Spindeltreppe: 360 Grad Treppendynamik

Eine Spindeltreppe ist vielseitig einsetzbar: Ob schlicht als Flucht- oder Nebentreppe oder als dynamischer Blickfang in modernem Design - die besondere Optik ist immer prägend.

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Foto: Kenngott Treppen

Spindeltreppen sind eine Unterart der Wendeltreppen - unter diesen Oberbegriff fallen alle Treppengrundrissformen, die sich radial um ein Zentrum, das sogenannte Treppenauge, herum winden. Solche Treppen wurden schon im Mittelalter zur Begehbarkeit von Türmen eingesetzt und sind auch heute selbst für den Laien leicht erkennbar: Charakteristisch sind vor allem die um 360 Grad (inklusive Podest) gedrehte Lauflinie - die sowohl links- als auch rechtsgewendelt sein kann - und die Namen gebende Spindel. Optisch stellt sie sich als zentrale Säule der Treppe dar, praktisch gesehen handelt es sich bei der Spindel quasi um die Drehachse der Treppe, an der die Stufen befestigt werden. Der Nachteil dabei: Da sich die Trittstufen zum Treppenauge hin stark verjüngen, müssen die Stufen entsprechend breit ausgeführt werden.

Guter Auftritt: auf die nutzbare Laufbreite achten

Spindeltreppen gibt es bereits ab einer nutzbaren Stufenbreite von zirka 60 Zentimetern, die aufgrund der geringen Laufbreite jedoch nur als zusätzliche Treppen, etwa als Zugang zum Dachboden, erlaubt sind. Soll die notwendige Treppe, sprich - die Haupttreppe, beziehungsweise die einzige Verbindung zwischen Etagen, als Spindeltreppe ausgeführt werden, muss die Laufbreite mindestens 80 Zentimeter betragen. Sicherheit geht hier vor: Sowohl im Notfall als auch beim Transport sperriger Gegenstände muss die Treppe sicher begehbar sein. Der Mindestdurchmesser für eine entsprechende sichere und komfortable Spindeltreppe beträgt deshalb zwei, besser sind 2,20 Meter.

Spannende Inszenierung und praktischer Nutzen

Gerade die besonder Konstruktionsform der Spindeltreppe eröffnet dem kreativen Bauherren spannende Treppenlösungen: Wände zur Verankerung etwa sind nicht nötig, da die Spindel an der Decke und dem Fußboden befestigt wird - so ist auch eine freistehende Treppenausführung möglich, die als Blickfang besonders in offenen Raumkonzepten spektakulär wirken kann.

Spindeltreppen werden heute überwiegend aus Stahl oder/und Holz gefertigt, doch auch Materialien wie Naturstein oder Gusseisen sind gebräuchlich und machen die Auswahl der individuellen Spindeltreppe zusätzlich variantenreich. Für schwindelfreie Bauherren gibt es übrigens auch das ganz besondere Treppengefühl: Spindeltreppen mit Glas- oder Acrylglasstufen sind ganz sicher ein Highlight jedes Eigenheims, das so manchen Besucher beeindrucken wird. Spindeltreppen-Bausätze aus verzinktem Stahl sind vor allem im Außenbereich beliebt. Als Fluchttreppe oder als Aufgang zu einer hochgelegenen Terrasse können sie leicht selbst montiert werden.

Abhängig von Ausführung, Höhe und Material variieren die Kosten für eine Spindeltreppe erheblich. Einfache Modelle zur Selbstmontage - etwa als Nebentreppe - sind für knapp 1.000 Euro erhältlich. Die Preise für spezielle Maßanfertigungen hingegen fangen erst bei mehreren tausend Euro an, sind dafür aber passgenau gefertigt und entsprechen in Optik und Eigenschaften ganz den Wünschen des Bauherrn. Durch diverse Auswahlmöglichkeiten sind aber auch schon Standardmodelle durchaus an individuelle Vorlieben anpassbar und mit Preisen zwischen zirka 2.500 und 6.000 Euro erschwinglich.


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