Sicherer Halt im Trockenbau – spezielle Dübel für Gipsplatten

Wer Lasten sicher in Trockenbauwänden verankern will, sollte spezielle Dübel für Gipsplatten verwenden. Diese gibt es für jede Einbausituation und jeden Verwendungszweck.

 Kommentare

Dübel für Gipsplatten, Spezialdübel
Mit dem richtigen Dübel für Gipsplatten halten an Trockenbauwänden auch Lasten wie Wandregale. Foto: fischer-cg.de/Fotolia.com Foto: fischer-cg.de/Fotolia.com

Gipskarton- und andere Leichtbauplatten werden gerne für den Trockenbau im Innenbereich genutzt. Diese Bauweise hat viele Vorteile, allerdings sind später für die Befestigung schwerer Lasten spezielle Befestigungsmittel nötig. Spezielle Dübel für Gipsplatten, die auch für Einrichtungsgegenstände, zum Beispiel Hängeschränke, verwendet werden, sind im Handel erhältlich.

Befestigungsmittel für Gipsplatten im Handel

Im Baumarkt oder im Fachhandel sind unterschiedliche Arten von Befestigungsmitteln für Lasten an Gips- und Leichtbauplatten erhältlich:

  • Der Kippdübel, auch Federklappdübel, ist ein Hohlraumdübel aus Metall oder auch Nylon, der zur Befestigung von Gegenständen, wie Gardinenschienen, Lampen oder Regalen, verwendet werden kann. Nach dem Einschrauben in die Wand oder Decke faltet sich eine Metallkonstruktion auf, die dem Dübel Halt gibt. Verwendbar sind diese Dübel für Gipsplatten dann, wenn hinter der Platte ein Hohlraum vorhanden ist.
  • Anker sind Hohlraumdübel, mit denen kleine und leichte Lasten befestigt werden können.
  • Gipskartondübel sind Schnellmontagedübel mit selbstschneidendem Spezialgewinde aus Kunststoff oder Metall.
  • Metall-Hohlraumdübel spreizen sich beim Anziehen auf und gewährleisten so den sicheren Halt, die eingearbeiteten Metallkrallen verhindern, dass sich der Dübel beim Anziehen der metrischen Schraube verdreht.
  • Weiterhin gibt es spezielle Befestigungsschrauben für Gipskarton, die ohne Dübel auskommen.

 

Welcher Dübel verwendet werden muss, hängt von der Platten- und Hohlraumdicke, aber auch vom Gewicht der Last ab, die die Dübel für Gipsplatten später tragen sollen. Auf den Verpackungen sind diese Werte angegeben.

Dübel setzen, aber richtig

Damit das Befestigungsmittel später richtig fest sitzt und seine maximale Tragfähigkeit entfalten kann, muss beim Setzen verschiedenes beachtet werden.

  • Gipskartondübel werden mit einer Montagehilfe so waagrecht wie möglich in der Wand befestigt. Das Eindrehwerkzeug ist meist in der Verkaufsverpackung enthalten und kann auf die Bohrmaschine aufgeschraubt werden. Durch das selbstschneidende Gewinde wird eine sichere und formschlüssige Befestigung ermöglicht, ein Vorbohren ist nicht erforderlich. Je nach Ausführung beträgt die Tragkraft zwischen sieben und elf Kilogramm pro Dübel.
  • Hohlraumdübel aus Metall werden mit einer Montagezange, Akkuschrauber oder Schraubendreher in ein vorgebohrtes Loch eingeschraubt, beim Einschrauben des Dübels muss eine Mitdrehsicherung verwendet werden. Geeignet sind diese Dübel zum Beispiel für Bilder, leichte Wandregale oder Spiegelschränke.

 

Bei der für die Dübel angegebenen Tragkraft ist immer zu beachten, dass der Untergrund das Maß angibt. Deshalb ist die Tragfähigkeit, die Dübel für Gipskartonplatten aufweisen, auch immer von der Stärke der Gipskartonplatten abhängig.


Anzeige


War dieser Artikel für Sie hilfreich?

(6 Bewertungen, Ø 4.67)

Kommentar schreiben


Information

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt.

Datenschutz

Ihre personenbezogenen Daten werden entsprechend den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen behandelt. Infos zum Datenschutz

Werbung

Werbliche Verlinkungen in den Kommentaren werden entfernt.

Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder

Energetische Sanierung: Schwachstellen mit der Wärmebildkamera erkennen

Thermografie: Eine Wärmebildkamera zeigt, wo die energetischen Schwachstellen eines Hauses sind. weiterlesen

Nachträglicher Schallschutz

Viele Altbauten haben einen eher schlechten Schallschutz. Das kann für die Bewohner zu einer erheblichen Belastung werden. Der Schallschutz eines Gebäudes lässt sich aber nachträglich verbessern. weiterlesen

Schadstoffe im Haus: Richtig sanieren

Umweltgifte und Schadstoffe im Haus können eine gesundheitliche Gefahr darstellen. Asbest, Radon und Co. sollte man deshalb durch Sanierung beseitigen. weiterlesen

Modernisierung: Das müssen Hauseigentümer beachten

Die Modernisierung des Eigenheims ist nicht nur alleinige Sache der Eigentümer. In einigen Fällen müssen sie erst eine Baugenehmigung der örtlichen Baubehörde einholen, wenn sie ihr Haus modernisieren möchten. weiterlesen

Trockener Altbaukeller mit Injektionsverfahren

Viele Altbau-Keller sind feucht und sanierungsbedürftig. Das Injektionsverfahren ist ein vergleichsweise einfaches Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung. weiterlesen