Fünf Tipps zum Immobilienkauf

Ein Immobilienkauf ist keine alltägliche Angelegenheit: Fünf Tipps, wie man Fallstricke beim Erwerb eines Eigenheims umgehen kann.
Frank Kemter
Tipps zum Immobilienkauf
Immobilienkauf: Wer ein altes Gebäude erwirbt, muss auf einiges achten. Foto: VPB

Die meisten Menschen erwerben - wenn überhaupt - nur einmal im Leben eine Immobilie. Dabei gibt es viele potentiell kostspielige Fallstricke. Die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer hat fünf Tipps zum Immobilienkauf zusammengetragen, um diese zu vermeiden.

Tipp 1: Erst prüfen, dann kaufen

Vor dem Erwerb ist es wichtig, den tatsächlichen Wert und Zustand der Immobilie zu ermitteln. Im Zweifel sind die Kosten für einen fachkundigen Rat gut angelegtes Geld. Zudem gilt es frühzeitig abzuklären, ob das Grundstück rechtlich belastet ist, etwa durch Wegerechte Dritter oder Dauerwohnrechte. Bei Eigentumswohnungen lohnt ein Blick in die Beschluss-Sammlung der Eigentümergemeinschaft. Diese informiert zum Beispiel über Mängel und beschlossene Sanierungsmaßnahmen. So kann der potentielle Käufer unter Umständen abschätzen, welche Sanierungen schon erledigt wurden und welche in Zukunft noch anstehen könnten.

Tipp 2: Finanzielle Belastungen ermitteln

Mit der Zahlung des Kaufpreises ist es bei einem Immobilienerwerb nicht getan. Zum einen fallen Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklergebühr, Notar- und Gerichtskosten an - und die können mehr als zehn Prozent des Preises ausmachen. Zum anderen ist neben der monatlich zu zahlenden Rate an die Bank mit weiteren regelmäßigen Kosten zu rechnen. So zum Beispiel auch Nebenkosten, die Mieter nicht zu tragen haben, wie etwa Kosten für eine Hausverwaltung oder Instandhaltungsrücklagen.

Tipp 3:  Details im Notarvertrag

Grundstückskaufverträge werden grundsätzlich notariell beurkundet. Einen Vertragsentwurf erhält der Käufer immer vorab. Diesen gilt es genau zu prüfen. Dabei sollte insbesondere auf Haftungsausschlüsse geachtet werden. Solche sind zwar allgemein üblich, der Käufer muss sich aber bewusst sein, dass er nachträglich entdeckte Mängel nur dann beanstanden kann, wenn er dem Verkäufer nachweist, dass er diese arglistig verschwiegen hat. Ebenfalls wichtig: Zum Notartermin sollte die Finanzierung stehen. Eine entsprechende Darlehenszusage des Kreditinstituts sollte vorliegen, viele Verkäufer setzen dies voraus.

Tipp 4:  Kaufpreis erst nach Auflassungsvormerkung zahlen

Wer den Kaufpreis schon direkt nach dem Notartermin bezahlt, geht ein Risiko ein. Deshalb kümmert sich der Notar üblicherweise um eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Steht diese erst mal drin, kann die Immobilie zum Beispiel nicht mehr an einen Dritten veräußert werden. Erst nach Mitteilung des Notars, dass die Auflassung eingetragen ist, sollte der Erwerber den Kaufpreis überweisen.

Tipp 5: Umbau frühzeitig planen

Erst kaufen und sich dann um die Umsetzung von Umbauten kümmern ist der falsche Weg: Im Baurecht sind viele Details wie Abstandsflächen und Vorgaben eines Bebauungsplans einzuhalten. Wer also eine Immobilie nicht so belassen will, wie er sie erwirbt, sollte sich schon vor dem Erwerb bei der Gemeinde erkundigen, welche Umbauten baurechtlich zulässig sind.

verfasst am: 19.10.2011
Weitere Artikel zum Thema
Fragen zum Thema

Empfehlungen aus der Redaktion

Foto: Dark Vectorangel/Fotolia.com, Fertighaus
Fertighaus: So wird der Traum vom Haus schneller wahr.
Ein schlüsselfertiges Eigenheim, das industriell vorgefertigt und vor Ort montiert wird, spart viel Zeit, und bietet trotzdem viel Raum für individuelle Wünsche lässt. Hier können Sie kostenlos Informationen der relevanten Hersteller anfordern. mehr
Reetdach, Norddeutschland, Landschaftsbild
Reetdach - Dacheindeckung mit natürlichem Baumaterial
Das Reetdach prägt vor allem im Norden Deutschlands das Landschaftsbild. Bei der regionaltypischen Dacheindeckung gibt es einiges zu beachten. mehr
Fensterbank, Fenstersims, Fensterbrett, Fensterbord
Fensterbank für den Innenbereich: Materialien und Einbau
Fensterbrett, Fensterbank, Fenstersims oder Fensterbord – so unterschiedlich lässt sich der innere, waagerechte Abschluss zwischen Mauer und Fenster benennen. Fensterbänke sind rein baulich gesehen notwendig, sie lassen sich jedoch auch in die Raumgestaltung integrieren. Bauen.de erläutert verschiedene Materialien und gibt Tipps für den Einbau. mehr
Holzschutz, Holzpflege
Holzschutz im Außenbereich
Gartenmöbel oder Terrassendielen sollten regelmäßig gepflegt werden, denn ein guter Holzschutz im Außenbereich erhöht die Lebensdauer von Holzkonstruktionen. Auf was dabei zu achten ist, erklärt bauen.de. mehr
Foto: Eisenhans/Fotolia.com, Haus, Häuser
Träumen ist schön, erleben ist besser
Auf dem Weg zum Eigenheim lohnt sich ein Stopp im Musterhauspark. Vom Häuschen bis zur Villa können Sie sich Inspiration holen, vielfältig vergleichen, ausführlich begutachten und fachmännisch beraten lassen. Adressen finden Sie hier. mehr

Informieren Sie sich beim Experten

Günstige Baufinanzierung!
Interhyp vergleicht über 300 Banken, Sparkassen, Bausparkassen. Sparen Sie Zeit und Nerven bei ihrer Baufinanzierung. mehr
Sie möchten Ihr Unternehmen hier präsentieren?
Profitieren Sie von der Bekanntheit von www.bauen.de und nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.
Tel.: +49 (0)911/520 25-20
E-Mail: service@bauen.de
  • Fenster Börse Verden G...
    Fenster, Türe und mehr...
  • Schanz Rollladensysteme
    Markisen
Unsere Experten beantworten Ihre persönlichen Fragen
Sie suchen Fachleute in Ihrer Region? Sie suchen Anbieter und Händler, um sich vor Ort zu informieren?
Wo suchen Sie?

Newsletter abonnieren

Sie wollen über die wichtigsten Themen auf bauen.de informiert sein? Abonnieren Sie jetzt unseren monatlichen Newsletter

© Immowelt AG 2013   ® www.bauen.de Wissen rund ums Bauen!

Feedback abgeben