Klimaanlagen - kühlen und heizen

Kosten sparen dank Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Schluss mit dicker Luft in den eigenen vier Wänden: Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung steigert die Wohnqualität und spart Energie. Der Einbau ist jedoch teuer. bauen.de zeigt die Vor- und Nachteile und gibt Tipps für die Anschaffung.

von Alexander Reindl
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Lüftungsanlagen
Allergiker können mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auch während der Pollenzeit frei durchatmen. Foto: OBI

Das Prinzip ist simpel: Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung saugt frische Außenluft über Rohre ins Gebäudeinnere und leitet zugleich verbrauchte Luft nach draußen. Zuvor nutzt ein Wärmetauscher die warme Abluft, um die Frischluft auf Zimmertemperatur zu bringen. Erst danach gelangt sie in Wohn- und Schlafzimmer.

Frei Durchatmen: Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Da mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auf regelmäßiges Stoßlüften verzichtet werden kann, lassen sich im Schnitt zehn bis 20 Prozent Heizkosten sparen. Besonders effektive Systeme schonen den Geldbeutel sogar um bis zu 40 Prozent. Darüber hinaus sorgt die Energiespareinrichtung dafür, dass sich in den Räumen weder Feuchtigkeit noch unangenehme Gerüche sammeln und die Wahrscheinlichkeit eines Schimmelpilzbefalls sinkt. Allergiker profitieren von speziellen Filtern, die Staub und Pollen erst gar nicht ins Gebäude lassen. Solche Pollenfilter müssen mindestens einmal im Jahr gewechselt werden und kosten je nach Lüftungsanlage zwischen 40 und 100 Euro.

Förderung durch KfW-Bank

Ebenfalls nicht ganz billig ist die Anschaffung einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Hausbesitzer müssen zwischen 5.000 und 7.000 Euro ohne Einbau investieren, um bei geschlossenen Fenstern tief Luft holen zu können. Im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizientes Sanieren" steuert der Staat immerhin fünf Prozent der förderfähigen Gesamtkosten bei, maximal jedoch 2.500 Euro pro Wohneinheit.

Tipp: Auf Wirkungsgrad und Stromverbrauch achten

Die Installation der Anlage macht ohnehin nur bei Häusern Sinn, die durch starke Dämmung möglichst luftdicht sind. Ist dies der Fall, so sollte bei der Auswahl der geeigneten Lüftungsanlage besonders auf den Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung geachtet werden. Er sollte mindestens 80 Prozent betragen. Ein niedriger Stromverbrauch ist ebenfalls empfehlenswert - sonst müssen eingesparte Heizkosten an anderer Stelle ausgegeben werden.

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von gerdi | am 06-10-2010 | 2 Antworten
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