit kann nur dann an der Wand kondensieren, wenn diese kälter als die Luft ist. Der Grund: Je wärmer die Luft, desto mehr Feuchtigkeit kann sie speichern. Da bei einer Wandheizung die Wandfläche in der Regel wärmer ist als die Luft im Raum, kondensiert an den Wänden keine Feuchtigkeit.

Link-Tipp

Alle Infos zur Wandheizung haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Ideal im Altbau: Sockelheizleisten

Eine dritte Variante der Strahlungsheizung ist die Sockelheizleiste, die ihre Wärme über indirekte Strahlungswärme abgibt. Die Heizleiste mit Heizregister erwärmt durch einen aufsteigenden Wärmeschleier über der Leiste die Innenwand, die die Wärme wiederum an die gegenüberliegende Wand wirft. Daher ist es wichtig, dass hier keine Innendämmung angebracht ist. Im Altbau lassen sich Sockelheizleisten relativ gut nachrüsten, als indirektes System sind sie allerdings nicht ganz so sparsam. Aufwand und Kosten der einzelnen Systeme sind von der jeweiligen Einbausituation abhängig.

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