Tipps & Tricks zur Finanzierung von Haus und Immobilie
Bisher waren es vor allem Unternehmen, die bei der Schufa eine Auskunft über ihre potenziellen Kunden einholen konnten. Jetzt geht das auch umgekehrt: Bauherren können die Solvenz eines Bauunternehmens erfragen.
von Frank KemterWirtschaftsauskunfteien, die Daten über Millionen von Menschen sammeln, werden von vielen abfällig als Datenkraken bezeichnet. Für Banken und Versandhändler sind sie wichtig, da sie sich so über die Bonität eines potentiellen Kunden informieren können.
Doch es geht auch umgekehrt: Bauherren können neuerdings bei der Schufa Informationen über die Solvenz eines Bauunternehmens einholen. Das kann sich nach Ansicht der Schufa lohnen: Muss das Bauunternehmen während der Bauphase Insolvenz anmelden, drohen dem Bauherrn hohe finanzielle Verluste: Im Schnitt rund 15.000 Euro, mahnt die Schufa. Angesichts von knapp 20.000 Unternehmenspleiten von Januar bis Oktober 2010, von denen rund 16 Prozent auf das Baugewerbe entfielen, sind solche Szenarien eine durchaus realistische Gefahr für Bauherren.
Das Risiko, durch eine Bauträgerpleite geschädigt zu werden, lässt sich dadurch minimieren, dass man Informationen über das Unternehmen einholt. Die Schufa-Unternehmensauskunft für Privatpersonen enthält zum Beispiel Informationen darüber, wie lange es den Betrieb schon gibt, ob ein Insolvenzverfahren läuft, wie es wirtschaftlich um ihn bestellt ist und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Unternehmen pleite geht. Für diese Auskünfte verlangt die Schufa Geld: Die Registrierung unter www.meineschufa.de kostet 18,50 Euro, für jede Auskunft werden weitere 28,50 Euro fällig.
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