Heizungsarten - Heizen mit Holz, Gas und Solar
Heizen mit Holz ist preiswerter und umweltschonender als das Verbrennen von Öl oder Gas. Noch billiger: Das Flächenlos - eine Erlaubnis, selbst Holz aus dem Wald zu holen.
von Frank Kemter(bauen.de) - Ein Raummeter Buchenholz zum Heizen ersetzt etwa 160 Liter Heizöl. Kostenpunkt: Fertig gehackt und gut getrocknet etwa 80 Euro - in manchen Regionen weniger, in anderen auch mehr. Ob das Heizen mit Holz deutlich billiger ist als das mit fossilen Brennstoffen, hängt damit vor allem vom aktuellen Öl- oder Gaspreis ab. Außer man legt selbst Hand an. Denn dann ist die Holzheizung unschlagbar kostengünstig.
Doch einfach in den Wald fahren und Holz holen ist verboten. Wer selbst Holz schlagen will, muss beim örtlichen Forstamt ein so genanntes Flächenlos ersteigern. Dieses berechtigt dazu, auf einer bestimmten Parzelle liegendes Holz, das von den Förstern schon gefällt wurde, kleinzuhacken und mitzunehmen. Der Preis für ein Flächenlos ist durch Angebot und Nachfrage bestimmt. In jedem Fall wird jedoch die eigene Schufterei mit einem deutlich günstigeren Preis im Vergleich zu fertigem Brennholz belohnt. Allerdings: Das selbst gehackte Holz sollte nicht gleich verfeuert werden, sondern erst noch lagern - am besten zwei Jahre, um gut trocknen zu können. Denn zu feuchtes Holz hat einen geringeren Heizwert.
Um ein Flächenlos ersteigern zu dürfen, verlangen manche Forstämter allerdings einen Nachweis, dass der Ersteigerer auch mit einer Motorsäge umgehen kann, berichtet der Motorsägenhersteller Stihl. Informationen über Lehrgänge und Ausstattung finden sich im Internet.
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