Wintergarten: Planung, Beschattung und Preise
Ein Wintergarten schmückt die Hausfassade und ermöglicht den Besitzern, geschützt vor Wind und Wetter, die Natur zu genießen. Doch nur wer den Anbau genau auf die örtlichen Verhältnisse abstimmt und die richtige Technik integriert, sichert sich den maximalen Wohnkomfort.
von Wintergarten FachverbandBeratung ist das A und O
Fast in allen Bundesländern ist der Wintergarten genehmigungspflichtig. Daher lohnt es sich, schon früh auf die Hilfe des Profis zurückzugreifen. Der Fachbetrieb weiß über baurechtliche Vorgaben Bescheid und hilft dabei, den Antrag zu erstellen.
Gute Gründe für den Fachbetrieb
Auf der sicheren Seite ist, wer auf ein im Wintergarten Fachverband organisiertes Unternehmen vertraut. Die Mitglieder sind auf dem neuesten Stand der Technik und kennen sich aus bei aktuellen Normen und Vorgaben, wie zum Beispiel der Energieeinsparverordnung mit Wärme- und Sonnenschutz. Verpflichtend sei, so der Verband, dass die Mitglieder durch konsequente Weiterbildung und Erfahrungsaustausch up to date sind. Es werde bei den Mitgliedsbetrieben sowohl auf fundierte Kenntnisse der Bauphysik, Statik und der Materialkombinationen als auch auf sorgfältige Auftragsabwicklung geachtet.
Wie soll der Anbau genutzt werden?
Vor dem Gang zum Fachmann sollte sich der Bauherr aber schon erste Gedanken dazu gemacht haben, wie er seinen Anbau nutzen will. Der eine will eine Oase mit exotischen Pflanzen, der andere ein erweitertes Wohnzimmer - jeder hat seine eigenen Vorstellungen vom Wintergarten.
Anforderungen an Haus und Grundstück
Ebenso unterschiedlich sind die Anforderungen, die Haus und Grundstück mit sich bringen und aus jedem Wintergarten eine Anfertigung nach Maß machen. So beeinflussen die Lage, die Ausrichtung zur Sonne oder die vorhandenen Versorgungsleitungen den Gestaltungs- und Nutzungsspielraum. Beispiel Himmelsrichtung: Auf der Nordseite eignet sich der Wintergarten prima als Klimapuffer oder Arbeitsraum. Wer ihn dort aber auch im Winter nutzen will, muss ihn dementsprechend mehr dämmen und gut heizen. Am meisten Licht bekommt der Anbau im Süden mit zusätzlich Ost- und Westsonne ab. Damit er im Sommer nicht zu einem unerträglich warmen Gewächshaus wird, ist hier die richtige und gut aufeinander abgestimmte Beschattung und Belüftung besonders wichtig.
Holz - feuchtigkeitsregulierend und natürlich
Sobald die Nutzungsfrage und die örtlichen Gegebenheiten geklärt sind, geht es an die Details. Welche Baustoffe passen zum Haus und sind für die spezifischen Anforderungen am besten geeignet? Holz schafft eine besonders wohlige Atmosphäre und wirkt feuchtigkeitsregulierend. Dieses Naturprodukt liegt unangefochten an der Spitze der Kundenbeliebtheit. Allerdings benötigt es auf der Außenseite etwas mehr Pflege als die Alternativen Aluminium- oder PVC-Profile.
Aluminium - witterungsbeständig und fast wartungsfrei
Das rostfreie Metall muss kaum gewartet werden und ist genauso wie der Kunststoff sehr witterungsbeständig, wobei Kunststoff nur für kleinere Anbauten eingesetzt werden kann.
Holz-Metall-Konstruktion - komfortable Materialkombinationen
Aber auch Materialkombinationen wie Aluminium-Kunststoff-Profile sind möglich. Auch hier ist jedoch die gute Wärmeleitung von Metall zu bedenken, die mitunter und bei nicht fachgerechter Verarbeitung zu Energieverlust und Kondensatausfall führen kann. Besonders Holz-Metall-Konstruktionen sind komfortabel. Außen schützt Aluminium oder Edelstahl vor Wind und Wetter und innen strahlt der Naturstoff Holz Wärme aus.
Optimale Wärmedämmung und Durchlüftung
Der Anbau steht und fällt mit den Profilen, nett anzusehen ist er meist dank der großzügigen Verglasung. Erker- oder Sprossenfenster, Schiebe- oder Falttüren - die Möglichkeiten sind vielfältig. Besonders in den Dachschrägen müssen sie aber auch hohe Lasten wie zum Beispiel Schneemassen aushalten. Deshalb sind dazu in den Landesbauordnungen rechtliche Vorgaben verankert und in Neufassungen von DIN-Normen vorgegeben. Wer den Wintergarten ganzjährig nutzt, sollte zudem auf beste Dämmeigenschaften achten und hochwertiges Wärmeschutzglas mit so genannten warmen Kanten verwenden. Dreifaches Wärme-Isolierglas zusammen mit einer optimierten Heizung sorgt auch im Winter für angenehme Temperaturen.
Richtige Beschattung schützt vor Sommerhitze
Im Sommer liegt das Problem darin, dass es im Glasanbau schnell zu heiß werden kann. Damit der Wintergarten das Zeug zum neuen Lieblingsplatz hat, ist eine effektive Beschattung enorm wichtig - sowohl für Mensch, Pflanzen als auch Interieur und Mobiliar. Dabei hat der Bauherr grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten: Außerhalb des Wintergartens angebrachte Markisen und Jalousien sind sehr effektiv. Innen liegenden Beschattungen sind vor Schmutz und Wetter geschützt und können zudem dekorativen Charakter übernehmen. Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme sind abzuwägen und auf das entsprechende Objekt abzustimmen.
Optimale Be- und Entlüftung
Damit sich kein Schwitzwasser im Raum ansammelt, ist die richtige Be- und Entlüftung essentiell. Auch hier gibt es verschiedene Systeme. Egal ob die Wahl auf einfache Lüftungsöffnungen oder komplexe Klimaanlagen fällt, der Bauherr sollte auf jeden Fall den Rat des nachweislich qualifizierten Fachmanns einholen.
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