Sanierung - Kosten beim Haus sanieren
Schimmelpilz im Keller kann eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung darstellen. Infos, wie sich die Gefahr abwenden lässt.
von Frank Kemter(bauen.de) - Schimmelpilzsporen können erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. Deshalb gilt es, dem Schimmel in den eigenen vier Wänden keine Chance zu lassen. Dies gilt insbesondere auch für den Keller, mahnt der Hersteller Heidelberg-Cement. Denn die Sporen sind sehr leicht und können sich im ganzen Haus verteilen.
Deshalb gilt es, schon bei der Planung des Kellers ein schimmelfeindliches Klima anzustreben. Weniger empfehlenswert ist demnach die Ausführung des Untergeschosses als so genannte schwarze Wanne. Dabei handelt es sich um einen konventionell mit Steinen gemauerten Keller, der von außen mit Bitumen abgedichtet wird. Doch dieses Dichtmaterial kann nicht immer drückendem Wasser standhalten. Im Laufe der Jahre können so gebaute Keller zudem durch Beschädigungen an der Bitumenschicht oder Setzungsrisse undicht werden. Die Folge: Der Keller wird feucht - das ideale Klima für Schimmelpilze.
Deshalb werden Kellergeschosse heutzutage überwiegend als sogenannte weiße Wanne errichtet. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton). Werden beim Bau keine schwerwiegenden Fehler begangen, so bleibt ein solcher Keller dauerhaft dicht und trocken. Keller aus WU-Beton werden übrigens entweder vor Ort gegossen oder aus vorgefertigten Betonfertigteilen errichtet.
Doch auch in einem an sich dichten Kellergeschoss ist Schimmelpilzbildung nicht gänzlich ausgeschlossen, da sich insbesondere in unbeheizten Räumen Kondensationsfeuchtigkeit bilden kann. Ungünstig sind in solchen Räumen tapezierte und mit Dispersionsfarbe gestrichene Wände. Diese Materialien können die Kondensfeuchte aufnehmen und stellen für Schimmelpilze zudem einen sehr ergiebigen Nährboden dar. Besser ist es deshalb, entweder die Wand unbehandelt zu lassen. Oder feuchtestabile Luftkalkputze und Kalktünchen zu verwenden, die basisch sind und damit einen für Schimmel ungünstigen ph-Wert haben.
Auch das Lüftungsverhalten hat Einfluss darauf, ob sich Schimmel wohlfühlen kann oder nicht. Was viele nicht wissen: Der Keller sollte im Sommer nicht gelüftet werden. Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als Kalte. Gelangt warme Sommerluft in die kühlen Kellerräume, so kühlt diese Luft ab und die enthaltene Feuchtigkeit kann an den Kellerwänden kondensieren. Umgekehrt im Winter: Die kalte Außenluft kann die Keller-Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb ist es angebracht, in der kalten Jahreszeit auch im Keller gelegentlich stoßzulüften.
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