Tipps & Tricks zur Finanzierung von Haus und Immobilie
Läuft die Zinsbindung aus, kann sich das Bank wechseln manchmal lohnen: Die Zins-Konditionen sind bisweilen deutlich günstiger.
von Frank KemterNicht immer ist das Angebot der Hausbank auch das günstigste. Das gilt auch und insbesondere für Anschlussfinanzierungen. Wer sich vor Ablauf der Zinsbindung keine Gedanken über diese macht, bekommt bisweilen ein Prolongations-Angebot seiner Hausbank vorgelegt, das schlechtere Konditionen bietet als das von Konkurrenten. Insbesondere Online-Direktbanken und Darlehensvermittler locken mit teilweise deutlich besseren Konditionen. Doch sollte man sich schon mehrere Monate vor Ablauf der Zinsfestschreibung über Alternativen informieren, um sich einen möglichst umfassenden Überblick über die Angebote am Markt zu machen. Angesichts der gewachsenen Online-Konkurrenz sind viele Hausbanken inzwischen gesprächsbereit und lassen mit sich handeln - wer verliert schon gerne einen guten Kunden.
Lässt die Hausbank allerdings hinsichtlich der Konditionen nicht mit sich reden, kann sich das Bank wechseln lohnen. Schon ein halbes Prozent Zinsdifferenz macht bei einem Darlehen über 100.000 Euro innerhalb von zehn Jahren etwa 6.000 Euro Differenz aus.
Das Bank wechseln kann allerdings auch Kosten verursachen. Bei einer typischen Finanzierung muss der Immobilienbesitzer mit wenigen hundert Euro Kosten rechnen. Dies gilt zumindest dann, wenn kein neuer Eintrag im Grundbuch vorgenommen werden muss, sondern die alte Bank die Grundschuld an die ablösende Bank lediglich abtritt. Ist dies nicht möglich, so muss die Grundschuld allerdings für die neue Bank eingetragen werden. Folge: höhere Kosten. Bei einem 200.000 Euro-Darlehen sind das gut 1.000 Euro für Notar und Grundbuchgebühren. Übrigens: Nach Angaben des Online-Baugeldvermittlers Interhyp übernehmen einzelne Banken inzwischen die Gebühren für eine Grundschuldabtretung sogar komplett für den Kunden.
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