Heimwerker: Türen streichen

Auch Laien können fachgerecht Türen streichen und lackieren. Wer ein gutes Ergebnis erhalten will, muss jedoch sehr sorgfältig arbeiten. Zudem sind vor dem eigentlichen Streichen einige Vorarbeiten nötig.

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Zimmertüren streichen: Für Heimwerker kein Problem. Foto: Philippe Lhomel - fotolia.com Foto: Philippe Lhomel - fotolia.com

Türen streichen ist eine Arbeit, die Heimwerker gut selbst übernehmen können – egal, ob die alte Farbe sich löst oder eine Tür einfach eine neue Farbe erhalten soll. Fast schon wichtiger als das eigentliche Streichen sind die Vorarbeiten. Um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen, ist dabei viel Sorgfalt nötig.

Auf die Vorarbeiten kommt es an

Die ersten Schritte bei den Vorarbeiten: Die Tür aushängen und sie auf zwei Böcke legen. Um die Oberfläche vor Macken zu schützen, kann Pappe untergelegt werden. Dann die Türgriffe abschrauben und die Tür von grobem Schmutz reinigen. Wie die Tür geschliffen werden muss, ist hauptsächlich davon abhängig, in welchem Zustand sich der Lack befindet. Ist er im Wesentlichen gut erhalten und haftet noch fest an der Tür, genügt es, mit feinem Schleifpapier die gesamte Tür abzuschleifen. Dabei ist es kein Problem, wenn kleinere Lack- und Farbreste auf der Türe bleiben – solange sich die Farbe nicht von selbst löst, muss sie auch nicht entfernt werden.

Anders verhält es sich, wenn die Farbe schon abplatzt oder das Holz teilweise beschädigt ist. In diesem Fall müssen Heimwerker die losen Stellen mit Schleifpapier vollständig entfernen. Macken können gut mit Spachtelmaterial ausgeglichen werden. Sobald dieses getrocknet ist, sollte die entsprechende Stelle jedoch noch einmal gründlich mit Schleifpapier nachbearbeitet werden. Wenn alle Oberflächen glatt sind, sollte die Tür von restlichem Schmutz und Staubresten gereinigt werden.

Türen streichen: Nicht zu dick auftragen

Bevor  Heimwerker ihre  Türen streichen, sollten sie zunächst auf die richtige Arbeitsumgebung achtet. Im Idealfall sollte der Raum so staubfrei wie möglich sein, warm und gut durchlüftet. So trocknet die Farbe später gleichmäßig und es entstehen keine Einschlüsse. Mit einem porenfüllenden Vorlack werden nun zunächst mit einem Pinsel die Ecken und Kanten gestrichen. Beim Kauf sollten Heimwerker vor allem auf gute Deckkraft und Kantenabdeckung achten. Im Anschluss geht es an die großen Flächen – dazu sollte eine Schaumstoffwalze verwendet werden.

Vor nächsten Schritt muss der Vorlack vollständig getrocknet sein. Die Trockenzeit kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Häufig finden sich dazu Hinweise auf der Verpackung – wer sicher gehen will, testet an einer unauffälligen Stelle mit einem Wattestäbchen. Ist der Vorlack getrocknet, folgt ein Zwischenschliff mit feinem Schleifpapier. Auch hier sollten Heimwerker darauf achten, die Tür gleichmäßig zu schleifen, damit keine Unebenheiten entstehen und der Lack später an jeder Stelle gleich gut haftet. Beim anschließenden Lackieren gilt grundsätzlich: Nicht zu dick auftragen, sonst entstehen leicht Nasen und ungleichmäßige Stellen. Ansonsten wird der Decklack auf die gleiche Weise aufgetragen wie der Vorlack. Noch ein Tipp: Heimwerker sollten grundsätzlich einen hochwertigen Lack mit hoher Deckkraft aus dem Fachhandel verwenden. Damit ist ein zweiter Anstrich mit dem Decklack oft gar nicht nötig.


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