Klimaanlagen - kühlen und heizen
Im Sommer wird es in manchen Räumen unerträglich heiß. Wer mit einem Klimagerät Abhilfe schaffen will, sollte bei der Auswahl des Geräts unbedingt auf Energieeffizienz achten.
von Frank Kemter(bauen.de) - An vielen Sommertagen wird es oft unerträglich heiß in der Wohnung. Klimageräte können hier Abhilfe schaffen. Allerdings verursacht die schnelle Kühlung oft hohe Stromkosten. Dies gilt insbesondere für die bisweilen recht preiswert angebotenen Monoblock-Geräte. Solche Geräte werden einfach im Raum aufgestellt, ein Abluftschlauch wird durchs Fenster gehängt oder durch einen Wanddurchbruch geführt. Solche Geräte sind zwar vergleichsweise günstig in der Anschaffung, verbrauchen aber mehr Strom, als moderne Split-Geräte. Da wegen des Druckausgleichs immer auch etwas warme Außenluft nach innen gesogen wird, während warme Innenluft nach außen gepustet wird, ist bei manchen Mono-Geräten auch die Kühlleistung suboptimal.
Split-Geräte arbeiten wesentlich effizienter. Sie bestehen aus einer Außen- und einer Inneneinheit. Die Außeneinheit fungiert dabei als Kondensator, beziehungsweise Kompressor, die Inneneinheit als Verdampfer. Hochwertige Geräte verfügen außerdem über eine intelligente Regelung und halten den Raum auf der gewünschten konstanten Temperatur. Manche Kuhlgeräte verfügen über eine integrierte Wärmepumpe, die in der Übergangszeit auch als Heizung funktioniert. Das Wärmepumpenprinzip bietet den Vorteil, dass nur ein Teil der Energie aus der Steckdose kommt, ein wesentlicher Teil aber der Umwelt entnommen wird.
Beim Kauf sollte grundsätzlich ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A bevorzugt werden. Die Stiftung Warentest hatte unlängst zwölf Klimangeräte getestet, davon sieben Geräte mit integriertem Wärmetauscher und fünf Split-Level-Geräte. Nicht alle konnten die Tester überzeugen: So schmückten drei Hersteller ihre stromhungrigen Geräte zu Unrecht mit den Energieeffizienzklassen A und B. Urteil der Warentester: Mangelhaft. Lob gab es nur für wenige Kühlmaschinen – nur drei Geräte wurden mit „gut“ bewertet. Der Testsieger von Stiebel Eltron (Gesamtnote: 2,0) ist mit gut 2.000 Euro zugleich auch das teuerste Gerät. Platz zwei (Gesamtnote: 2,1) belegte ein etwas preiswerteres Gerät von Daikin. Bei den ermittelten Stromkosten für 3.000 Betriebsstunden (403 Euro) lag es sogar ganz vorne, störend war lediglich der zu hohe Standby-Verbrauch – bei Nichtbenutzung sollte das Gerät deshalb vom Netz. Platz drei (Gesamtnote: 2,4) belegt ein Klimagerät von Einhell, das die Tester vor allem wegen des günstigen Preises und der guten Kühlleistung überzeugte. Allerdings verbraucht es recht viel: 3.000 Betriebsstunden kosten fast so viel wie das Gerät an sich. Der Rest des Testfeldes musste sich mit Bewertungen zwischen „befriedigend“ und „mangelhaft“ begnügen. Die Tester störten vor allem laute Betriebsgeräusche, hoher Stromverbrauch und bei manchen Monogeräten auch eine unbefriedigende Kühlleistung.
Um bei der Raumkühlung möglichst viel Strom einzusparen, sollten Verbraucher aber nicht nur auf Klimageräte setzen. Eine gute Verschattung verhindert oft schon, dass sich ein Raum zu stark aufheizt. Auch eine gute Wärmedämmung eines Gebäudes verhindert subtropisches Klima im Wohnzimmer.
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