Heizungsarten - Heizen mit Holz, Gas und Solar

Mini-BHKW: Kraftwerke für zu Hause

Kleine Blockheizkraftwerke für den Keller versprechen mehr Unabhängigkeit von Strom- und Gasanbietern und geringere Energiekosten. Aber nicht für jeden kommt ein Mini-BHKW infrage.

von Michael Gneuss
Mini-BHKW, Blockheizkraftwerk
In großen Eigenheimen mit hohem Wärmebedarf können Hausbesitzer viel Freude an einem Mini-BHKW haben. Foto: SenerTec / Immowelt.de

Kaum größer als eine Waschmaschine, erzeugen Mini-BHKW (Blockheizkraftwerke) gleichzeitig Strom, Heizwärme und Warmwasser. Durch diese Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) können diese Anlagen viel effizienter arbeiten. Möglich ist eine Brennstoffausnutzung von über 90 Prozent. Das heißt: Mini-BHKW nutzen die Energie dreimal besser als herkömmliche Kraftwerke. Und so werden bis zu 40 Prozent der Energie des eingesetzten Erdgases eingespart. 

Rentabel bei großer Betriebsstundenzahl

Damit die kleinen Kraftwerke sich aber wirklich rechnen, muss eine möglichst große Betriebsstundenzahl erreicht werden, die normalerweise mindestens bei 4.000 Stunden im Jahr liegen sollte. Auf diese Zahl kommen Haushalte allerdings nur bei einem sehr hohen und möglichst konstanten Wärmebedarf im Haus. Die Mini-BHKW für den Keller eignen sich also vor allem für Mehrfamilienhäuser. In größeren und älteren Ein- und Zweifamilienhäuser mit sehr hohem Wärmebedarf kann sich der Einsatz allerdings auch lohnen. Ein gut gedämmtes, kleines Energiesparhaus ist hingegen kein rentables Einsatzfeld. Schließlich hat die eigene Strom- und Wärmegewinnung auch ihren Preis. Die Anschaffung und Installation eines Mini-BHKW für ein Einfamilienhaus kosten je nach Gerät zwischen 13.000 und 30.000 Euro. Die Kosten für den Einbau einer vergleichbaren mit Gas oder Öl betriebenen Brennwertheizung liegen dagegen bei weniger als 10.000 Euro. 

Mini-BHKW: Hoher Wirkungsgrad und wartungsarm

Neben dem hohen Wirkungsgrad spricht auch der wartungsarme Betrieb für die Mini-BHKW, die sich in sehr günstigen Fällen schon nach etwa vier bis fünf Jahren amortisieren können. Wichtig zu wissen: Zusätzlich werden - ähnlich wie bei Photovoltaik-Anlagen - über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Zuschläge für den eingespeisten Strom gezahlt. Anders als bei Solarstrom wird allerdings weniger Geld ausbezahlt als man selbst für Normalstrom bezahlen muss. Deshalb lohnt es sich, zunächst den eigenen Bedarf per Mini-BHKW zu decken und nur den Überschuss einzuspeisen. Als einen weiteren Förderanreiz bietet die KfW-Bank günstige Kredite an. Außerdem können für wärmegeführte Mini-KWK-Anlagen auch Investitionskosten-Zuschüsse beim BAFA beantragt werden.

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