Klimaanlagen - kühlen und heizen

Lüftungsanlagen: Gutes Klima

Häuser werden heutzutage immer stärker gedämmt. Die Folge: Der automatische Luftaustausch entfällt, die Schimmelgefahr steigt. Lüftungsanlagen versprechen, den schädlichen Pilzen den Nährboden zu entziehen.

von Heike Dettmar
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Lüftungsanlagen sorgen für eine konstante Frischluftzufuhr und können helfen, die Energiekosten zu senken. Foto: Zehnder/Immowelt.de

Die durch Schimmel verursachten Schäden häufen sich. Grund: Seit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden Häuser beim Neubau oder einer Modernisierung immer besser gedämmt. Der automatische Luftaustausch durch undichte Fugen und Ritzen entfällt, die Gefahr von Schimmelbildung steigt. Bei stehender Luft steigt die Luftfeuchtigkeit sehr viel schneller als bei guter Durchlüftung. Für Schimmelpilze entsteht so ein idealer Nährboden. Schon heute weist jede fünfte Wohnung in Deutschland Feuchtigkeitsschäden auf. Immer mehr Hausherren greifen deshalb auf moderne Lüftungsanlagen zurück, die selbsttätig für eine konstante Frischluftzufuhr sorgen.

Lüftungsanlagen: Zentral oder dezentral?

Lüftungsanlagen können als zentrale oder dezentrale Systeme betrieben werden. Bei der zentralen Variante wird durch ein spezielles Lüftungsgerät die verbrauchte und feuchte Raumluft dort abgesaugt, wo sie entsteht: in Küche, Bad und WC. Gleichzeitig strömt Frischluft in die Wohn-, und Schlafzimmer nach. Bei dezentralen Lüftungsanlagen kann jeder gewünschte Raum separat mit Frischluft versorgt werden. Dafür sorgen einzelne Zu- und Abluftgeräte, die in die Außenwände der einzelnen Räume eingelassen werden. Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Lüftungsanlage regelbar ist, damit sie beispielsweise während des Duschens oder Kochens auf eine höhere Leistung eingestellt werden kann.

Erweiterung um Wärmetauscher möglich

Werden Lüftungsanlagen um einen Wärmetauscher zur Wärmerückgewinnung erweitert, kann zusätzlich den Energieverbrauch reduzieren. Bei dieser Methode wird die verbrauchte Abluft erhitzt und dem Wohnraum als geheizte Zuluft wieder zugeführt. Dadurch können Heizenergie und Kosten gespart werden - bis zu 20 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr - allerdings nur dann, wenn die Fenster während der Heizperiode möglichst wenig geöffnet werden. Die Anschaffungskosten für eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung betragen zwischen 5.000 und 8.000 Euro pro Wohnung. Bevor Verbraucher sich jedoch eine Lüftungsanlage installieren, sollten sie sich die Wärmedämmung des Hauses genau anschauen. Denn bei einer schlechten Isolierung geht auch mit Lüftungsanlagen zuviel Energie verloren.

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von gerdi | am 06-10-2010 | 2 Antworten
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