Sanierung - Kosten beim Haus sanieren

Bausanierung: Altes Haus fit für die Zukunft

In Deutschland gibt es ein zahlreiche betagte Immobilien, denen eine Auffrischung gut täte: Eine Bausanierung kann alte Gemäuer fit für die Zukunft machen.

von Frank Kemter
Bausanierung, Haus sanieren
Oft ist eine gründliche Bausanierung nötig, um einen Altbau wieder fit zu machen: Ein Fensteraustausch kann helfen, Energie einzusparen. Foto: Velux

Häuser, die in den letzten Jahren gebaut wurden, erfüllen in der Regel alle Anforderungen an eine gute Wärmedämmung und haben einen hohen Wohnwert. Doch die Mehrzahl der Gebäude ist vergleichsweise alt. Eine gründliche Bausanierung erscheint vielfach notwendig, um aktuelle Anforderungen an das Wohnen zu erfüllen.

Energetische Bausanierung hochaktuell

Vor allem die energetische Bausanierung ist dabei hochaktuell. Die Bundesregierung plant, die Anforderungen an den Wärmeschutz schrittweise immer weiter zu erhöhen. Bald werden sich Neubauten allesamt sehr nah am Passivhaus-Standard orientieren müssen. Und auch wer einen Altbau gründlich saniert, wird sich an einige Regeln halten müssen: Wird etwa eine Fassade erneuert, so muss der Eigentümer bereits heute in den meisten Fällen auch gleichzeitig eine vernünftige Wärmedämmung anbringen. Ähnliches gilt, wenn das Dach erneuert werden soll. Auch durch den Einbau neuer Fenster oder einer neuen Heizanlage lässt sich eine Menge Energie einsparen.

Bausanierung im Denkmal

Doch nicht bei jeder Bausanierung hat die Energieeinsparung höchste Priorität. Im Denkmalschutz-Bereich geht es oft viel mehr darum, Altes zu retten, zu restaurieren und für die Nachwelt zu erhalten. So ist es kaum denkbar, dass eine reich verzierte Gründerzeitfassade mit modernem Dämmmaterial überklebt würde. Denkmalschutzbehörden sind zudem oft sehr pingelig, wenn es um den Fensteraustausch geht: Auch hier ist die Nähe zum Original oft wichtiger als die perfekte Wärmedämmung.

Ein großes Einsparpotenzial bei historischen Gebäuden eröffnet allerdings die Haustechnik: Ältere Zentralheizungen oder Thermen können gegen solche mit Brennwerttechnik ausgetauscht werden. Da diese die Wärme in den Abgasen nutzen und auch sonst sehr effizient arbeiten, sind oft Einsparungen von zehn oder mehr Prozent möglich. Handelte es sich bei der zuvor installierten Heizung um ein stark veraltetes Modell, kann der Einspareffekt sogar noch viel höher sein. Sind im Gebäude noch alte Nachtspeicheröfen im Einsatz, ist es ohnehin an der Zeit, tätig zu werden: Die Bundesregierung will nach und nach den Betrieb solcher alten Stromöfen verbieten: Die ersten Geräte müssen 2020 entfernt und gegen eine moderne Heizung ausgetauscht werden.

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