FAQs zum Thema Heizungsmodernisierung

Alte Heizungsanlagen schlucken meist zu viel Energie. Eine Heizungsmodernisierung spart Kosten und entlastet die Umwelt. Bauen.de beantwortet die wichtigsten Fragen zum Kesseltausch.

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Heizungsmodernisierung, Foto: Institut für Wärme und Öltechnik e.V. (IWO)
Heizungsaustausch lohnt sich: Moderne Brennwertanlagen sparen Kosten und entlasten die Umwelt. Foto: Institut für Wärme und Öltechnik e.V. (IWO) Foto: Institut für Wärme und Öltechnik e.V. (

Schätzungen zufolge sind in Deutschland derzeit noch mehr als 200.000 Ölheizungen in Betrieb, die älter als 25 Jahre sind und viel mehr Energie verbrauchen als notwendig wäre. Aber auch jüngere Heizungsanlagen arbeiten oft ineffizient. In vielen Heizungskellern schlummert also ein erhebliches Sparpotenzial.

Wie lassen sich die Heizkosten drastisch senken?

Wer einen veralteten Öl- oder Gaskessel austauscht und stattdessen eine Heizungsanlage mit einem modernen Brennwertgerät einbaut, spart bis zu 30 Prozent Energiekosten, in Kombination mit Solarthermie für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung sogar bis zu 40 Prozent. Am effektivsten ist die Heizungsmodernisierung, wenn gleichzeitig der Wärmeschutz des Hauses durch Dämmung oder Fensteraustausch verbessert wird.

Was spricht außer den Kosten noch für eine Heizungsmodernisierung?

Eine moderne Heizungsanlage lässt sich besser den individuellen Bedürfnissen entsprechend regeln. Außerdem ist der CO2-Ausstoß viel geringer als bei alten Heizungen. Das schont Klima und Umwelt.

Gibt es eine Pflicht zu Heizungsaustausch?

Nach der aktuelle Energieeinsparverordnung EnEV 2014 müssen veraltete Heizungen, die vor 1985 installiert wurden, ab 2015 stillgelegt werden. Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die bereits seit dem 1. Februar 2002 oder länger in ihrem Haus wohnen, sind davon ausgenommen. In Falle eines Eigentümerwechsels muss die Heizung aber innerhalb von zwei Jahren ersetzt werden.  

Wie erkennt man, dass die Heizung nicht mehr effizient arbeitet?

Bereits eine 15 Jahre alte Heizung entspricht nicht mehr dem aktuellen Standard. Mit einem Heizungs-Check eines Fachhandwerksbetriebs lässt sich die Anlage genau überprüfen und bewerten.

Welcher Energieträger ist der beste für die neue Heizung?

Das hängt von den Gegebenheiten des Hauses ab: Wo ein Anschluss vorhanden ist, kann sich ein Wechsel zur Gas-Brennwerttechnik lohnen; bei entsprechendem Lagerplatz kommen Holzpellets in Frage, im sehr gut gedämmten Altbau auch eine Wärmepumpe. Wann immer möglich, sollte Solarthermie in die Heizungsmodernisierung eingebunden werden.

Lohnt sich der Heizungswechsel denn auch in Hinblick auf die Anschaffungskosten?

Eindeutig. Die Kosten für ein Gas- oder Ölbrennwertgerät amortisieren sich durch Einsparung bereits nach wenigen Jahren. Für Holzpelletkessel oder Wärmepumpe muss mehr investiert werden, doch die Einsparung ist langfristig größer und man ist von steigenden Öl- oder Gaspreisen unabhängig.

Gibt es staatliche Unterstützung für die neue Heizungsanlage?

Ja. Fördergelder für die Heizungsmodernisierung gibt es zum Beispiel im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ oder bei Umstieg auf erneuerbare Energien aus dem Marktanreizprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Auch einige Bundesländer fördern den Heizungswechsel.


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