Heizungsarten - Heizen mit Holz, Gas und Solar

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz ist umweltfreundlich und kostengünstig. bauen.de stellt die verschiedenen Arten kurz vor.

von Frank Kemter
Heizen mit Holz
Das Heizen mit Holz gilt als umweltfreundlich. Foto: Fotolia

Fossile Energieträger sind endlich. Für viele ist dies ein Grund, darüber nachzudenken, welche Alternativen es gibt. Eine althergebrachte Variante lautet: Heizen mit Holz.

Oft sehr preiswert - das Heizen mit Holz

Das Heizen mit Holz kann nicht nur deutlich preiswerter sein als die Verfeuerung von Öl oder Gas, es ist auch deutlich umweltfreundlicher. Es ist CO2-neutral, da beim Verbrennen nur die Menge des Treibhausgases freigesetzt wird, die der Baum während seines Wachstums aufgenommen hatte. Das stimmt zumindest, solange nur exakt so viel Holz geerntet wird, wie auch nachwächst und wenn man den Energieverbrauch für Transport und Lagerung außer acht lässt.

Brennholz aus dem Wald

Die preisgünstigste Möglichkeit mit Holz zu heizen ist, Scheitholz aus dem Wald zu organisieren. Natürlich legal: Viele regionale Forstämter bieten Selbsthackern und -abholern die Möglichkeit, selbst für ihren Holznachschub zu sorgen. Das ist sehr viel preiswerter als der Erwerb von bereits gehacktem Brennholz. Holz aus dem Wald sollte zwei Jahre lang getrocknet werden. Zu feuchtes Holz liefert beim Verbrennen viel weniger Wärme als trockenes. Denn es geht viel Energie für das Verdampfen der Flüssigkeit verloren.

Holzpellets als komfortable Variante

Besonders komfortabel ist das Heizen mit Holzpellets. Dies sind kleine, aus Holzspänen gepressten Zapfen, die in modernen Pelletheizungen verfeuert werden. Eine Tonne Pellets hat den gleichen Energiegehalt wie 500 Kilo Heizöl. Pellets sind preiswerter als Öl, andererseits sind Pelletheizungen in der Anschaffung teurer, so dass es einige Zeit braucht, bis sich die Investition amortisiert.

Heizen mit Holz: Moderne Heizanlagen

Das Heizen mit Holz ist mit einem modernen Holzheizkessel sogar noch günstiger als mit Pellets - allerdings weniger komfortabel. Bei diesen Holzheizkesseln müssen Holzscheite immer wieder manuell nachgefüllt werden. Große Pufferspeicher verhindern jedoch, dass man mehrmals am Tag in den Keller muss. Wer selbst gehacktes Holz verwendet, heizt ungemein günstig.

Eine weitere Variante der Holzheizung: Die Holz-Hackschnitzel-Heizung. Diese ist bei Bedarf ein echter Allesfresser und kann mit Pellets, Sägespäne, Tischlereiabfällen oder Getreide verfeuert werden. Verbreitet sind solche Heizungen allerdings eher in großen Gebäuden wie Schwimmbädern, Behörden oder Schulen.

Ebenfalls sehr effizient arbeiten Holzvergaserkessel: Die Wärme wird sowohl mit dem Verbrennen des Holzes, als auch mit dem Verbrennen des dabei entstehenden Holzgases erzeugt. Dies geschieht in zwei separaten Brennkreisläufen, wodurch effizient und abgasarm verbrannt wird.

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