Richtig Dübeln: Tipps und Tricks rund um den Dübel

Schwere Hängeschränke oder Gemälde benötigen starken Halt, damit sie mit den Schrauben nicht aus der Wand rutschen. Die Lösung: Dübel. Sie verzahnen sich so mit dem Wandmaterial, dass die eingedrehte Schraube auch hohes Gewicht halten kann. Bei der Wahl des richtigen Dübels gilt es jedoch ein paar Regeln zu beachten.

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Die Flügel des Dübels spreizen sich in dem umgebenden Baustoff und verzahnen sich mit ihm. Foto: TOX-DÜBEL-TECHNIK GmbH Foto: TOX-DÜBEL-TECHNIK GmbH

Dübel sind Bauteile aus Kunststoff oder Metall, die Schrauben fest in Decken oder Wänden verankern. Steckt der Dübel in dem vorbereiteten Bohrloch und die Schraube wird eingedreht, spreizen sich seine Flügel in dem Baumaterial und verhaken sich in ihm – die eingedrehte Schraube lässt sich nicht mehr herausziehen. Voraussetzung für eine stabile Konstruktion ist allerdings die Wahl des richtigen Dübels. Um diesen aus dem großen Angebot herauszufiltern, sollte man ein paar Faustregeln beachten.

Die richtige Dübel-Art wählen

Baustoffplatten, Beton oder Mauerwerk –jedes dieser verschiedenen Materialien stellt andere Ansprüche an einen Dübel und nicht jeder Dübel eignet sich:

  • Dämmstoffdübel eignen sich für feste Dämmmaterialien wie Hartschaumplatten oder Styropor, halten allerdings nur wenig Gewicht.
  • Porenbetondübel kommen in dem porösen Material Gasbeton – auch Porenbeton genannt – zu Einsatz.
  • In leichten Materialien wie Span-, Faserzement- oder Gipskartonplatten halten Hohlraumdübel am besten.
  • Universaldübel sind die Allrounder unter den Dübeln. Sie können für nahezu jeden harten Bohrgrund verwendet werden, halten allerdings nur leichte bis mittelschwere Lasten.

Prüfen des Bohrgrundes

Um herauszufinden, mit welchem Baustoff man es zu tun hat, gibt es einen einfachen Trick: Einfach die Wand leicht anbohren, denn die Farbe des Bohrmehls verrät das Material. Ist dieses rot, handelt es sich um Ziegel, graues Bohrmehl deutet auf Beton hin und weißes auf Kalksandstein.

Tipps zum Dübeln

Um beim Dübeln ein gutes Ergebnis zu erreichen, helfen ein paar einfache Tricks:

  • Nach dem Bohren sollte das Mehl aus dem Loch entfernt werden. Dabei hilft der Staubsauger oder ein Strohhalm, durch den man kurz in das Loch bläst. Verbleibt das Mehl im Loch, findet der Dübel nur schwer Halt.
  • Damit der Dübel optimal in der Wand hält, muss das Bohrloch einen Mindestabstand zu Ecken und Kanten haben. Wie groß dieser sein muss, hängt von dem individuellen Baustoff und der Bohrtiefe ab.
  • Dübel und Schraube sollten aufeinander abgestimmt sein. Die gewählte Schraube sollte den größtmöglichen Durchmesser besitzen, um sich fest mit dem Dübel zu verzahnen und nicht wieder herauszurutschen.
  • Für eine optimale Tragfähigkeit ragt die Spitze der Schraube nach dem Eindrehen ein kleines Stück – dieses entspricht etwa dem Durchmesser der Schraube – aus dem Dübel-Ende heraus.

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