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Cap-Darlehen

Ein Cap-Darlehen ist ein variables Darlehen mit Risiko-Puffer: Die Zinsen können nur innerhalb einer Bandbreite schwanken.

Hypothekendarlehen mit Zinsbindung bieten zwar eine hohe Sicherheit, dafür aber wenig Flexibilität. Wer den Zinssatz für zehn Jahre festzurrt, profitiert nicht von sinkenden Zinsen während der Laufzeit (muss umgekehrt aber auch keine steigenden Zinsen fürchten). So mancher Immobilienkäufer, der vor Jahren ein Darlehen aufnahm und damals Zinsen von sechs, sieben oder noch mehr Prozent vereinbarte, ärgert sich heute. Denn er profitiert nicht von der aktuellen Niedrigzinsphase.

Bei variablen Darlehen besteht dieses Problem nicht, denn die Zinsen werden regelmäßig der Marktentwicklung angepasst. Der Nachteil: Natürlich können die Zinsen auch steigen, möglicherweise auch deutlich. Und dann zahlt der Darlehensnehmer erheblich mehr, als hätte er eine Zinsfestschreibung vereinbart. Ein Mittelweg ist das so genannte Cap-Darlehen. Dies ist zwar ein variables Darlehen. Allerdings wird eine Zinsobergrenze vereinbart, das Risiko ist damit beschränkt. Für diese Risiko-Beschränkung verlangen die Banken allerdings einen Zinsaufschlag.

Für manche Bauherren kann ein Cap-Darlehen Vorteile haben. Variable Darlehen können nämlich im Gegensatz zu solchen mit Zinsfestschreibung innerhalb relativ kurzer Fristen gekündigt werden. Bauherren, die beispielsweise eine größere Erbschaft erwarten oder gerade eine andere Immobilie verkaufen wollen, dafür aber noch keinen Käufer gefunden haben, kombinieren damit hohe Flexibilität mit relativer Zinssicherheit. Denn Darlehen mit festgezurrter Zinsbindung können nur schwer vorzeitig aufgelöst werden und wenn, dann ist eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig.

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