Risiken bei der Finanzierung erkennen

Eigenleistungen

Wer selbst mit anpackt, kann beim Hausbau einiges sparen. Viele Banken akzeptieren Eigenleistungen auch als Eigenkapital-Ersatz. Allerdings sollten sich Bauherren nicht überschätzen.

von Frank Kemter

Um Geld zu sparen, planen viele Bauherren Eigenleistungen ein. Oft überschätzen sie dabei ihre Leistungsfähigkeit, was letztlich sogar das Bauvorhaben verteuern kann. "Die Eigenleistungen werden häufig deutlich höher bewertet als realistisch", warnt Christian Kraus vom Baufinanzierer Interhyp.

Kraftakt erfordert Zeit und Geschick

Häuslebauer sollten deshalb schon im Vorfeld bedenken: Der Kraftakt erfordert einiges an handwerklichem Geschick und vor allem viel Zeit. Für ein Selbstbauhaus beispielsweise muss mit Eigenleistungen von mindestens 1.500 Stunden gerechnet werden, weiß der Informationskreis Selbstbau. Auch seien einige Gewerke für Selbstbauer gänzlich ungeeignet. Wichtig ist deshalb ein seriöser Systemanbieter, der gute Betreuung und praktische Hilfe während der Bauzeit anbietet und vor kostenintensiven Fehlentscheidungen bewahrt. Nicht zu vergessen: Wer vieles selber macht, braucht bis zur Bezugsfertigkeit meist mehr Zeit. Die Miete für die alte Wohnung muss aber weiterhin gezahlt werden.

Eigenleistungen als Eigenkapital-Ersatz

Das Einbringen von Eigenleistungen akzeptieren viele Banken als Ersatz für fehlendes Eigenkapital. Insofern eröffnet das Selbstbauen vielen eigenkapitalschwachen Familien überhaupt erst die Möglichkeit, in die eigenen vier Wände zu ziehen.

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