Wintergarten: Planung, Beschattung und Preise
Wintergärten aus Holz, Aluminium oder Kunststoff? Und welche Verglasung ist geeignet? bauen.de zeigt, worauf bei der Planung des Glasanbaus grundlegend zu achten ist.
von Katrin HausmannMit Wintergärten können Eigenheimbesitzer auch während der kalten Jahreszeit ein Stück Natur ins Haus holen. Den Anbau hinter Glas sollte man aber gut im Voraus planen.
Idealerweise werden Wintergärten bei Neubauten gleich mitgeplant, häufiger wird aber nachträglich angebaut. Für die Planung sollte unbedingt ein Fachmann herangezogen werden. Die Form des Wintergartens sollte persönlichen Vorlieben entsprechen und den Stil des Hauses widerspiegeln. In erster Linie entscheidet natürlich der zur Verfügung stehende Platz über die Form. Viele Eigenheimbesitzer entscheiden sich für einen Glasanbau, der mit einer Seite an das Haus angrenzt. Als Alternative sind eine Glasfassade oder ein Lichtdach geeignet, wenn für einen Anbau kein Platz zur Verfügung steht.
Morgen- oder Abendsonne? Im Osten, auf der Frühstücksseite, geht die Sonne auf. In West-Wintergärten genießt man am Abend die letzten Sonnenstrahlen. Für beide Ausrichtungsvarianten sollten zusätzlich Systeme für Beschattung und Belüftung installiert werden. Nach Süden ausgerichtete Wintergärten versprechen auch im Winter den größten Wärmegewinn durch die Sonneneinstrahlung. Im Sommer können diese aber schnell überhitzen, wenn nicht optimal belüftet und beschattet wird.
Holzprofile machen Wintergärten wohnlich und verfügen über ausgezeichnete Dämmeigenschaften. Aluminium muss kaum gepflegt werden und rostet nicht. Da das Material sehr gut Wärme leitet, müssen die Profile thermisch getrennt werden: Kunststoffstege oder Dämmschichten zwischen der Innen- und Außenschale verhindern, dass die Wärme aus dem Wohnbereich geleitet wird. Das heißt, im Kern wird in der Regel eine Holz-Metall-Systeme verbinden die Vorteile beider Materialien miteinander: Die äußere Aluminiumschale ist wetterfest und pflegeleicht, während Holz im Innenbereich eine wohnliche Atmosphäre verbreitet und noch dazu hervorragend dämmt. Profile aus PVC zeichnen sich besonders durch eine gute Schalldämmung aus und sind witterungsbeständig. Besonders tragfähig ist Stahl, als alleiniges Trägermaterial ist dieser jedoch nicht geeignet: Um die Profile vor der Witterung zu schützen, werden sie mit Aluminium-Abdeckungen kombiniert.
Durch die großzügige Verglasung entsteht ein luftiges Wohngefühl. Doch gerade der hohe Glasanteil und die geringe Baumasse bewirken, dass sich die Luft schnell erwärmt, aber auch rasch wieder auskühlt. Für ein gutes Raumklima sollte der u-Wert der Verglasung besonders niedrig sein. Dieser steht für den Energieverlust. Ist der g-Wert, der Aufschluss über den solaren Energiegewinn gibt, hoch, bedeutet das: viel Wärme im Winter. Im Sommer müssen aber zusätzliche Vorkehrungen für Beschattung und Belüftung, etwa über Zuluftöffnungen, getroffen werden. Weitere Extras für Verglasungen sind selbstreinigende Modelle und Sonnenschutzgläser.
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