Sanierung - Kosten beim Haus sanieren
Feuchtigkeit im Haus schadet nicht nur der Bausubstanz, sondern ist auch gesundheitlich eine Gefahr für die Bewohner. Betroffene, feuchte Mauern müssen daher schnell einer Sanierung unterzogen und trockengelegt werden. Dafür gibt es mehrere Verfahren, die Erfolg versprechen.
von Gisela PitschModriger Geruch, unschöne Flecken und aufgeweichte Tapeten - häufig sind dies Anzeichen für Feuchtigkeit im Mauerwerk und nicht nur optisch ein Problem. Ist Schimmelbefall erkennbar, kann dies die Bewohner auch gesundheitlich beeinträchtigen. Atemwegserkrankungen, Haut- und Schleimhautreizungen sowie Kopfschmerzen können die Folge sein.
Die Ursache für feuchte Mauern ist meist Erdfeuchte, die aufgrund von Abdichtungsmängeln im Fundament von den trockenen Mauern aufgesogen wird. Betroffen sind oft Altbauten, deren Isolierungen veraltet oder gar nicht vorhanden sind. Doch auch Neubauten sind gefährdet, wenn Abdichtungen fehlerhaft ausgeführt wurden. Da vorhandene Feuchtigkeit schnell beseitigt werden sollte, werden verschiedene Trockenlegungsverfahren angeboten.
Beim Ausgrabungsverfahren wird Erdreich um die Grundmauern herum abgetragen und eine Isolierung angebracht. Dann werden Chromstahlplatten ins Mauerwerk eingetrieben, die eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit erzeugen. Diese Methode ist allerdings aufgrund der aufwendigen Bauarbeiten nur bei feuchte Mauern von freistehenden Häusern zu empfehlen.
Für eine Mauerwerksinjektion werden zunächst Löcher in geringem Abstand in die Mauer gebohrt. Darin werden Injektionsmittel eingebracht, die das Porengefüge des Mauerwerks verdichten und ein Durchdringen von Feuchtigkeit nach oben verhindern. Die Nachteile dieser häufig angewandten und relativ preiswerten Vorgehensweise sind Baulärm und Schmutz durch die Bohrungen. Außerdem birgt diese Methode das Risiko einer nicht fachgerechten Ausführung, da umfangreiche Voruntersuchungen und eine eventuelle Vortrocknung der Mauer notwendig sind. Ist nämlich die vorhandene Feuchtigkeit im Mauerwerk zu hoch, kann dieses das Injektionsmittel nicht ausreichend aufsaugen und feuchte Mauern so nicht richtig austrocknen.
Eine weitere Technik, um feuchte Mauern trocken zu legen, ist die Elektroosmose. Hierfür werden Elektroden am Mauerwerk angebracht. Diese können eine Strömungsbewegung des Wassers von der Mauer hin zu einem Erdersystem im Erdreich bewirken. Das Verfahren ist jedoch sehr umstritten, da eine hohe Versagensquote besteht. Die Wirkung hängt maßgeblich von der Porengröße der Ziegel sowie vom Durchfeuchtungsgrad der Mauer ab. Der gemessene Abtransport der Feuchtigkeit aus der Mauer ist meist so gering, dass es kaum zu bemerkbaren Effekten kommt. Die verbliebene Restfeuchte ist oftmals mit 50 Prozent Durchfeuchtungsgrad zu hoch, so dass die Elektroosmose dann kaum Unterstützung für eine Mauertrockenlegung bietet.
© Immowelt AG 2012 ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!