Die Sondertilgung kann helfen, das Darlehen schneller abzuzahlen.
Um schneller die Schulden loszuwerden, eignen sich zwei Möglichkeiten: Zum einen kann eine höhere Tilgung als ein Prozent vereinbart werden. Bei zwei Prozent Tilgung ist das Darlehen dann schon nach rund 25 Jahren abbezahlt - allerdings ist die Monatsrate höher. Ist aber ungewiss, ob eine höhere Rate überhaupt aufgebracht werden kann, so rät es sich, mit der Bank eine Option auf Sondertilgungen zu vereinbaren.
Wenn genug Geld vorhanden ist, kann dann eine solche Sondertilgung geleistet werden. Wenn nicht, läuft das Darlehen normal weiter. Der Vorteil: Mit Sondertilgungen kann sich die Restlaufzeit des Darlehens erheblich verkürzen. Denn mit jeder Sondertilgung verringert sich die Restschuld, auf die Zinsen gezahlt werden muss. Der künftige Tilgungsanteil an der Rate ist damit höher. Und dies wiederum beschleunigt die Rückzahlgeschwindigkeit zusätzlich.
Manche Banken verlangen einen kleinen Zinsaufschlag für Sondertilgungsoptionen, bei anderen ist dies von vornherein vorgesehen. Üblich ist die Option, jährlich fünf Prozent der Darlehensursprungssumme als Sondertilgung leisten zu können.
Die aktuell niedrigen Zinsen halten zwar die monatlichen Raten für Hypothekenkredite niedrig. Einen Nachteil haben Niedrigzinsen jedoch: Die Tilgungsdauer des Darlehens ist umso länger, je niedriger das Zinsniveau ist. Bei 4,5 Prozent Zinsen und einem Prozent Tilgung dauert es fast 40 Jahre, bis die letzte Rate bezahlt ist - das ist normalerweise zu lange. Denn wenn der Bauherr oder Immobilienkäufer in den Ruhestand geht, sollte das Eigenheim abbezahlt sein - es ist ja schließlich ein Teil der Altersvorsorge. Und bei einer Rente, die deutlich niedriger ist als das letzte Gehalt, ist mietfreies Wohnen eine wichtige Entlastung. Deshalb sollten Bauherren niedrige Raten dazu nutzen, möglichst häufig während der Rückzahlphase eine Sondertilgung zu leisten.
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