Sanierung - Kosten beim Haus sanieren
Eine Alternative zum Verputzen von Wänden ist das Verkleben von Gipskartonplatten. Das geht schnell und die Trocknungszeiten sind relativ kurz.
von Frank KemterHeimwerker, die sich das Verputzen von Wänden nicht zutrauen, haben eine Alternative: Anstelle Putz aufzutragen, können auch Gipskartonplatten an die Wände geklebt werden. Dabei entfallen lange Trocknungszeiten.
Die Trockenbau-Alternative kann sowohl beim Neubau als auch bei der Altbausanierung angewandt werden. Bei letzterem muss in den meisten Fällen allerdings der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden, da alter Putz oft an manchen Stellen lose ist. Solche Stellen müssen zuvor entfernt und ausgebessert werden. Ist der Alt-Putz sehr sandig oder sonst in einem schlechten Zustand, kann es sogar empfehlenswert sein, diesen komplett zu entfernen. Um einen dauerhaften Halt der anzuklebenden Gipskartonplatten zu gewährleisten, ist zudem eine Grundierung aufzubringen.
Die eigentlichen Arbeiten beginnen mit dem Anrühren von Gips, der als Kleber fungiert, nach Herstellerangaben. Sodann werden auf die Rückseite der Platten mit einer Kelle kleine Portionen des Gipses - Handwerker nennen diese Batzen - aufgebracht. Eine vollflächige Verklebung der Platten ist nicht angesagt. Die - je nach Notwendigkeit vorher zugeschnittenen - Gipskartonplatten werden nun direkt an die Wand geklebt. Kleinere Unebenheiten der Oberfläche können leicht durch festeres oder weniger festes Andrücken ausgeglichen werden, der gerade Sitz der Platten wird regelmäßig mit einer Wasserwaage überprüft. Mit dieser Vorgehensweise wird aus einer ehemals unebenen Altbau-Wand eine glatte. Um die Verbreitung von Trittschall zu dämmen, sollten die Platten unten nicht direkt auf dem Boden aufliegen. Kleine Holzklötzchen, die nach dem Austrocknen wieder entfernt werden, sorgen für einige Millimeter Abstand.
Ist die Wand fertig verklebt, muss der Gips-Kleber erstmal austrocknen. Je nach Temperatur und Witterung kann das unterschiedlich lange dauern, zur Sicherheit sollte der Heimwerker erst nach ein paar Tagen mit den Arbeiten fortfahren. Diese bestehen darin, die Fugen zwischen den einzelnen Gipskartonplatten sorgfältig zu verspachteln und anschließend zu schleifen. Am Übergang zwischen Wand und Decke wird nun noch eine Acryl-Fuge eingebracht. Die Wand ist nun fertig und kann tapeziert oder gestrichen werden.
Die Methode eignet sich auch für den Neubau. Da hier die Wände meist deutlich ebener sind, können die Gips-Batzen zum Kleben kleiner ausfallen, so dass die Platten näher an der Wand anliegen, womit auch weniger Wohnraum verloren geht.
Übrigens: Gipskartonplatten werden vom Volksmund oft Rigips-Platten genannt. Rigips ist allerdings keine Gattungsbezeichnung, sondern ein Markenname.
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